Schorndorf

Tonie-Hörspiel-Figuren sind der Ausleihrenner in der Schorndorfer Stadtbücherei

Tonie-Baum
Büchereimitarbeiterinnen Larissa Marcuccitti und Katja Stüber (von links) haben gemeinsam mit ihrer Kollegin Verena Schieszl den Tonie-Baum für die Kinderabteilung gestaltet. © Gabriel Habermann

Außergewöhnlich – so war das Jahr 2021 in der Stadtbücherei, schon allein wegen der sich ständig ändernden Corona-Regeln. Und doch sieht Büchereileiterin Marianne Seidel im Jahresrückblick auch positive Veränderungen: Dazu gehören neue Angebote für Schulklassen, ein von den Mitarbeiterinnen selbst gebauter „Tonie-Baum“ und das neue Filmstreaming unter www.filmfriend.de. Die Planungen für diese Angebote nahmen ihren Anfang während des ersten Quartals, in dem die Stadtbücherei für ihre Kunden nur per „Click & Collect“ erreichbar war. Von Januar bis Mitte März 2021 durften die Leserinnen und Leser die Stadtbücherei nicht betreten, konnten sich aber ihre Medien bestellen und abholen.

„Es war fast wie eine Zeitreise in die 1950er Jahre, in denen Leser ihre Bücher an der Theke bestellen mussten“, findet Marianne Seidel. Zum Glück erlaubte die Bücherei-Software eine Bestellung von zu Hause aus. Das Team organisierte einen Abholservice an fünf Tagen – und die Nutzerinnen und Nutzer waren dankbar für die Ausleihmöglichkeit. Ab Mitte März war der Büchereibesuch in Präsenz wieder möglich und näherte sich schrittweise der Normalität, bis im August die Zugangsregel „3G“ in Kraft trat.

34 000 Besucherinnen und Besucher

Vor diesem Hintergrund lassen sich die Besucher- und Ausleihzahlen nicht mit denen der Vorjahre vergleichen. 34 000 Besucher/-innen kamen 2021 in die Stadtbücherei (2020 waren es 58 200). 4000 Menschen nutzten die Bibliothek mit einem eigenen Ausweis und sorgten insgesamt für 170 000 physische und 42 000 digitale Entleihungen. Besonders häufig entliehen wurden Kindermedien. Ausleihrenner waren die Tonie-Hörspiel-Figuren, die im Handel bis zu 15 Euro kosten: Sie sind sehr begehrt und werden seit dem Frühjahr an einem eigens gestalteten Baum in der Kinderabteilung präsentiert. Sehr beliebt waren außerdem Kinder-CDs, Gesellschaftsspiele sowie Konsolenspiele für die Switch.

Insgesamt besaß die Stadtbücherei zum Jahresende 46 000 ausleihbare Titel. Auf Aktualität und Attraktivität der Medien wird großen Wert gelegt: 95 Prozent der Romane und 78 Prozent der Sachbücher sind maximal zehn Jahre alt. 2021 wurden knapp 6000 neue Titel gekauft.

Etwa zehn Prozent der Nutzer nahmen ausschließlich digitale Medien aus der Onleihe in Anspruch. Unter www.onleihe.de/rems-murr stehen aktuell 30 000 E-Medien zur Verfügung, zum größten Teil sind es E-Books. Die digitalen Ausleihen stiegen um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das neue Filmstreaming-Angebot wurde von mehr als 300 Kunden getestet, die sich insgesamt 1400 Filme ansahen.

In der ersten Jahreshälfte mussten allerdings alle bibliothekspädagogischen Angebote entfallen. Danach gab es für Schulen aber gleich zwei neue Bausteine: Für die Sekundarstufe 1 wurde ein Klassenworkshop entwickelt, der die Themen MINT und Nachhaltigkeit auf experimentelle Art und Weise miteinander verbindet. Sieben Klassen des Max-Planck-Gymnasiums testeten das Angebot, das 2022 im Rahmen eines Förderprojektes der Telekom-Stiftung weiterentwickelt wird. Die Grundschulen erwartete ein neues Planspiel „Die FakeHunter Junior“. Es sensibilisiert Kinder in Klasse vier für einen kritischen Umgang mit digitalen und analogen Medien. Dabei werden sie spielerisch an Methoden herangeführt, um Falschinformationen zu erkennen.

Geheimtipp Ortsbücherei Weiler

Als einziger Teilort verfügt Weiler über eine eigene Ortsbücherei. Sie befindet sich im Rathaus Weiler und konnte 2021 nur an 26 Donnerstagnachmittagen öffnen. „Es besuchten 1160 Personen die Ortsbücherei, an jedem Öffnungstag kamen innerhalb von drei Stunden also durchschnittlich 45 Personen. In den relativ wenigen Öffnungsstunden war also immer viel los!“, resümiert Karin Frenz, die die Ortsbücherei leitet. Kinder und Romanleser/-innen finden dort eine reichhaltige Auswahl mit fast 6000 Medien. Die kleine Bücherei ist offenbar ein Geheimtipp: Begehrte Bücher und Bestseller bekommt man hier manchmal schneller als in der Stadtbücherei, weil weniger Titel vorgemerkt werden.

Außergewöhnlich – so war das Jahr 2021 in der Stadtbücherei, schon allein wegen der sich ständig ändernden Corona-Regeln. Und doch sieht Büchereileiterin Marianne Seidel im Jahresrückblick auch positive Veränderungen: Dazu gehören neue Angebote für Schulklassen, ein von den Mitarbeiterinnen selbst gebauter „Tonie-Baum“ und das neue Filmstreaming unter www.filmfriend.de. Die Planungen für diese Angebote nahmen ihren Anfang während des ersten Quartals, in dem die Stadtbücherei für ihre Kunden

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