Schorndorf

Umgestaltung der Feuerseestraße belastet Verkehr

1/3
Schorndorf Feuerseestrasse Verkehrschaos
Die Feuerseestraße in Schorndorf © Christine Tantschinez
2/3
_1
Bauabschnitt 1
3/3
_2
Bauabschnitt 2

Schorndorf. Ursprünglich hatte die Umgestaltung der Feuerseestraße zwischen dem Schiller- und dem Reinhold-Maier-Platz, die vom kommenden Montag an realisiert wird, nichts mit der Remstal-Gartenschau 2019 zu tun, sondern war Bestandteil des Radwegekonzepts. Als Gartenschau-Projekt geadelt worden ist das Vorhaben erst durch die Planung von Gartenschauplaner Prof. Jörg Stötzer.

Die Feuerseestraße ist somit, wie Bürgermeister und Gartenschau-Geschäftsführer Thorsten Englert sagt, das erste einer Vielzahl von Gartenschau-Projekten, die 2018 realisiert werden sollen, wobei die meisten erst noch ausgeschrieben werden müssen – verbunden mit der Hoffnung, dass sich auch genügend leistungsfähige Firmen finden, die alle diese Maßnahmen im gewünschten Zeitraum umsetzen können.

Gravierende Auswirkungen auf den Verkehr möglich

Eines freilich ist jetzt schon klar und gilt im besonderen Maße auch für die Feuerseestraße: Einige diese Investitionen haben Baustellen zur Folge, die mehr oder weniger gravierende Auswirkungen auf den Verkehr haben. Was im konkreten Fall bedeutet, dass die Feuerseestraße auf besagtem Abschnitt jeweils für mehrere Wochen nur in einer Richtung befahrbar ist und für die jeweils andere Fahrtrichtung eine Umleitungsstrecke ausgeschildert werden muss.

„Wir werden alles tun, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten“, verspricht Thorsten Englert, wohl wissend, dass es zumindest am Anfang immer Probleme und Ärger gibt – mit Autofahrern ebenso wie mit Anwohnern. Die Sanierung der Uhlandstraße ist dafür ein warnendes Beispiel. Herbert Schuck, Fachbereichsleiter Tiefbau, ist unter diesen Umständen froh, dass der Gemeinderat entschieden hat, dass im Hinblick auf die Gartenschau nicht auch noch die Johann-Philipp-Palm-Straße und der Tuller Platz umgebaut werden, weil das zu weiteren Belastungen geführt hätte.

Eine einseitige Allee mit neun japanischen Schnurbäumen

Drei Monate sind für die Umgestaltung der Feuerseestraße, deren Erkennungszeichen ein beidseitiger Radweg und eine Baumallee auf der östlichen, Richtung Reinhold-Maier-Platz also rechten Seite sein werden. Bestückt werden soll dieser Alleestreifen mit insgesamt neun japanischen Schnurbäumen, weil es sich, so Herbert Schuck, bei dieser Baumart um einen sehr robusten Baum handelt, der diesen Standort unmittelbar neben einer viel befahrenen Straße verträgt. Beidseits der Fahrbahn mit künftig nur noch zwei Fahrspuren, die jeweils 2,75 Meter breit sind, verlaufen nach dem Umbau zwei jeweils 1,25 Meter breite Radstreifen, die durch eine weiße Markierung von der Fahrbahn abgesetzt und nur in den Bereichen, wo sie eine Gebäudezufahrt kreuzen, rot markiert werden.

Insgesamt verbleibt also eine Fahrbahnbreite von acht Metern – genug, dass im Notfall auch einmal drei Fahrzeuge aneinander vorbeikommen. Dass die Fahrbahn mit einem lärmmindernden Belag, dem sogenannten Flüsterasphalt belegt wird, ist dem Lärmaktionsplan geschuldet. Die beiden Gehwege heben sich von der Fahrbahn durch einen Betonsteinbelag ab.

Bloß kein Schnee

„Was wir jetzt nicht brauchen könnten, wären ein Kälteeinbruch oder Schnee“, meint Thorsten Englert mit Blick auf die mit rund drei Monaten veranschlagte Bauzeit. Herbert Schuck und Projektleiter Sören Lenz von den Stadtwerken beziehungsweise den Zentralen Diensten sehen das mit dem Wetter nicht so dramatisch. Einerseits, weil zunächst einmal mit dem Gehweg auf der westlichen Seite angefangen wird – ohnehin steht während der gesamten Bauzeit immer nur auf einer Straßenseite ein Gehweg zur Verfügung –, andererseits, weil keine tiefgreifenden Arbeiten etwa für Kanalauswechslungen erforderlich sind.

Lediglich Glasfaserkabel für schnelles Internet werden im neuen Straßenraum verlegt, so dass auch gleich direkte Hausanschlüsse möglich sind. Damit, so Schuck, seien die Arbeiten auch in zeitlicher Hinsicht viel weniger aufwendig und nicht mit zusätzlichen Risiken behaftet. Und, ergänzt Sören Lenz, die Arbeiten könnten so getaktet werden, dass jeweils Tagesbaustellen eingerichtet werden, was den Vorteil hat, dass die Zufahrt zu den Grundstücken meistens gewährleistet ist.

Neugestaltung macht Verbindungen attraktiver

Mit der Neugestaltung der Feuerseestraße, mit der aus Sicht der Verwaltung für Fußgänger und Radfahrer eine im Vergleich zum jetzigen Zustand wesentlich attraktivere Verbindung zwischen den Gartenschau-Fixpunkten Stadtpark und Feuersee beziehungsweise Alter Friedhof geschaffen wird, betraut worden ist die Bietergemeinschaft Klöpfer/Epple (Winnenden/Remseck), die den Zuschlag für ihr sich auf rund 420 000 Euro belaufendes Angebot bekommen hat.