Schorndorf

Umstrittener Ex-Chef der Schorndorfer Stadtwerke ist jetzt Kämmerer in Birkenfeld

Stadtwerke SDT Net
Andreas Seufer, bis Februar 2020 Geschäftsführer der Schorndorfer Stadtwerke. © Benjamin Büttner

„Auf eigenen Wunsch“, vermeldete die Stadt im Februar 2020, hat Andreas Seufer die Stadtwerke als Geschäftsführer verlassen – „mit sofortiger Wirkung“, weil er sich einer neuen beruflichen Herausforderung stellen wollte. Und obwohl sich alle Beteiligten damals eine absolute Verschwiegenheitspflicht auferlegt haben, ganz so geräuschlos war der Weggang Seufers in der Folge dann doch nicht. Im Gegenteil: Er entwickelte sich zu einem kommunalpolitischen Donnerschlag, der die Stadtwerke und auch die Stadtverwaltung nachhaltig erschüttert hat.

Denn bald war in der Stadt davon die Rede, dass Seufer ein Herrschaftsregiment mit einem problematischen Führungsstil implantiert hatte, der etliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überforderte. Und so waren es Anfang 2020 weniger finanzielle Unregelmäßigkeiten als ein mit viel Insiderwissen gespickter anonymer Brief, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

Ein kurzes Geschäftsführer-Intermezzo

Im Nachgang gab es im städtischen Eigenbetrieb nicht nur eine Kündigungswelle unter den Führungskräften, sondern auch ein wenig glückliches Intermezzo mit dem neuen Geschäftsführer Marcus Bort, von dem sich die Stadtwerke schon nach nicht mal zwei Monaten wieder trennten. Mittlerweile scheint Ruhe eingekehrt zu sein bei den Stadtwerken. Es ist mit Daniel Beutel als kaufmännischem und Christoph Baier als technischem Geschäftsführer eine Doppelspitze installiert.

Auch um Andreas Seufer selbst ist es still geworden. Er hat zu den Geschehnissen um seinen Weggang nie öffentlich Stellung bezogen. In Birkenfeld im Enzkreis, in direkter Nachbarschaft zu Pforzheim, hat sich der Betriebswirt mit einer Unternehmensberatung selbstständig gemacht. Jetzt wurde bekannt, dass er Kämmerer in seiner Heimatgemeinde geworden ist. Auf eine Presseanfrage zu seiner neuen beruflichen Situation und der Schorndorfer Vergangenheit hat er nicht reagiert.

„Auf eigenen Wunsch“, vermeldete die Stadt im Februar 2020, hat Andreas Seufer die Stadtwerke als Geschäftsführer verlassen – „mit sofortiger Wirkung“, weil er sich einer neuen beruflichen Herausforderung stellen wollte. Und obwohl sich alle Beteiligten damals eine absolute Verschwiegenheitspflicht auferlegt haben, ganz so geräuschlos war der Weggang Seufers in der Folge dann doch nicht. Im Gegenteil: Er entwickelte sich zu einem kommunalpolitischen Donnerschlag, der die Stadtwerke und auch

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