Schorndorf

VfB-Trikot für Terence Hill

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Stephan Widlicky könnte Halleluja singen: Er hat nicht nur Bud Spencer – bis zu dessen Tod im vergangenen Jahr – mehrmals getroffen, sondern jetzt schon zum wiederholten Mal auch Terence Hill, den zweiten Italowestern-Helden aus Kindheitstagen. Mit einem VfB-Trikot, das nicht nur den Namen des Schauspielers und mit der 39 auch dessen Geburtsjahr trägt, sondern auch die von Ex-Fußballspieler Günther Schäfer organisierten Unterschriften der VfB-Spieler, ist er vergangene Woche mehr als 1000 Kilometer nach Spoleto/Umbrien gereist, wo sich Terence Hill zu Dreharbeiten für die elfte Staffel der italienischen Fernsehserie „Don Matteo“ aufhielt. Gemeinsam mit seinem Cousin Philipp Widlicky konnte der 38-jährige Schorndorfer das Geschenk sogar persönlich überreichen: Und der Schauspieler hat sich als Fußballfan „wirklich sehr, sehr darüber gefreut“. Weil die Zeit knapp war, nahm der 78-Jährige die beiden Fans sogar mit in seine privaten Räumlichkeiten am Set, „in die nur Leute von seinem Team hineindürfen“, schwärmt Widlicky und überlegt schon, ob er Ende August vielleicht noch mal nach Italien fahren soll, wenn Terence Hill wieder vor der Kamera steht. Denn das begeistert ihn enorm: dessen unkomplizierte, freundliche und zuvorkommende Art.

Bei der Premiere zum Bud-Spencer-Film auf dem roten Teppich

Doch zunächst ist Stephan Widlicky mit seinem Bruder Jörg am kommenden Freitag, 23. Juni, in München, bei der Weltpremiere des ersten Kinodokumentarfilms über Bud Spencer: „Sie nannten ihn Spencer“. Terence Hill soll ebenfalls anwesend sein. Beim Münchner Filmfest dürfen die Schorndorfer als besonders treue Fans dann auch über den roten Teppich gehen. Nicht ohne Grund: Schließlich tauchen die beiden auch in einer kurzen Sequenz im Film auf. Wie Bud Spencer und Terence Hill sich in den 1970ern in unzähligen Italowestern geprügelt und auch sprüchetechnisch kräftig auf den Putz gehauen haben, dafür bewundern die Widlicky-Brüder die beiden Schauspieler bis heute. Ob „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ oder „Vier Fäuste für ein Halleluja“ – die Widlickys können bei den Filmen, die noch immer zu ihrem wöchentlichen Fernseh-Programm gehören, sogar mitsprechen. Sie sind Extrem-Fans: Als in Schwäbisch Gmünd das Freibad im Dezember 2011 in Bud-Spencer-Bad umbenannt wurde, hat der Fernsehsender RTL den beiden Schorndorfer Fans ein erstes Treffen mit Bud Spencer ermöglicht. Das Autogramm, das ihnen Carlo Pedersoli damals auf Oberarm beziehungsweise Nacken gegeben hat, haben sie sich von einem befreundeten Tätowierer auf ewig in die Haut stechen lassen.