Schorndorf

Ukraine: Erneut Hilfstransport von Aktion Straßenkinder angekommen

Aktion Straßenkinder
Hilfe in der Ukraine © privat

Das Leiden der Menschen in der Ukraine nimmt kein Ende. Noch immer sind unzählige Männer, Frauen und Kinder auf die Hilfe aus dem Westen angewiesen. Ungebrochen ist glücklicherweise aber auch die Spendenbereitschaft. Bereits seit Ausbruch des Krieges hat der Schorndorfer Verein Aktion Straßenkinder 40-Tonner-Lastwagen mit Spenden ins Krisengebiet geschickt. Vergangene Woche hat wieder einer der Hilfstransporte die Stadt Sarny erreicht, wo die Sachspenden umgepackt wurden.

Mit Flüchtlingsbussen werden die Spenden weitergeschickt

Die Stadt zwischen Kiew und Tschernobyl ist noch lange nicht die Endstation der dringend benötigten Hilfsgüter wie Decken, Kleidung, Hygieneartikel, Verbandsmaterial und Konserven. „Dort werden die Hilfsgüter auf kleine Transporter umgeladen, die dann in die Kriegsgebiete weiterfahren“, sagt der Vereinsvorsitzende Uwe Waltersbacher. „Erst dort werden die Sachen dann verteilt.“ Angesichts der oft schmalen und schlecht ausgebauten Straßen in der Ukraine sei es für die 40-Tonner unmöglich, die kleinen Dörfer zu erreichen.

Dieses Mal hätten die Männer aber nicht nur kleine Transporter nutzen können, sondern auch Reisebusse und Züge, die zum Transport von Flüchtlingen eingesetzt worden seien. „Die Flüchtlingsbusse, die die Leute aus den Kampfgebieten rausgebracht haben, wären sonst leer zurückgefahren“, erklärt er. In den Bussen seien die Hilfsgüter auf den Sitzen mit Gurten befestigt und so verschickt worden. Zurück seien die Busse dann wieder mit Flüchtlingen aus den umkämpften Gebieten gekommen.

Fünf Wochen nach Ausbruch des Krieges wird die Lage der Menschen in der Ukraine immer dramatischer. Hilfe ist nötiger denn je. Auch für die Aktion Straßenkinder ist klar, dass die Hilfstransporte vor Ort weiter gebraucht werden.

„Wir werden die Transporte so lange fortsetzen, wie die Spenden kommen und wir es als Verein stemmen können“, sagt Uwe Waltersbacher. Nach Angaben des Vereins kostet ein Transport rund 2000 Euro für Lkw, Fahrer und Kraftstoff. Neben Sachspenden freut sich der Verein deshalb auch über Geldspenden, um die Hilfsgüter verschicken zu können.

Das DRK bittet um Kinderkleider

Auf Sachspenden hofft weiterhin auch das DRK, das bereits rund 50 Erwachsene und 30 Kinder, die aus der Ukraine geflohen und im Kreis angekommen sind, mit einer Erstausstattung versorgt hat. Die Verteilung von Kleidung, Hygiene- und Pflegeartikeln läuft über die drei Kleiderstuben Backnang, Schorndorf und Winnenden.

„Wir suchen nach wie vor Kleidung, vor allem Kinderkleidung ab Größe 110“, sagt Josef Herbert, Bereitschaftsleiter des Schorndorfer Ortsvereins. Die Spenden könnten den ganzen Tag im DRK-Haus, Lortzingstraße 48, abgegeben werden.

DRK bittet um Terminvereinbarung

Für Familien aus der Ukraine, die nun eingekleidet werden müssen, sollte im Vorfeld ein Termin vereinbart werden, damit auch der normale Verkauf an die Bedürftigen aus der Stadt ablaufen kann. Nach Angaben des DRK können Familien aus der Ukraine während der regulären Öffnungszeiten freitags zwischen 14 und 16 Uhr nicht eingekleidet werden.

Auch Kleiderspenden werden zu dieser Zeit nicht entgegengenommen. Termine für die Geflüchteten können im Vorfeld mit der Leiterin der Kleiderstube Birgit Kralisch vereinbart werden: 0 71 51/20 02-67, birgit.kralisch@drk-rems-murr.de.

Gespendet werden sollten nur gute, gewaschene, in Säcken oder Tüten verpackte Kleidungsstücke. Verdrecke Arbeitskleidung sei unerwünscht. Auch Spielzeug und Bettwäsche – die die Stadt Schorndorf für die Unterbringung der Flüchtlinge gesucht hatte – werden aktuell nicht entgegengenommen, gern aber ordentliche und sofort tragbare Kleidung.

Das Leiden der Menschen in der Ukraine nimmt kein Ende. Noch immer sind unzählige Männer, Frauen und Kinder auf die Hilfe aus dem Westen angewiesen. Ungebrochen ist glücklicherweise aber auch die Spendenbereitschaft. Bereits seit Ausbruch des Krieges hat der Schorndorfer Verein Aktion Straßenkinder 40-Tonner-Lastwagen mit Spenden ins Krisengebiet geschickt. Vergangene Woche hat wieder einer der Hilfstransporte die Stadt Sarny erreicht, wo die Sachspenden umgepackt wurden.

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