Schorndorf

Voller Erfolg der "Langen Tafel" auf dem Schorndorfer Marktplatz

LangeTafel
Fröhliche Gesichter bei der „Langen Tafel“ auf dem Marktplatz. © Gaby Schneider

Nicht nur hat er gerne die Schirmherrschaft der „Langen Tafel“ vor dem Rathaus übernommen; Oberbürgermeister Bernd Hornikel stand auch selbst „unterm Schirm“, nämlich bei der Essensausgabe, und reichte mit freundlicher Souveränität die Teller mit Schnitzel oder Gemüsefrikadellen an die Gäste weiter.

„Es ist mir ein Riesenanliegen, die Tafel zu unterstützen, die wir immer wichtiger brauchen“, erklärte Hornikel sein Engagement. Obwohl ihm das auch Sorgen mache, „wir haben in Schorndorf ein Problem“. Angezeigt wird das von einer Zahl, die Helmut Topfstedt nennt, der zusammen mit Renate Frank den Tafelladen mit derzeit 70 ehrenamtlichen Helfern leitet: „Von Februar bis jetzt hatte die Schorndorfer Tafel 45 Prozent mehr Kunden!“ Natürlich geht das zum größten Teil auf die Flüchtlinge des Ukrainekrieges zurück.

„Wir können den Bedarf decken. Das Spendenaufkommen ist noch ausreichend. Wir haben natürlich nicht alles im Angebot. Aber wir kriegen alle satt.“ So Topfstedt zur aktuellen Lage.

„Wir sind angetreten, um Lebensmittel zu retten“, erinnert er an die Ursprungsidee der Tafelläden. Günstig weitergeben, statt wegzuwerfen. Das sei ihm und Renate Frank immer „eine Herzensangelegenheit“ gewesen.

Renate Frank kann sich an diesem Tag, auf den sie sich nach der mehrjährigen Zwangspause der „Langen Tafel“ sehr gefreut hatte, leider nur telefonisch zum Ortsgespräch zuschalten. Sie ist inzwischen symptomfrei, aber noch nicht freigetestet von einer Corona-Infektion. Es wurden ihr aber „von allen Seiten“, wie sie sich freute, Fotos vom Geschehen gesendet, die sie, wie sie sagt, „mit einer Träne im Auge“ gesehen habe.

Die vielen 'kleinen' Helferinnen und Helfer sollen erwähnt werden

Und sie hat ein Anliegen, nämlich, „dass die vielen ‘kleinen’ Helferinnen und Helfer, die eher am Rande stehen, aber ungeheuer wichtig sind“, erwähnt werden. Junge Flüchtlinge, die geholfen haben. Der griechische Gemüsestand, der Zitronen, Petersilie und Tomaten zur Verfügung stellte. Elke Erdmann mit ihrem Auto mit Anhängerkupplung. Oder die Mitarbeiterinnen vom Spülteam, die anfangs zusätzlich von einem technischen Problem mit der Spülmaschine arg gebeutelt wurden und dann am Ende der Veranstaltung arg feierabendreif aussahen.

Sie dankt Helmut Topfstedt, „der das bravourös übernommen hat. Besonders auch Herrn Hornikel.“ Und dann dem unermüdlichen, seit dem frühen Morgen organisierenden und anpackenden Andi Fink, der aber bescheiden über seinen Einsatz für die Tafel sagte, „ich mach’ hier nur ehrenamtlich, was ich sonst geschäftlich mache.“

Große Sponsoren der Benefiz-Aktion waren die Schorndorfer Metzger, die das Essen zur Verfügung stellten. Unterstützt wurde die „Lange Tafel“ besonders vom Lions Club, dessen Mitglieder bedienten und die Tische abräumten, und von Schorndorf Centro.

Und dessen Vorsitzender, Roland Veil, zeigte sich anlässlich des vielfältigen Miteinanders am Ende sehr angetan, „dass eine Stadt so zusammenhält“.

So empfand das auch Oberbürgermeister Bernd Hornikel. „Der Gemeinsinn ist die Stärke dieser Stadt. Es gibt hier Menschen, die mitmachen und den Aufwand auf sich nehmen.“

Es wurden über die erwarteten 200 dann doch insgesamt 400 Essen ausgegeben

Und der hat sich gelohnt. Die Erwartungen wurden übertroffen. So wurden weit über die erwarteten 200 dann doch insgesamt 400 Essen ausgegeben. Dazu 150 Kuchenteller, gesponsort vom Eiscafé Santa Lucia, zu denen es Fair-Trade-Kaffee vom Weltladen El Mundo gab. Da müsste dann was zusammengekommen sein für die, die beim Essen sparen müssen.

Nicht nur hat er gerne die Schirmherrschaft der „Langen Tafel“ vor dem Rathaus übernommen; Oberbürgermeister Bernd Hornikel stand auch selbst „unterm Schirm“, nämlich bei der Essensausgabe, und reichte mit freundlicher Souveränität die Teller mit Schnitzel oder Gemüsefrikadellen an die Gäste weiter.

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„Es ist mir ein Riesenanliegen, die Tafel zu unterstützen, die wir immer wichtiger brauchen“, erklärte Hornikel sein Engagement. Obwohl ihm das auch Sorgen mache, „wir haben in

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