Schorndorf

Unbekannte zerstören AfD-Plakate in Schorndorf und Winterbach

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Ortsschild von Schorndorf. © Joachim Mogck

Kaum aufgehängt, schon gestohlen – mit diesen Worten beginnt eine Pressemitteilung von Stephan Schwarz, Bewerber zur Landtagswahl für die Alternative für Deutschland (AfD) im Wahlkreis 16 Schorndorf. Es geht um AfD-Plakate, die in der Nacht auf Sonntag beschädigt oder teilweise weggeworfen wurden.

Unter anderem waren diese in der Nähe des Schorndorfer Feuersees rund 24 Stunden nach Anbringung bereits wieder weg oder lagen, abgetrennt am Kabelbinder, achtlos auf dem Gehweg. „Dabei nahmen der oder die Täter billigend in Kauf, dass der Wind die Plakate auch in den See trägt und somit nicht nur den Ehrenamtlichen der AfD, sondern auch der Stadtreinigung zusätzliche Arbeit gemacht hätte“, merkt Stephan Schwarz an.

Aber nicht nur Schorndorf sei Ort der Zerstörungswut gewesen – in der Umgebung des Bahnhofs Winterbach sei außerdem nach etwa drei Stunden ein Plakat mit der Forderung nach günstigerem Strom gewaltsam heruntergerissen worden. Die AfD habe die Plakate umgehend repariert oder ersetzt. „Dass Unbekannte Plakate zerstören, beschädigen oder auch beschmieren, werden wir in Zeiten der Landtagswahl wohl noch häufiger erleben“, so Polizeipressesprecher Robert Kreidler. Der AfD-Fall vom vergangenen Wochenende sei der Polizei noch nicht bekannt, aber Schwarz kündigt in seinem Schreiben an, dass Diebstähle und Sachbeschädigungen von AfD-Mitgliedern protokolliert und konsequent zur Anzeige gebracht werden. Laut Kreidler ist das Zerstören von Wahlplakaten ein „gewohntes Bild“ – und dabei ist es egal, welche Partei es trifft. Stephan Schwarz appelliert an die demokratische Fairness: „Wer keine Argumente hat, der wendet Gewalt an. Vielleicht wollen die Täter aber auch einfach mehr für den Strom bezahlen, keinen erschwinglichen Wohnraum, keine Stärkung der Familie und keine Nulltoleranz gegenüber Terroristen und Gewalttätern? Diese feigen Attacken können uns nicht davon abhalten, am demokratischen Wettbewerb um die besten Konzepte teilzunehmen! Ich fordere alle Demokraten auf, gegen gewalttätige Nichtdemokraten klare Kante zu zeigen!“

Wo immer es möglich ist, verwendet die AfD Rems-Murr aus ökologischen Gründen ältere und instand gesetzte Wahlplakate. Bei vergangenen Wahlen hatte die AfD Rems-Murr Verluste an Plakaten in Höhe von bis zu 80 Prozent zu beklagen.