Schorndorf

Stadtführungen, Tafeln, Stolpersteine: Wie das Museum in Schorndorf präsent ist

Museum
Schorndorf: Das Stadtmuseum ist marode, die Standsicherheit gefährdet. Die Sanierung würde aber 3,4 Millionen Euro kosten. Der Technische Ausschuss diskutiert über mögliche Varianten für ein Stadtmuseum. © Gabriel Habermann

Fast 100 Jahre alt ist das Stadtmuseum Schorndorf – und hat sich in der ganzen Zeit stetig weiterentwickelt. Nur wenige wissen aber, wie sehr die Museumsmacher viele Angebote und das Stadtbild auch außerhalb der Museumsräume bei der Stadtkirche prägen.

Seit 1938 befindet sich das Museum in der ehemaligen Lateinschule am Kirchplatz 9, sagte Museumsleiterin Dr. Andrea Bergler in ihrem Überblick im Technischen Ausschuss. In den 1990er Jahren wurde das Haus der ehemaligen deutschen Schule am Kirchplatz 7 in das Museum einbezogen und dort eine Dauerausstellung zu Handwerk und Industrie sowie zur Kriegs- und Nachkriegszeit eingerichtet. 2004 kam eine Neugestaltung der Vor- und Frühgeschichte im Untergeschoss hinzu. Im selben Jahr wurden die Galerien für Kunst und Technik im Arnold-Areal eröffnet, der technische Teil als Abteilung des Stadtmuseums.

2018 wurde die Forscherfabrik eröffnet

2014 fiel der Beschluss, dort ein Science Center für Kinder einzurichten, das von den Mitarbeitern des Stadtmuseums geplant und realisiert wurde. Anfang 2018 wurde es als „Forscherfabrik Schorndorf“ eröffnet. Während der Planungs- und Realisierungsphase der Forscherfabrik konzentrierte man sich im Stadtmuseum auf Sonderausstellungen, die Etablierung eines museumspädagogischen Programms und die Neugestaltung kleinerer Bereiche, unter anderem zu einzelnen Persönlichkeiten wie Gottlieb Daimler und Reinhold Maier.

Nachdem die Forscherfabrik sehr erfolgreich war, sollte auch das Stadtmuseum mit einem neuen Konzept für mehr Bevölkerungsgruppen attraktiv gemacht werden: Die Museumsleitung schlug deshalb die Neugestaltung der Dauerausstellung vor, die laut Bergler damals bereits veraltet war.

Die städtische Kunstsammlung gehört zum Stadtmuseum

20.000 Objekte von der Frühgeschichte bis zur Nachkriegszeit befinden sich im Stadtmuseum und in den Depots. Dazu kommt die städtische Kunstsammlung mit rund 370 Werken, deren Ausleihe in die Rathäuser von den Museumsmitarbeitern organisiert wird. Inhaltlich habe sich das Stadtmuseum in den vergangenen Jahren auf Sonderausstellungen konzentriert, so Bergler. Dazu kamen Kooperationsprojekte mit Stiftungen oder anderen Partnern.

Auch wer selten oder nie ins Museum geht, stößt auf die Arbeit der Museumsmitarbeiter: Die vielen Stadtführungen sind kaum zu übersehen. Die Mitarbeiter übernehmen unter anderem die Ausbildung der Stadtführer bei den historischen Themen, erstellen Informationstafeln in der Stadt, beraten bei den Patenschaftsgräbern auf dem Alten Friedhof, erstellen historische Infoflyer, organisieren Stolpersteinverlegungen und Gutachten zu historischen Personen. Dazu kommen Sonderprojekte wie die Ausstellung für die Stadt Tulle 2022 zu Schorndorf in den 1950er Jahren oder die Veranstaltung zur Erinnerung an die Deportation der Sinti und Roma. Und wer weiß schon, dass man im Museum heiraten kann? Der Saal des Museums mit den Bildern aus der historischen Gerichtsstube des Rathauses sei ein beliebter Ort für Trauungen, so die Museumsleiterin.

Von 2012 an wurde ein museumspädagogisches Programm entwickelt. Für Kinder gibt es unter anderem Führungen, außerdem ein festes Angebot für Kindergruppen und Schulklassen. Auch Kindergeburtstage können im Museumsatelier gefeiert werden.

Fast 100 Jahre alt ist das Stadtmuseum Schorndorf – und hat sich in der ganzen Zeit stetig weiterentwickelt. Nur wenige wissen aber, wie sehr die Museumsmacher viele Angebote und das Stadtbild auch außerhalb der Museumsräume bei der Stadtkirche prägen.

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Seit 1938 befindet sich das Museum in der ehemaligen Lateinschule am Kirchplatz 9, sagte Museumsleiterin Dr. Andrea Bergler in ihrem Überblick im Technischen Ausschuss. In den 1990er Jahren wurde das Haus der ehemaligen

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