Schorndorf

Traumpalast Schorndorf: Wie‘s im Sommer lief und was Lochmann zur 2G-Regel sagt

Lochmann
Heinz Lochmann im leeren Schorndorfer Kinosaal? So soll’s am Wochenende, 10. und 11. September, auf keinen Fall sein. © Benjamin Büttner

Endlich wieder Kino! Seit dem 8. Juli haben die Lichtspieltheater von Heinz Lochmann wieder geöffnet. Nach einer monatelangen Schließung konnten sich Filmliebhaber auf eine Vielzahl neuer Filme freuen, darunter „Dune“, „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ und „After love“, die allesamt beim Publikum sehr gut ankamen.

Doch die Wiedereröffnung fiel teilweise in die Urlaubszeit. Eigentlich kein günstiger Zeitpunkt für einen Start. Heinz Lochmann erklärt dazu: „Normalerweise ist der Sommer immer etwas ruhiger. Und dieses Jahr wäre er es sowieso geworden - wegen der Fußball-EM“.

Aus Kinobesitzer-Sicht war das schlechte Wetter toll. Unter anderen Umständen hätte es wahrscheinlich für einen der besten Kinosommer aller Zeiten gesorgt. Für die Zeit, die das Kino offen hatte, lief das Geschäft aber trotzdem sehr ordentlich, sagt der Kinomogul. Immerhin waren seine Kinos ganze neun Monate am Stück geschlossen. Natürlich sei man noch längst nicht im Normalmodus.

Verluste im zweistelligen Millionenbereich

Mit der neuen Corona-Verordnung kann man das Kino wieder voll bestuhlen, so Lochmann. Das sei aber schwierig. Nach wie vor hätten viele Menschen zu große Angst vor Corona. „Da bricht einfach eine gewisse Klientel weg, die sich unsicher ist und sich - aus ihrer Sicht - nicht dieser Gefahr aussetzen will“, so Heinz Lochmann.

Auf die Frage, wie er zur neuen Corona-Verordnung steht, erklärt Heinz Lochmann: „Verständnis für die neuen Regeln habe ich schon. Ich will meinen Teil dazu beitragen, dass man Corona in den Griff bekommt.“ Allerdings gebe es eine gewisse Ungleichbehandlung - gerade im Hinblick auf den Kunst- und Kulturbereich. Das liege aber in der Natur der Sache. „Wer nichts macht, der macht auch nichts verkehrt“, so Lochmann. Und er will nicht derjenige sein, der entscheiden muss.

Sollte es je so weit kommen, dass die Alarmstufe erreicht werde, vermutet Lochmann, dass aus der 2G-Regel ziemlich bald eine 1G-Regel wird. Denn die Immunität der Genesenen ist nach einem halben Jahr nicht mehr gegeben. Lochmann will aber niemandem vorschreiben, sich impfen zu lassen. „Ich selbst bin geimpft, aber wir sind hier ein freies Land“, betont er. Wer sich nicht impfen lasse, gehe das Risiko eines möglicherweise schweren Corona-Verlaufs ein. Das müsse derjenige aber am Ende selber tragen.

Heinz Lochmann will seinen Kinobetrieb nicht mit Hilfen aufrechterhalten 

Die Verluste in seinen Kinos für das vergangene Jahr liegen laut Heinz Lochmann im zweistelligen Millionenbereich. „Wobei man der Fairness halber sagen muss, die staatlichen Hilfen sind zum Teil angekommen“, sagt er. Dafür ist Heinz Lochmann sehr dankbar. Aber er ist kein Mensch, der seinen Betrieb mit Hilfen aufrechterhalten will. Viel lieber ist ihm, sein Geschäft zu machen und seine Steuern zu zahlen.

Die Besucherzahl in seinen Kinos liege normalerweise bei circa eineinhalb Millionen. Aufgrund der Corona-Pandemie kamen gerade einmal circa 50 Prozent der Besucherinnen und Besucher. Dafür, dass das Wetter dieses Jahr sehr schlecht war, seien es zu wenig Kinogänger gewesen. Ohne Corona wären nach Ansicht des Kinobesitzers weitaus mehr Menschen gekommen. Jetzt hofft Heinz Lochmann, dass der neue James-Bond-Streifen „Keine Zeit zu sterben“ die Besucherzahlen noch einmal ankurbeln wird. Anlaufen wird der Film am 30. September.

Endlich wieder Kino! Seit dem 8. Juli haben die Lichtspieltheater von Heinz Lochmann wieder geöffnet. Nach einer monatelangen Schließung konnten sich Filmliebhaber auf eine Vielzahl neuer Filme freuen, darunter „Dune“, „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ und „After love“, die allesamt beim Publikum sehr gut ankamen.

Doch die Wiedereröffnung fiel teilweise in die Urlaubszeit. Eigentlich kein günstiger Zeitpunkt für einen Start. Heinz Lochmann erklärt dazu: „Normalerweise ist

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