Schorndorf

Warum der Pop-up-Store in Schorndorf nach fünf Wochen schon wieder auszieht

Pop-up-Store Schorndorf
Ingrid Fresser (links) und ihre Tochter Lisa im Pop-up-Store, in dem es noch bis Ende Dezember Wein, Krimskrams-Täschchen und Geldbeutelchen, bestickte Kissen, kleine Anhänger und einige Weihnachtspräsente zu kaufen gibt. © Weirauch

„Wir haben sehr viel positive Resonanz auf unseren Laden bekommen“, reflektiert Lisa Fresser (26) die vergangenen Wochen. Auch wenn einige Passanten nur vor dem Schaufenster stehen geblieben seien, auf die eine oder andere mit einem lustigen Spruch bestickte Tasche gezeigt und gelacht hätten, die „letzte Hürde, ins Geschäft zu kommen, wurde nicht immer genommen“.

Am 12. November hatte der Pop-up-Store in der Kirchgasse 16 eröffnet (wir berichteten): Drei Labels in einem Laden sozusagen vereint – eine kleine Fusion der Familie Fresser. Im Sortiment: erlesene Weine des Unternehmens „Grape Guys“ von Michael Fresser und Dominik Raith, Handgenähtes aus dem Schwabenländle und anspruchsvolle Kleinigkeiten, hergestellt von Ingrid Fresser. Zudem hat sich Lisa Fresser mit ihrem Webdesign-Unternehmen (Lotsaf Design) eingebracht. Nun ist nach etwas mehr als einem Monat wieder Schluss.

Das „Weihnachtsgeschäft“ wird noch durchgezogen

Als die Entscheidung fiel, den Pop-up-Store zu eröffnen, stand fest: „Wir mieten die Ladenfläche zunächst mal für fünf Wochen an.“ Das Vermieten der Stadt Schorndorf im sogenannten Sandwich-Format macht’s möglich. Zur Erklärung: Sandwich ist eines der möglichen Anmietformate. In diesem Fall kann man eine Ladenfläche ab drei bis zwölf Wochen anmieten. Den Vertrag verlängern möchte man nun aber nicht mehr, so Ingrid Fresser. Die Zeit lasse es nicht zu. Die 56-Jährige selbst kann wegen einiger anderer Verpflichtungen nur selten im Laden stehen. Tochter Lisa hatte zwar sehr viel für ihre Webdesign-Firma im Ladengeschäft vom Rechner aus erledigen können, aber auch Studienarbeiten zollen ihren Tribut. Dennoch wolle man „das Weihnachtsgeschäft noch mitnehmen“, geben Mutter und Tochter zu. Denn jetzt in der Vorweihnachtszeit kämen immer mehr Kunden, die noch ein kleines Weihnachtsgeschenk suchen.

„Unser Glühwein ist der Ultra-Renner“, sagt Lisa Fresser und lacht. Die Wein-Geschenke-Boxen, die ihr Bruder nicht nur in seinem Online-Handel anbietet, seien aktuell sehr gefragt. „Und auch unsere alkoholfreien Weine und Sekte kommen gut an und werden sogar bestellt, wenn wir sie gerade nicht im Laden haben“, sagt die junge Webdesignerin, die nach eigenen Angaben auch Visitenkarten ihrer Firma unter der Kundschaft verteilen konnte, wenn diese sich nach Webdesign, Webentwicklung und Social Networking erkundigt habe.

Die meisten Komplimente für die Mama

„Die Mama hat die meisten Komplimente für ihre Handarbeit bekommen“, sagt Lisa Fresser. „Nur leider war sie genau dann immer nicht da und ich konnte das nur ausrichten. Ihre „Produktion“ laufe auf Hochtouren, sagt Ingrid Fresser. Anhänger oder Taschen nähen und Kissen mit Sprüchen besticken – das ist nur ein Teil dessen, wie die 56-Jährige ihre Kreativität auslebt. „Ihre bestickten Spüllappen werden gerne gekauft“, teilt Tochter Lisa mit.

Aber auch die kleinen „Wunscherfüller“, Täschchen oder Kerzen sind gerade in den letzten Tagen vor Weihnachten beliebte Mitbringsel. Zudem kreiert Ingrid Fresser auch vieles nach dem Wunsch des Kunden. „Uns hat das hier sehr viel Spaß gemacht“, sagen Mutter und Tochter. „Und diese fünf Wochen waren für uns auch genau der richtige Zeitraum.“ Das Konzept der Schorndorfer Familie habe gut in die Weihnachtszeit gepasst, ergänzt Viktoria Schedel vom Citymarketing. Zwar sei es schade, dass der Mietvertrag nun nur über diese fünf Wochen lief, aber „das bringt das Pop-up-Store-Konzept mit sich“.

Ob es schon einen Nachfolger für die Kirchgasse 16 gibt? Eine konkrete Nachfrage habe es kürzlich schon gegeben – allerdings wäre dazu laut Viktoria Schedel eine Gastro-Erlaubnis nötig gewesen, und die komme in diesem Ladengeschäft nicht infrage. „Aber ich habe noch den einen oder anderen auf der Liste. Mal sehen, was sich da für Anfang nächsten Jahres ergibt.“

„Wir haben sehr viel positive Resonanz auf unseren Laden bekommen“, reflektiert Lisa Fresser (26) die vergangenen Wochen. Auch wenn einige Passanten nur vor dem Schaufenster stehen geblieben seien, auf die eine oder andere mit einem lustigen Spruch bestickte Tasche gezeigt und gelacht hätten, die „letzte Hürde, ins Geschäft zu kommen, wurde nicht immer genommen“.

Am 12. November hatte der Pop-up-Store in der Kirchgasse 16 eröffnet (wir berichteten): Drei Labels in einem Laden

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