Schorndorf

Und doch: Wie der Verein "Gute Nachbarschaft im Mühlenviertel" trotz Pandemie einen leuchtenden Adventskalender organisiert hat

Adventskalender
Ein Leuchten im Advent: Nachbarn und Bewohner des Mühlenviertels freuen sich an gestalteten Fenstern, die einen Adventskalender bilden. © Ralph Steinemann Pressefoto

Es geht ein Leuchten durchs Mühlenviertel. Symbolisch, aber auch ganz praktisch. Zum Beispiel am Fenster der Cafeteria des Mehrgenerationenhauses Mühlbachhaus. Dort findet sich eine Winterlandschaft, ein künstlerisches Scherenschnittbild, ein fast märchenhaft anmutendes Motiv in der Weihnachtszeit. Die stimmungsvoll ausgeleuchtete Verheißung weißer Weihnachten hat am ersten Adventstag den Auftakt für einen erlebbaren Adventskalender gemacht, den der Verein „Gute Nachbarschaft im Mühlenviertel“ unter dem Motto „Das Mühlenviertel leuchtet“ organisiert hat. Unter veränderten Bedingungen, doch mit ungebrochener Freude daran, Begegnungen und Kontakte zu ermöglichen, auch in coronabedingt schwierigen Zeiten.

Denn auf einiges, was der Verein bisher bei seinem Adventskalender geboten hat, müssen die Teilnehmer in diesem Jahr verzichten. Normalerweise, immerhin gibt es den organisierten Adventskalender des Vereins in diesem Jahr bereits zum dritten Mal, wird gemeinsam gesungen, es wird eine Geschichte vorgelesen, dazu isst man Kekse und trinkt Punsch, erzählt Monica Kaiser, Beisitzerin des Vereins „Gute Nachbarschaft im Mühlenviertel“.

„Die Kinder sind immer dabei“

Und, freuen sich die Macher, bis jetzt haben sich jedes Jahr Teilnehmer für alle 24 Adventstage gefunden, die bereit waren, etwas zu dekorieren und vorzubereiten. Ein Anliegen ist's dem Verein, „Beziehungen im Quartier zu pflegen und neue zu knüpfen“, erklärt die Zweite Vorsitzende Christa Hess. Und, ganz wichtig: „Die Kinder sind immer dabei.“

So kommen mehrere Generationen zusammen, und übrigens auch nicht nur die Bewohner des Mühlbachhauses. Beim erlebbaren Adventskalender machen auch der Familientreff von St. Markus, das Zentrum für internationale Begegnungen, die Wohngemeinschaft der Diakonie Stetten sowie das Hotel „Gruber“ mit. Besucher kommen aus den umliegenden Straßen in der Nachbarschaft dazu. „Wir dehnen uns aus“, meint Christa Hess zufrieden.

Damit der Kalender im Advent funktioniert, beginnt der Verein bereits Ende Oktober mit den Vorbereitungen. In diesem Jahr ging's erst mal darum, festzustellen, was pandemiebedingt überhaupt möglich ist. Vereinsvorstandsvorsitzender Dr. Gunter Kaiser hat dazu mit dem Ordnungsamt telefoniert. „Nichts essen, nichts trinken, nicht singen“, hieß es dort. „Unsere zentralen Punkte waren damit erledigt“, schmunzelt Dr. Kaiser. Aber: „Es ist trotzdem schön.“

Denn wenn auch Kekse, Punsch und Lieder wegfallen, schauen, das geht. So lag die Idee nahe, an jedem Adventsabend ein Fenster, eine Tür oder einen Zaun im Viertel zu schmücken und mit einer Lichterkette zum Leuchten zu bringen. Die gibt es vom Familienzentrum für jeden, der einen Beitrag zum Adventskalender leistet. Briefe wurden erstellt und informieren über die Stationen. „Jeden Tag wird ein Fenster mehr erleuchtet“, informiert Monica Kaiser, ein schöner Anlass für einen Spaziergang.

An der Wendeplatte nahe dem Mehrgenerationenhaus, einem Treffpunkt im Areal, wurden Tannenbäume geschmückt. Auch an die Kleinen ist gedacht: „An jedem Sonntag passiert was für die Kinder“, kündigt Monica Kaiser an. So kommt der Nikolaus und verteilt Eingepacktes, weiterhin gibt es Bastelanleitungen und Rätsel, für deren Lösung kleine Preise winken.

Auf die Erwachsenen warten ebenfalls Überraschungen, wie beispielsweise kleine verpackte Blumenzwiebeln, die als rote Kugeln am Baum hingen und eine charmante Verbindung ins neue Jahr schaffen. „So kommen immer wieder neue Ideen auf“, freuen sich die Macher.

Doch um kleine Geschenke oder aufwendig gestaltete Fenster geht es natürlich nicht. „Im Vordergrund steht die Begegnung, miteinander reden, spazieren gehen“, unterstreicht Dr. Kaiser.

Es geht ein Leuchten durchs Mühlenviertel. Symbolisch, aber auch ganz praktisch. Zum Beispiel am Fenster der Cafeteria des Mehrgenerationenhauses Mühlbachhaus. Dort findet sich eine Winterlandschaft, ein künstlerisches Scherenschnittbild, ein fast märchenhaft anmutendes Motiv in der Weihnachtszeit. Die stimmungsvoll ausgeleuchtete Verheißung weißer Weihnachten hat am ersten Adventstag den Auftakt für einen erlebbaren Adventskalender gemacht, den der Verein „Gute Nachbarschaft im

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