Schorndorf

Warum die Schorndorfer Kita Wirbelwind regelmäßig Bewohner des Hauses Edelberg besucht und dafür jetzt neue Spielelemente erhalten hat

Spielgeraete
Erst mal „Trocken-Planschen“ fürs Foto, dann wird Wasser ins Minibecken gefüllt. Über eine kleine Wippe und eine Rutsche freuen sich die Kinder außerdem – ebenso wie die Verantwortlichen Alexandra Thiel, Achim Köster und Kerstin Müller (von links). © Ralph Steinemann Pressefoto

Wenn das kein Grund zur Freude ist: Im großen Garten der Kita Wirbelwind stehen drei neue Spielelemente – ein Mini-Planschbecken, eine kleine Wippe und eine Mini-Rutsche. Eine Sitzgruppe aus Holz lässt noch auf sich warten, die gehört nämlich eigentlich auch noch zur neuen Spielausstattung. Warum die Sitzgruppe noch nicht geliefert werden konnte, beantwortet Kita-Leiterin Kerstin Müller: „Corona und die damit verbundene aktuelle Lage auf dem Holzmarkt sind schuld. Es herrscht Holzmangel.“

Das Fehlen der Holzsitzgruppe tat der Freude über Wippe, Rutsche und Planschbecken aber keinen Abbruch. Woher das neue Spielzeug stammt, ist schnell erklärt: Die Kinder der Kita Wirbelwind besuchen die Bewohner des Hauses Edelberg regelmäßig, singen für diese oder basteln mit ihnen – zumindest haben sie das vor der Corona-Zeit getan. Aus diesem Grund haben sich die Bewohner und die Verantwortlichen des Pflegeheims nun mit einer Spielzeugspende bedankt.

Wieder Hoffen auf baldige Besuche im Pflegeheim

„Wir hoffen, dass wir diese Besuche bald wieder fortsetzen können, sobald es die Corona-Verordnung erlaubt“, sagt Kerstin Müller. Das Besuchen der Heimbewohner steht schon seit vielen Jahren auf dem Programm der Kita Wirbelwind. „Ich habe das von einer Kollegin übernommen, die in Rente gegangen ist“, erzählt Erzieherin Karin Widmaier, die seit 2016 in der Einrichtung arbeitet. Vor Corona habe man einmal im Monat mit etwa sechs Kindern die Bewohner im Haus Edelberg besucht. „Entweder machen wir die Aktivitäten im Andachtsraum des Hauses oder im Hausrestaurant. Wir spielen zusammen, singen Lieder, machen Brett- oder auch Bewegungsspiele“, gibt Widmann einen Einblick in den Ablauf. Mit dieser Kooperation möchte man zeigen, dass ein Netzwerk zwischen Jung und Alt entstehen kann, wodurch beide Seiten profitieren. Ganz besonders seien immer die Adventsfeiern mit den Heimbewohnern. „Wenn die Kinder ihren Nikolaustanz aufführen oder man gemeinsam Weihnachtslieder singt – dann sind die Bewohner oft zu Tränen gerührt“, hat die Erzieherin häufig beobachtet. Deshalb haben alle Verantwortlichen auch die Hoffnung, dass es vielleicht in diesem Jahr mit einer Adventsfeier klappt. Denn von Besuchen im Heim nimmt man aufgrund der Corona-Verordnung noch Abstand. „Das können wir nicht beeinflussen und müssen abwarten, aber im Kopf haben wir es“, sagen der Einrichtungsleiter des Hauses Edelberg, Achim Köster, und die Ergotherapeutin und Leiterin der sozialen Betreuung, Alexandra Thiel.

Die Verantwortlichen des Pflegeheims wissen, wie gut das Erscheinen der Kinder für die Bewohner ist. Durch die Kleinen werden die Bewohner des Hauses mit ihrer eigenen Kindheit konfrontiert und es werden so Anreize und Erinnerungen platziert. Im Gegenzug sollen die Kids das Alter als etwas Positives erfahren.

Anfangs manchmal Berührungsängste

„Gerade für Kinder, die beispielsweise keine Großeltern mehr haben, ist es wichtig, das Altern auf diese Weise kennenzulernen“, sagt Kerstin Müller und fügt hinzu: „Alt werden ist nämlich nichts Schlimmes.“ Achim Köster stimmt zu: „Hier in der Kita ist der Anfang der Lebenskette und bei uns – wenn man es so sagen kann – das Ende der Lebenskette. Und beides gehört zum Leben dazu.“ Auch die Kita-Kinder haben ihre ganz eigene Wahrnehmung, weiß Karin Widmaier: „Wenn die Kinder wissen, dass ein Besuch ansteht, sind sie meist ganz aufgeregt und freuen sich. Manchmal gibt es dann vor Ort anfangs Berührungsängste, aber die Kinder tauen dann schnell auf und sind offen für alles.“

Einrichtungsleiter Köster und Kita-Leiterin Müller möchten die Kooperation weiter intensivieren: „Meine Idee wäre es zum Beispiel, dass unsere Bewohner auch mal einen Ausflug in die Kita machen“, so Köster. Er weiß, wie sehr es die älteren Menschen genießen, wenn die Kinder zu Besuch im Hause sind und mit den unterschiedlichsten Aktionen die Bewohner unterhalten. Nun müsse man aber erst mal abwarten, was die Zeit bringt und wann man im Rahmen der Corona-Verordnung wieder handeln und Besuche starten kann. „Vielleicht ist nach den Sommerferien schon wieder was machbar“, wünscht sich Köster.

Wenn das kein Grund zur Freude ist: Im großen Garten der Kita Wirbelwind stehen drei neue Spielelemente – ein Mini-Planschbecken, eine kleine Wippe und eine Mini-Rutsche. Eine Sitzgruppe aus Holz lässt noch auf sich warten, die gehört nämlich eigentlich auch noch zur neuen Spielausstattung. Warum die Sitzgruppe noch nicht geliefert werden konnte, beantwortet Kita-Leiterin Kerstin Müller: „Corona und die damit verbundene aktuelle Lage auf dem Holzmarkt sind schuld. Es herrscht

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