Schorndorf

Warum die Spritpreise auf einem Höchststand sind und wie sich trotzdem Geld sparen lässt

Tankstelle Friz
Symbolbild. © Alexandra Palmizi

Eigentlich ist E 10 nicht nur die etwas umweltschonendere, sondern auch die günstigere Variante von Super-Benzin. Doch diese Woche kletterte der Preis für den Kraftstoff auf einen bundesweiten Allzeit-Höchstwert: Laut ADAC lag er im Tagesschnitt bei 1,71 Euro pro Liter. Auch in Schorndorf ging der Preis für E 10 steil nach oben – an den Tankstellen lag der Preis am Donnerstag (03.02.) zeitweise bei 1,82 Euro.

Der Preis für Diesel erreichte diese Woche ebenfalls einen bundesweiten Höchstwert mit einem durchschnittlichen Literpreis von 1,64 Euro. In Schorndorf stieg dieser Wert am Donnerstagmorgen an den Zapfsäulen sogar auf einen Wert von bis zu 1,74 Euro an.

Der Ölpreis steigt und steigt ...

Hauptgrund für den deutlichen Anstieg der Spritpreise ist der steigende Ölpreis. Lag dieser vor einem Jahr noch bei rund 55 Dollar pro Barrel, so kletterte dieser auf zuletzt mehr als 88 Dollar pro Barrel (ein Barrel entspricht 159 Litern). Und ein Ende ist vorerst nicht in Sicht: Der Internationale Währungsfonds rechnet in seiner jüngsten Prognose mit einem weiteren leichten Anstieg des Ölpreises in diesem Jahr. (Den ganzen Bericht gibt es hier zum Nachlesen - auf Englisch.)

Einen kleinen Anteil an den höheren Preisen hat auch der CO2-Preis, der seit diesem Jahr 30 Euro pro Tonne beträgt. Das sind fünf Euro mehr als im vergangenen Jahr, laut ADAC macht sich das mit rund 1,5 Cent pro Liter bemerkbar.

Tankzeit und Tankstelle beachten

Wie lässt sich angesichts hoher Spritpreise trotzdem sparen? Zum einen durch die Tankzeit. Der Preis unterliegt nämlich über den Tag verteilt enormen Schwankungen von bis zu zwölf Cent.

Und diese Zyklen haben zuletzt zugenommen, wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung RWI kürzlich untersucht hat. „Durch die stärkere Preisdynamik im Tagesverlauf wird es für Autofahrer zunehmend schwierig, günstige Zeitpunkte zum Tanken zu finden“, wird Manuel Frondel, Leiter des Kompetenzbereichs „Umwelt und Ressourcen“, in einer Pressemitteilung zitiert. „Dennoch gilt weiterhin, dass sich nach 18 Uhr am günstigsten tanken lässt.“ (wie auf dieser Grafik zu sehen ist).

Zum anderen lohnt ein Vergleich der Preise zwischen den Tankstellen, etwa mit der ADAC-Spritpreise-App oder Vergleichsportalen wie www.clever-tanken.de. Denn bisweilen unterscheiden sich die Literpreise innerhalb einer Stadt zum selben Zeitpunkt um bis zu zehn Cent.

Weitere Spartipps vom Experten

Aber nicht nur beim Tanken selbst lässt sich sparen, wie Muhittin Leon Akin, Kfz-Meister aus Schorndorf und Inhaber der Werkstatt „Kfz-Checker“, weiß: „Das Geld liegt auf der Straße, wenn die Leute sich Mühe geben.“ Wer zum Beispiel vorausschauend fahre, habe länger etwas von seiner Tankfüllung. Schließlich müsse jedes Mal eine große Masse bewegt werden. Das heißt bei einer roten Ampel: frühzeitig vom Gas gehen und das Auto ausrollen lassen.

Generell gelte bei Autos mit Schaltgetriebe: „Schnell hochfahren“, so Akin. Denn wer bei niedrigen Drehzahlen fahre, verbrauche weniger Sprit. Ab welcher Drehzahl genau? „Das ist von Fahrzeug zu Fahrzeug verschieden.“ Der ADAC empfiehlt bei etwa 2000 Umdrehungen pro Minute das Hochschalten.

Nicht zu unterschätzen: Der Reifendruck

Sehr wichtig sei auch die regelmäßige Kontrolle des Reifenluftdrucks – „für die Fahrsicherheit und den Sprit“, so Akin. Ist der Reifendruck zu gering, steigt der Rollwiderstand und damit der Verbrauch. Aber auch der Bremsweg wird dadurch länger.

Grundsätzlich empfiehlt er auch die regelmäßige Wartung. Es gebe nämlich Teile wie Luftfilter, die durchaus für den Kraftstoffverbrauch relevant sind. Eine Wartung hält der Kfz-Meister aber ohnehin für sinnvoll. Diese koste zwar etwas, aber gleichzeitig würden Probleme frühzeitig erkannt – die dann später teuer werden können.

Sprit sparen lässt sich laut ADAC auch durch die sparsame Verwendung elektronischer Geräte. Eine Klimaanlage etwa könne laut ADAC je nach Modell, Technik und Fahrweise zu einem Mehrverbrauch von 0,3 bis 1,5 Litern pro 100 Kilometer führen.

Der beste Tipp zum Schluss

Und natürlich kann jede Menge Sprit sparen, wer Kurzstrecken mit dem Auto meidet. Denn hier verbrauchen Verbrennungsmotoren nämlich am meisten Sprit. Also besser gleich den Bus und die S-Bahn nutzen. Oder aufs Fahrrad umsteigen und zu Fuß gehen, das spart nicht nur Geld, sondern ist obendrein auch noch gesund.

Eigentlich ist E 10 nicht nur die etwas umweltschonendere, sondern auch die günstigere Variante von Super-Benzin. Doch diese Woche kletterte der Preis für den Kraftstoff auf einen bundesweiten Allzeit-Höchstwert: Laut ADAC lag er im Tagesschnitt bei 1,71 Euro pro Liter. Auch in Schorndorf ging der Preis für E 10 steil nach oben – an den Tankstellen lag der Preis am Donnerstag (03.02.) zeitweise bei 1,82 Euro.

Der Preis für Diesel erreichte diese Woche ebenfalls einen bundesweiten

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