Schorndorf

Sperrung in Grunbach dauert länger

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Symbolfoto. © Joachim Mogck

Remshalden. Für die Anwohner in Grunbach und Buoch gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte: Die Baustelle in Olga- und Lindenstraße, auf der Ortsdurchfahrt Richtung Buoch zieht sich bis in den nächsten April. Die gute: Es wird für den Anliegerverkehr nun doch innerörtliche Umleitungen geben.

Wer darf auf die Umleitungstrecken?

An sich, sagt der für den Tiefbau zuständige Sachgebietsleiter Andreas Schneider, sei diese Art Baustelle gar keine große Besonderheit. Die Besonderheit, liege an den örtlichen Gegebenheiten: „Dass es eine Ortsdurchfahrt ist und es keine parallel führende Straße gibt, auf die man einfach den Verkehr umleiten könnte.“ Deswegen wird es für den kompletten überörtlichen Verkehr zwischen der Grunbacher Ortsmitte am Reinhold-Mayer-Platz und Buoch heißen: Er muss den langen Weg außen herum über Berglen nehmen, und zwar während der kompletten geplanten Bauzeit von August bis November und von Februar bis April.

„Es ist leider nur eine Vollsperrung möglich“, sagte Andreas Schneider diese Woche erneut im Technischen Ausschuss. Man habe die Sache noch einmal überprüft, eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung sei durch die Dimensionen der Gräben bei der Leitungserneuerung nicht möglich.

Für die Anlieger in Buoch und Grunbach zeichnet sich jedoch eine erfreuliche Lösung ab. Sie sollen in beiden Bauabschnitten die Umleitungsstrecken durch den Ort nutzen dürfen, die auch der Bus fährt. Im ersten Abschnitt wäre das über Buchklingenweg und Panoramastraße, im zweiten Bauabschnitt über Lederstraße und Weinhaldenstraße. Damit reagieren Gemeindeverwaltung und Landratsamt auf Proteste und Diskussionen nach den ersten Plänen, die auch für Anlieger nur eine überörtliche Umleitung vorgesehen hätten. Anfang Juni, soll nun in Buoch die angekündigte Infoveranstaltung für die Bürger stattfinden.

Was wird bei der Baustelle gemacht?

Die Gemeinde Remshalden erneuert in der Lindenstraße zwischen Buchhaldenweg und Lederstraße (erster Bauabschnitt) sowie in der Olgastraße zwischen Lederstraße und Osterstraße (zweiter Bauabschnitt) Kanäle und Wasserleitungen. Der Landkreis macht dann außerdem den Straßenbelag auf der Kreisstraße neu: komplett vom Ortseingang aus Richtung Buoch an bis zum Reinhold-Mayer-Platz, ebenfalls aufgeteilt in zwei Bauabschnitte, deren Abgrenzung die Lederstraße bildet. Außerdem will die Netze BW die Gas-Hausanschlüsse im ersten Bauabschnitt erneuern. Die Gemeinde baut nebenbei die Bushaltestelle Kelterstraße so um, so dass ein barrierefreier Einstieg in den Bus möglich wird.

Warum dauert es länger als gedacht?

Ursprünglich waren die Gemeinde Remshalden und das Landratsamt von einer Bauzeit von sechs Monaten ausgegangen, so dass der Spuk bis Weihnachten vorbei sein sollte. Nun ist von einer Bauzeit bis April 2019 die Rede. Das hat zwei Gründe. Erstens: Dass die Netze BW sich beteiligt und die Gas-Hausanschlüsse in der Lindenstraße erneuert, wurde erst kurzfristig bekannt. Vorher hat die Gemeinde ohne diesen zusätzlichen Eingriff geplant. Dadurch verlängert sich die Bauzeit im ersten Abschnitt bis Ende November. Zweitens: Das Landratsamt hat bei Probebohrungen festgestellt, dass teilweise auch der Unterbau der Straße sanierungsbedürftig ist und nicht, wie zunächst angenommen, nur der Belag. Das ist, grob abgegrenzt, zwischen Brunnengasse und Osterstraße der Fall.

Wie ist der zeitliche Ablauf geplant?

Die Bauarbeiten sollen im August in der Lindenstraße beginnen, und zwar zunächst mit der Erneuerung der Wasserleitung zwischen Berg- und Traubenstraße. Danach kommen Kanal- und Wasserleitung zwischen Traubenstraße und den Parkplätzen an der Kirche dran. Parallel werden in den aufgegrabenen Bereichen auch die Gas-Hausanschlüsse gemacht. Zuletzt folgt dann die Sanierung des Straßenbelags, teilweise mit dem Unterbau, zwischen Ortseingang und Lederstraße. Dieser Abschnitt soll bis Ende November abgeschlossen sein.

Der zweite Abschnitt in der Olgastraße beginnt dann im neuen Jahr, sobald das Wetter es zulässt, voraussichtlich im Februar. Erst werden Kanal und Wasserleitung zwischen Staigstraße und Osterstraße erneuert. Dann kommt der neue Straßenbelag, auch teilweise mit Unterbau, zwischen Lederstraße und Reinhold-Mayer-Platz.

Wichtig zu wissen ist: Laut Andreas Schneider, dem für den Tiefbau zuständigen Sachgebietsleiter im Rathaus, werden immer nur ein paar Meter Graben ausgehoben. Das heißt: Die Baustelle zieht Stück für Stück weiter. „Die Anwohner haben jederzeit die Möglichkeit, nah an ihr Gebäude ranzufahren“, so Andreas Schneider. Gleiches gilt für die Zufahrt zu Geschäften und Gewerbebetrieben. Die Gehwege sollen durchgängig begehbar sein.


Vergaben

Die Gemeinde Remshalden rechnet für ihren Teil der Baumaßnahme mit Kosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Der Technische Ausschuss hat jetzt ein Ingenieurbüro für die weiteren Planungen beauftragt. Die Aufträge für die Bauarbeiten sollen Ende Mai vergeben werden.

Sobald die Baufirma feststeht, soll es im Gemeindehaus in Buoch mit Beteiligung der Firma eine Infoveranstaltung für die Bürger geben. Der genaue Termin ist noch nicht bekannt.