Schorndorf

Warum die Bürgerstiftung Schorndorf jetzt in Wohnungen investiert

Der neue Stiftungsrat der Bürgerstiftung Schorndorf
Der neue Stiftungsrat der Bürgerstiftung. © Büttner

Die Stadt hat für die kommenden drei Jahre erneut die Geschäftsführung der Bürgerstiftung übernommen. Die Personal- und Sachkosten werden weiterhin von der Stadt übernommen. Diesen Beschluss, der zuletzt für die Jahre 2020 bis 2022 galt, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung verlängert. Hintergrund: Als Stiftungsmitgründerin hatte sich die Stadt bei der Gründung in besonderer Verantwortung gesehen und in der Startphase Hilfestellung geben wollen, damit die Spenden und Stiftungserträge möglichst ungeschmälert von Verwaltungskosten den Stiftungszwecken zur Verfügung stehen.

Angedacht war, in späteren Jahren bei einem starken Finanz- und Aufgabenzuwachs einen neben- oder hauptamtlichen Geschäftsführer zu bestellen. Durch den Wegfall der Zinseinnahmen aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase ist es aus Sicht der Stadtverwaltung indes sinnvoll, die Geschäftsführung einschließlich der damit verbundenen Sachkosten bei der Stadt zu belassen. Die Geschäftsführungsleistung wird ausschließlich von vorhandenem städtischem Personal erbracht. Geschäftsführer sind Beate Härer, die stellvertretende Abteilungsleitung Fachbereich Familie und Soziales, und Finanzfachbereichsleiter Jörn Wenzelburger.

Immer mehr Erbschaften gehen an die Bürgerstiftung

Mittlerweile hat sich die Bürgerstiftung gut etabliert und finanzielle Reserven erarbeitet. Das Stiftungsvermögen hat die Eine-Million-Euro-Marke überschritten. Allerdings, sagte Erster Bürgermeister Thorsten Englert jüngst beim Stifterforum, schmelzen die Zinsen dahin, weshalb die Bürgerstiftung neue Wege gehe und drei Wohnungen gekauft habe. Diese werfen laut Englert mehr als ein Prozent Rendite ab, was der Stiftung Planungssicherheit für die Förderung weiterer Projekte gebe. Hinzu kamen Erbschaften von Bürgern an die Stiftung.

Das sind die Projekte der Bürgerstiftung

In diesem Jahr sollen erneut die Dauerprojekte Figurentheater Phoenix und Schulschwimmen gefördert werden. Die Bürgerstiftung ermöglicht jedem Vorschulkind einen Theaterbesuch im Figurentheater Phoenix. Zudem bekommt die Kita Stadthaus 300 Euro für einen Spieltag im Phoenix: Die Kinder erhalten eine theaterpädagogische Anleitung und haben die Möglichkeit, für ihre Eltern und Geschwister im Theater ein Stück vorzuspielen. Für Nichtschwimmer im Grundschulalter gibt es Schwimmkurse im Oskar-Frech-Seebad.

Unterstützung in Höhe von 500 Euro bekommt der Musikverein Concordia, der eine Konzertreise in die Partnergemeinde Radenthein in Kärnten organisiert. Jugendliche Musiker erhalten einen Reisekostenzuschuss, damit möglichst viele Jugendliche mitfahren können. Für seine Projekttage zu den Themen „Sozialkompetenz und Solidarität“ und „Umwelt und Klimaschutz, warum und was jeder tun kann“, bekommt der Förderverein Otfried-Preußler-Grundschule Miedelsbach eine Förderung in Höhe von 1000 Euro.

Die Fahrradwerkstatt bekommt 900 Euro

Mit 900 Euro wird außerdem die Fahrradwerkstatt „Schorndorfer Radel“ gefördert, die Fahrräder repariert und an Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit wenig Geld weitergibt. Mit 2000 Euro wird ein Musikkurs des Kreisdiakonieverbands unterstützt. In den wöchentlichen Gruppentreffen lernen Kinder und Jugendliche Instrumente kennen und machen mit und ohne Instrument Musik. 10.000 Euro bleiben außerdem für Projekte übrig, die in diesem Jahr noch gestellt werden.

Neuer Vorsitzender ist OB Bernd Hornikel

Einen Wechsel gab es an der Spitze der Bürgerstiftung Schorndorf. Neuer Vorsitzender ist Oberbürgermeister Bernd Hornikel. Erster Bürgermeister Thorsten Englert hatte während der Vakanz die Leitung zusätzlich zu seinem Vorstandsvorsitz übernommen.

Die Bürgerstiftung ist bei „Summer in the City“ im August mit einem Sektstand vertreten. Spenden sind willkommen.

Die Stadt hat für die kommenden drei Jahre erneut die Geschäftsführung der Bürgerstiftung übernommen. Die Personal- und Sachkosten werden weiterhin von der Stadt übernommen. Diesen Beschluss, der zuletzt für die Jahre 2020 bis 2022 galt, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung verlängert. Hintergrund: Als Stiftungsmitgründerin hatte sich die Stadt bei der Gründung in besonderer Verantwortung gesehen und in der Startphase Hilfestellung geben wollen, damit die Spenden und

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