Schorndorf

Trotz Öffnung der Läden: In Schorndorf ist nicht viel los

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Keine Schlangen vor den Geschäften: Trotz der Wiedereröffnung blieb es in der Innenstadt, wie hier beim Bekleidungsgeschäft Brothers, sehr ruhig. © Gaby Schneider
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Andreas Uhlig in seinem Laden. © Gaby Schneider
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Schilder weisen auf die Auflagen hin. © Gaby Schneider
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Susanne Kettner (links) und Andrea Andresen freuen sich, bei Carl Max Meyer Kunden beraten zu können. © Gaby Schneider

Es ist ruhig in der Innenstadt. Hier und da sieht man zwar Menschen in die Läden gehen, doch alles in allem ist nicht viel los. Denn auch wenn der Einzelhandel unter bestimmten Auflagen wieder geöffnet hat, bleiben die Kunden am Freitagvormittag zunächst zurückhaltend. Für Click and Meet wird ein tagesaktueller Coronatest gebraucht, Hygienemaßnahmen vor Ort müssen eingehalten werden und Kontakte müssen von den Läden selbst dokumentiert werden. Ist es den Leuten zu viel, sich extra für einen Stadtbummel testen zu lassen oder ihren Impfnachweis vorzulegen? Die Ladeninhaber vermuten, dass viele noch gar nicht wissen, dass man tatsächlich wieder in die Läden gehen darf.

Noch herrscht große Unsicherheit bei den Kunden

Nicht alle Geschäfte in der Innenstadt öffnen sofort ihre Tore: Das Kaufhaus Bantel bleibt überraschenderweise noch mindestens bis zum 27. Mai geschlossen. Wie das Unternehmen unter anderem auf seiner Webseite verkündet, können die Mitarbeiter die aktuellen Anforderungen, wie das Überprüfen von Testnachweisen, nicht leisten. Geschäftsführerin Christina Bantel-Wild setzt dagegen auf weiter sinkende Inzidenzzahlen und hofft darauf, ab dem 28. Mai ganz ohne Kontrollen öffnen zu dürfen. „Wir freuen uns sehr darauf, dann wieder mit voller Kraft und Engagement für Sie da zu sein. Wir bitten um Verständnis in diesen außergewöhnlichen Zeiten“, sagt Christina Bantel-Wild.

Bei Carl Max Meyer am Marktplatz kommen vereinzelt Kunden in den Laden. Von großem Andrang ist nichts zu sehen. Trotzdem freut sich Inhaberin Andrea Andresen, endlich wieder öffnen zu können: „Das ist ja Sinn und Zweck eines Ladens, dass sich unsere Kunden darin umschauen können.“ Trotzdem ist die Verunsicherung vieler Menschen groß, sagt sie. Viele Leute rufen an und erkundigen sich erst mal, unter welchen Voraussetzungen sie überhaupt kommen dürfen. Andrea Andresen glaubt, dass das auch mit den vielen Änderungen der Corona-Maßnahmen in den vergangenen Monaten zusammenhängt. Das ständige Hin und Her scheint die Menschen langsam müde zu machen. Eine Kundin sieht das allerdings anders und weist darauf hin, dass sie sich mit Testnachweis im Laden deutlich wohler fühlt als im überfüllten Supermarkt. Noch will Andrea Andresen kein abschließendes Urteil über die Wiedereröffnung fällen. Die zwei Tage vor dem Wochenende bezeichnet sie als „Probedurchlauf“ und will abwarten, wie sich die Situation entwickelt.

Klamotten können wieder vor Ort anprobiert werden

Im Bekleidungsgeschäft Brothers, das auf der anderen Seite des Markplatzes liegt, durchstöbert eine Kundin die Kleiderständer vor dem Laden. Sie erzählt, dass sie sich durchaus auf die Öffnung der Läden gefreut hat, auch wenn es nur ein „kleiner Fortschritt“ sei. Trotzdem befürchtet sie, dass die Inzidenz schon bald wieder steigen könnte und die Corona-Maßnahmen wieder verschärft werden müssen. Auch ihr ist eine gewisse Verunsicherung im Bezug auf die Corona-Maßnahmen anzumerken. „Mittlerweile weiß man nicht mehr so recht, was wirklich Sache ist“, sagt sie. Filialleiterin Ramona Blum erzählt, dass auch bei Brothers am Freitag kaum etwas los ist. Viele Kundinnen und Kunden seien genervt davon, sich vor dem Einkaufsbummel testen lassen zu müssen. Deshalb leistet sie zusätzliche Aufklärungsarbeit: „Wenn man den Leuten erklärt, wo und wie einfach man sich überall testen lassen kann, klappt es besser.“ Ramona Blum freut am meisten, dass ihre Kundinnen endlich wieder selbst durch den Laden laufen und Sachen vor Ort anprobieren können. Gerade bei Klamotten seien sie mit Online-Bestellungen sehr zurückhaltend.

Bei Lederwaren Uhlig in der Johann-Philipp-Palm-Straße ist die Stimmung gut. Die Öffnung seines Ladens freut Inhaber Andreas Uhlig sehr. Trotzdem, erzählt er, verhalten sich die Kundinnen und Kunden so zurückhaltend wie in den Wochen zuvor. „Kaum ein Kunde versteht die Regelung mit den fünf Werktagen.“ Um die Menschen wieder in seinen Laden zu locken, setzt Andreas Uhlig auf bunte Ware in seinem Sortiment. Er sagt, dass die Leute nach dieser tristen und farblosen Zeit gerne farbenfrohe Taschen und Geldbeutel kaufen. Da er auf die Vernunft der Menschen setzt und auch schon seit längerer Zeit die Luca-App in Betrieb hat, sieht er die Lage weiterhin entspannt.

Es ist ruhig in der Innenstadt. Hier und da sieht man zwar Menschen in die Läden gehen, doch alles in allem ist nicht viel los. Denn auch wenn der Einzelhandel unter bestimmten Auflagen wieder geöffnet hat, bleiben die Kunden am Freitagvormittag zunächst zurückhaltend. Für Click and Meet wird ein tagesaktueller Coronatest gebraucht, Hygienemaßnahmen vor Ort müssen eingehalten werden und Kontakte müssen von den Läden selbst dokumentiert werden. Ist es den Leuten zu viel, sich extra für einen

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