Schorndorf

Vor den neuen Beschränkungen: In den Läden geht es am Samstag (20.3.) noch einmal rund

Einzelhandel
Im Modehaus Schill ist am Samstagvormittag einiges los. Die Chefin freut es. © ALEXANDRA PALMIZI

Sonnenschein, Wochenmarkt und der letzte normale Einkaufstag ohne zusätzliche Einschränkungen haben in Schorndorf zu einem großen Andrang in der Innenstadt geführt. Vor manchem Laden stehen die Kunden Schlange, auf dem Marktplatz drängeln sich die Menschen. Ab Montag (22.3) sind die Beschränkungen wieder strenger, doch spontanes Einkaufen ermöglichen viele Händler auch weiterhin.

Im Modehaus „Schill“ ganz in der Nähe des Schorndorfer Rathauses stehen mehrere Kundinnen vor den Stangen und Auslagen. „Es kommen viele“, sagt Chefin Barbara Mühleck, während sie ihrer Kundin ein schwarzes Shirt reicht. Es ist Samstagvormittag, im Moment darf sie noch 24 Personen in ihren mehrstöckigen Laden lassen.

Es geht mit Daten und weniger Leuten in den Geschäften weiter

Damit ist am Montag Schluss, denn die Zahl der Infizierten ist wieder gestiegen. Weil die Sieben-Tage-Inzidenz im Rems-Murr-Kreis nun seit ein paar Tagen über 50 liegt, dürfen viele Geschäfte nur noch mit Einschränkungen weitermachen. Weniger Menschen dürfen in die Geschäfte, ins Modehaus Schill etwa nur noch acht Personen, außerdem müssen die Daten der Kundschaft aufgenommen werden. Oft ist von Terminvereinbarung oder „Click and Meet“ die Rede, doch in der Praxis wollen viele auch spontanes Kaufen ermöglichen.

Modehaus-Chefin Barbara Mühleck und andere wollen an der Türe die Daten aufnehmen, dann kann eingekauft werden. Doch viele Menschen hatten vor allem die neuen Einschränkungen vor Augen und haben nun noch mal die Gelegenheit genutzt, durch die Läden zu schlendern, erklärt Barbara Mühleck den Andrang. Für sie und ihr Geschäft ist es ein guter Tag, sie freut sich, dass wieder was los ist. Die vergangenen Wochen, in denen die Geschäfte ganz geschlossen waren, seien hart gewesen.

In anderen Geschäften in der Innenstadt, etwa vor „Mariposa“ in der Weststadt, haben sich sogar kleine Schlangen gebildet. Insgesamt dürfen acht Personen in den Laden, in dem es vor allem Dekoration und Einrichtungsgegenstände zu kaufen gibt. Die Kundinnen und Kunden müssen einen Korb am Eingang nehmen. Häufig seien alle vergriffen, erzählt eine Verkäuferin im Inneren. Wie viele andere Geschäfte will auch Mariposa zu den normalen Öffnungszeiten weiter geöffnet haben und Leute spontan an der Tür empfangen. „Das ist für die Kunden angenehmer als ein Termin“, sagt eine der Verkäuferinnen. So müsse man sich nicht auf eine bestimmte Uhrzeit festlegen.

Auch beim Bekleidungsgeschäft „Witt Weiden“ sind einige Kundinnen unterwegs. Eine Verkäuferin erzählt, dass einige Menschen am Samstag noch einmal gekommen seien, um notwendige Besorgungen zu machen. Der Laden wolle sich in den nächsten Tagen vor allem auf das Geschäft mit Terminen konzentrieren. Spontane Einkäufe seien erst mal nicht vorgesehen. Doch sollten weniger als fünf Personen im Laden sein, dann dürfe man auch gerne an der Türe klopfen.

Viele sind nicht von den Beschränkungen betroffen

Die Beschränkungen ab Montag gelten unter anderem für Fachgeschäfte, Schuh- und Kleidungsgeschäfte. Doch in der Stadt dürfen viele auch weiterhin ohne Termin beziehungsweise Datenerhebung ihren Laden öffnen. Die Buchhandlungen und Blumengeschäfte sind beispielsweise von den Beschränkungen ausgenommen. Ausgenommen sind außerdem auch die Läden, die Lebensmittel verkaufen, also beispielsweise im Schorndorfer „Wein und Tee Lädle“. Die beiden Verkäuferinnen, die an diesem Vormittag in dem Laden in der Hetzelgasse stehen, erzählen aber, dass vielen Kunden gar nicht bewusst sei, dass sie ihren Laden genauso wie Supermärkte normal betreiben dürfen. Auch wenn sie die Beschränkungen nicht trifft, die Frequenz in der Innenstadt habe erheblich abgenommen.

Sonnenschein, Wochenmarkt und der letzte normale Einkaufstag ohne zusätzliche Einschränkungen haben in Schorndorf zu einem großen Andrang in der Innenstadt geführt. Vor manchem Laden stehen die Kunden Schlange, auf dem Marktplatz drängeln sich die Menschen. Ab Montag (22.3) sind die Beschränkungen wieder strenger, doch spontanes Einkaufen ermöglichen viele Händler auch weiterhin.

Im Modehaus „Schill“ ganz in der Nähe des Schorndorfer Rathauses stehen mehrere Kundinnen vor den Stangen

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