Schorndorf

Stadt Schorndorf hilft Gastronomen bei Außenbewirtung

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Die Stadt Schorndorf will die Gastronomie untestützen. Symbolfoto © Gaby Schneider

Das war kein gutes Jahr für die Gastronomie. Im Frühjahr der Lockdown, dann die vorübergehende Wiedereröffnung mit Abstand, weniger Sitzplätzen und Maskenpflicht – und nun die erneute Zwangspause. Während der Sommermonate war für viele Café- und Restaurantbetreiber die Außenbewirtung die einzige Möglichkeit, um zu überleben, jetzt kämpfen viele um ihre Existenz. Um das finanzielle Desaster etwas zu mildern und die erweiterte Außenbewirtung nach der Zwangspause auch in den Wintermonaten zu ermöglichen, übernimmt die Stadt die Kosten für die Herstellung von Fundamenten für Bodenhülsen großer Schirme für Gastrobetriebe in der Schorndorfer Altstadt. Der Gemeinderat hat diesem Antrag der Verwaltung einstimmig zugestimmt. Insgesamt stehen für die Maßnahmen 50 000 Euro zur Verfügung. Mit dem Geld sollen 15 Betriebe unterstützt werden, sagte Wirtschaftsförderin Gaby Koch. Gastronomen, die sich die Mittel sichern wollen, müssen schnell sein: Die Förderung werde nach dem Windhundprinzip vergeben, kündigte Gaby Koch an. Profitieren können davon auch Betreiber, die schon im Oktober ihre Terrassen aufgerüstet haben.

Was ist mit Wirten in den Teilorten?

„Die Welle ist noch nicht gebrochen“, sagte Oberbürgermeister Matthias Klopfer im Gemeinderat. Angesichts der Vielzahl von Infektionen hält er eine Wiedereröffnung der Restaurants im Dezember für wenig wahrscheinlich. Im Gemeinderat stieß der Förder-Vorschlag auf einhellige Zustimmung. „Eine gute Idee“, lobte Gerald Junginger (FDP/FW). Problematisch sei aber, dass nur die Gastronomen in der Altstadt gefördert werden. Aber auch die Gastronomen in den Teilorten und in den Randbereichen sollten unterstützt werden.Wie Gaby Koch auf Nachfrage erklärte, finde deren Außenbewirtung in der Regel allerdings nicht auf städtischem Boden statt. CDU-Rat Thomas Schaal begrüßte die Chance auf optische Einheitlichkeit. „Alle Gewerbetreibenden haben ein Problem“, betonte er. Die Frequenz in der Innenstadt sei durch die Maskenpflicht, die geschlossene Gastronomie und die Appelle, zu Hause zu bleiben, zurückgegangen. „Jeder Euro, der investiert wird, nutzt uns allen“, sagte Sabine Reichle (SPD). Gefordert ist ihrer Ansicht nach aber nicht nur Geld, gefordert seien auch Ideen. Sie erinnerte an die Idee von Schorndorf Centro, die digitalen Angebote der Einzelhändler und der Gastronomie zu veröffentlichen. „Wie können wir Gewerbetreibende besser unterstützen?“, fragte sie und betonte, dass nicht nur Gastronomen und Gewerbetreibende, sondern auch die Künstler betroffen seien.

An den Widerspruch in sich, die Akteure in der Innenstadt unterstützen zu wollen und die Leute gleichzeitig nicht in die Stadt zu locken, erinnerte Gaby Koch. Noch sei die Verwaltung dabei nicht auf den Stein der Weisen gekommen, aber „für jeden Vorschlag offen“.

Einheitliche Öffnungszeiten an den Samstagen im Advent gefordert

Ein Schritt zu mehr Attraktivität wären aus Sicht von Oberbürgermeister Matthias Klopfer schon mal einheitliche Öffnungszeiten der Geschäfte an den Adventssamstagen. Ein Ziel, das trotz zahlreicher Bemühungen bisher nicht erreicht wurde. In den vergangenen Jahren habe die Stadt einiges zur Attraktivitätssteigerung umgesetzt, am Schluss hätten das aber die Händler in der Hand. Auch Gaby Koch hofft nun auf lange Samstagnachmittage im Advent. Sollte es dieses Mal gelingen, werde sie die Werbung für die Öffnung im Advent mit dem Etat der Wirtschaftsförderung unterstützen: „Vielleicht kriegen wir es diesmal hin“, sagte sie optimistisch.

Das war kein gutes Jahr für die Gastronomie. Im Frühjahr der Lockdown, dann die vorübergehende Wiedereröffnung mit Abstand, weniger Sitzplätzen und Maskenpflicht – und nun die erneute Zwangspause. Während der Sommermonate war für viele Café- und Restaurantbetreiber die Außenbewirtung die einzige Möglichkeit, um zu überleben, jetzt kämpfen viele um ihre Existenz. Um das finanzielle Desaster etwas zu mildern und die erweiterte Außenbewirtung nach der Zwangspause auch in den Wintermonaten zu

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