Schorndorf

Spatenstich für die neuen Sozialwohnungen in der Schorndorfer Wiesenstraße

Spatenstich
Schwingen die Schaufel: Klaus Göckmann, Jörg Hetzinger, Matthias Klopfer und Dirk Braune (von links). © Gabriel Habermann

In der Wiesenstraße entstehen neue Sozialwohnungen unter dem Namen „Wohnen am Sportpark“. Da die bisherigen Gebäude aus den 1950er Jahren stammten und die Bausubstanz daher in keinem guten Zustand war, mussten sie abgerissen werden. Nun fand dort, wo bald 91 neue und dringend nachgefragte Wohnungen entstehen sollen, der erste Spatenstich statt.

2023 sollen die ersten Häuser fertig sein

Bauherr und Investor des neuen Quartiers ist die Remstalbaugenossenschaft. Das Investitionsvolumen beträgt 23,5 Millionen Euro. Die Remstalbaugenossenschaft möchte, so der Vorstandsvorsitzende Jörg Hetzinger, „einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Mangels an bezahlbarem Wohnraum leisten“. Umgesetzt wird das Projekt von der Kreisbaugesellschaft Waiblingen. Die Wohnungen werden unter anderem mit Fördermitteln des Landes aus dem Programm „Wohnungsbau des Landes“ finanziert. Dadurch sollen die Mieten 33 Prozent günstiger sein, als im Mietspiegel vorgesehen. Auch von der Stadt gibt es eine Förderung in Höhe von 600 000 Euro.

Konkret sollen in der Wiesenstraße mehr Wohnungen als zuvor entstehen. Wo bisher drei Häuser mit 50 Wohnungen standen, werden in Zukunft fünf Gebäude mit 91 Ein- bis Vierzimmerwohnungen Platz finden. Außerdem wird eine Tiefgarage mit bis zu 20 E-Auto-Ladestationen errichtet. Besonders hebt der Vorstandsvorsitzende der Remstalbaugenossenschaft die gemeinschaftlich benutzbaren Dachgärten sowie die Aufenthaltsbereiche im Freien hervor. Da das Quartier in unmittelbarer Nähe zum Sportpark, der Rainbrunnenschule und dem Lebensmittelmarkt E-Center liegt, entstehe „ausgestatteter Wohnraum in guter Wohnlage“. Außerdem wird gegenüber eine neue Kita gebaut, die die Attraktivität der Wohnungen nochmals steigern soll. Sogar ein Steg für die direkte Anbindung zum Gelände der SG sei in Planung. Die Dimensionen des Projekts hebt der Geschäftsführer der Kreisbaugruppe, Dirk Braune, hervor und spricht von einem „generationenübergreifenden Projekt“: 170 eigene Wohnungen habe die Kreisbau aktuell im Besitz und baue nun 91 neue dazu.

Dass die Planung im vergangenen Jahr trotz Corona abgeschlossen und das Projekt zur Vergabe ausgeschrieben wurde, hat sich als Glücksgriff erwiesen, erklärt Jörg Hetzinger. Nachdem die Baupreise 2020 leicht stagnierten, legten sie in den vergangenen Monaten nämlich wieder deutlich zu. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Projekt von der Firma Weber aus Sulzbach in nur einer Bauphase, also ohne Unterbrechung, realisiert wird. Daher sollen die ersten drei Gebäude bereits im frühen Sommer 2023 fertiggestellt sein. Die beiden weiteren sollen nach Planung Anfang 2024 folgen.

Die bisherigen Bewohner der Wohnungen Wiesenstraße haben für den Übergang alle eine neue Bleibe gefunden. Dafür hat die Remstalbaugenossenschaft mit allen Mietern einvernehmliche Aufhebungsverträge abgeschlossen. „Allen, die ausziehen mussten, räumten wir das Recht ein, im Neubau wieder eine Genossenschaftswohnung zu beziehen“, sagt Jörg Hetzinger. Ebenfalls besonders ist, dass die Mieter in den Sozialwohnungen ein lebenslanges Wohnrecht haben.

Oberbürgermeister Matthias Klopfer spricht im Rahmen des Spatenstichs von einer klug vorbereiteten Entscheidung und verweist auf die Mietspiegel-Problematik in der Region: „Würden sich alle so engagieren wie unsere Partner, hätten wir die Wohnungsnot im Raum Stuttgart so nicht.“ Er betont außerdem, dass durch den Bau bald Wohnungen zu günstigen Mietpreisen und für deutlich mehr Menschen zur Verfügung stehen werden.

Und auch in Sachen Energie und Umwelt hat das Projekt neue Standards. Im sozialen Wohnungsbau normalerweise nicht üblich, werden die Wohnungen mit dem Energiestandard KfW 55 gebaut. Die Nahwärmeversorgung läuft über die Stadtwerke Schorndorf. Zusätzlich gibt es optionale Fotovoltaikanlagen für Versorger auf dem Dach.

In der Wiesenstraße entstehen neue Sozialwohnungen unter dem Namen „Wohnen am Sportpark“. Da die bisherigen Gebäude aus den 1950er Jahren stammten und die Bausubstanz daher in keinem guten Zustand war, mussten sie abgerissen werden. Nun fand dort, wo bald 91 neue und dringend nachgefragte Wohnungen entstehen sollen, der erste Spatenstich statt.

2023 sollen die ersten Häuser fertig sein

Bauherr und Investor des neuen Quartiers ist die Remstalbaugenossenschaft. Das

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