Schorndorf

Stadt Schorndorf ist neuer Träger des Familienzentrums

Familienzentrum
Das Familienzentrum in der Karlstraße. © ALEXANDRA PALMIZI

Die Stadt Schorndorf hat die Trägerschaft des Familienzentrums übernommen. Ein Verein hat die Einrichtung über Jahre aufgebaut und erweitert. Nun wird er seine Arbeit einstellen. Die Verantwortlichen erklären, wie es künftig mit dem Familienzentrum weitergeht.

Das Familienzentrum fungiert als Knotenpunkt. Beratungsstellen, Kleiderladen Pfiffkus, Café und vieles mehr haben hier ihren Platz. Kinder, Erwachsene und Senioren sollen an dem Ort Anschluss, Hilfe oder auch nur einen Platz zum Ausruhen finden. Das soll auch in Zukunft so bleiben, wie Simone Halle-Bosch, die Leiterin der Einrichtung erklärt.

Veränderung hinter den Kulissen

Vielmehr spielen sich die Veränderungen hinter den Kulissen ab. Die bisherigen Mitarbeiterinnen des Familienzentrums sind seit Januar städtische Mitarbeiterinnen. Außerdem übernimmt die Stadt die Personalverwaltung. Bislang musste sich der Verein in ehrenamtlicher Arbeit darum kümmern. Weil der Vorstand aber im Schnitt bereits über 60 Jahre alt ist, wie die Vorsitzende Barbara Lischik-Nickel erzählt und sich keine Nachfolger finden ließen, habe man sich vor einiger Zeit für diese Lösung entschieden. Im Jahr 2000 hatte sie und andere einen Verein für die Errichtung eines Familienzentrums gegründet. „Das war damals eine große Bewegung“, sagt, Lischik-Nickel. Es habe Workshops mit diversen Einrichtungen gegeben. Unter anderem das Rote Kreuz, der Kinderschutzbund und viele andere waren damals beteiligt. „Hilfe zur Selbsthilfe“, sei dabei der Ansatz gewesen, erklärt sie.

Eröffnung im Jahr 2004

Der Startschuss der Einrichtung fiel im Jahr 2004. Immer wieder wurde das Haus erweitert, neue Gruppen kamen hinzu und die Einrichtung wurde immer größer. „Das ist sehr viel Verantwortung für eine Menge Gelder“, sagt die Vereinsvorsitzende. Deshalb habe man sich darauf geeinigt, dass die Einrichtung wohl besser bei der Stadt aufgehoben sei. „Das sollte professionell fortgeführt werden“, sagt die Rechtsanwältin Barbara Lischik-Nickel. Außerdem hofft sie, dass künftig auch einige jüngere Menschen mit im Boot sind. Das Ziel des Vereins, einen Ort wie das Familienzentrum mit niederschwelligen Hilfsangeboten zu schaffen, habe man schließlich ohnehin erreicht.

Auch wenn die Trägerschaft sich ändert, das Team im Familienzentrum bleibt. Simone Halle-Bosch, die Leiterin, denkt beim Abschied des Vereins auch mit ein bisschen Wehmut zurück: „Der ehrenamtliche Vorstand hat viel aufgebaut, ohne den Mut und das Vertrauen in unsere Arbeit wäre all das nicht möglich gewesen“, sagt sie. In der nächsten Zeit müssten durch die Veränderung alle Vereinsstrukturen in die städtische Verwaltung eingegliedert werden. Künftig gehört das Familienzentrum zum Fachbereich „Familie und Soziales“, erklärt Halle-Bosch.

Doch für die Bevölkerung gebe es dadurch keine großen Veränderungen. Ohnehin hätten einige Menschen gedacht, dass es sich um eine städtische Einrichtung handle. Derzeit versucht das Familienzentrum, der Corona-Krise zu trotzen. Einige Angebote finden nun eben digital statt, bestimmte Selbsthilfegruppen und Beratungen dürfen aber auch trotz der Pandemie in die Räume.

Beate Härer lobt die Vernetzung

Beate Härer, die stellvertretende Abteilungsleiterin für Familie und Soziales bei der Stadt, erklärt, dass es auch keine finanziellen Verändernungen gebe. Bislang hat die Stadt die Einrichtung gemeinsam mit Fördermitteln des Bundes finanziert. Künftig sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eben direkt bei der Stadt angestellt. Der Bund fördert das Projekt aber auch weiterhin. Es gehe lediglich um die Trägerschaft. Sie ist froh, dass es in Schorndorf eine Einrichtung wie das Familienzentrum gibt. Über die vergangenen Jahre hätten sich die verschiedenen Einrichtungen in der Stadt optimal untereinander vernetzt, sagt sie.

Die Stadt Schorndorf hat die Trägerschaft des Familienzentrums übernommen. Ein Verein hat die Einrichtung über Jahre aufgebaut und erweitert. Nun wird er seine Arbeit einstellen. Die Verantwortlichen erklären, wie es künftig mit dem Familienzentrum weitergeht.

Das Familienzentrum fungiert als Knotenpunkt. Beratungsstellen, Kleiderladen Pfiffkus, Café und vieles mehr haben hier ihren Platz. Kinder, Erwachsene und Senioren sollen an dem Ort Anschluss, Hilfe oder auch nur einen Platz zum

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper