Schorndorf

Warum die Volleyballgruppe der Naturfreunde Schorndorf Mitglieder sucht

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Die Volleyballgruppe der Naturfreunde Schorndorf ist eine ganz gemischte Gruppe. Jeder, der an dieser Sportart Spaß hat, kann mitmachen. © Ralph Steinemann Pressefoto

Wandern, Skifahren, Wasseraktivitäten, Radfahren – alles Sportarten, die man gut mit den Naturfreunden Schorndorf verbinden kann, denn als Naturfreund hält man sich folglich gerne an der frischen Luft auf. Wie aber kommt es dann, dass es bei den Naturfreunden eine Volleyballgruppe gibt? Der Vorsitzende der Naturfreunde Schorndorf, Klaus Reuster, lacht: „Mit der Frage habe ich nicht gerechnet.“ Er führt aus, was die Naturfreunde in ihrem Programm bieten, und schließt mit dem Satz: „Wir wollten es um eine Sportart erweitern: Volleyball.“ Seit dieses Ballspiel olympisch geworden sei, habe es an Beliebtheit bei Kindern und Erwachsenen gewonnen.

Auch das Ehepaar Klaus und Gabriela Reuster sind begeisterte Volleyballer. Sie erzählen, wie die „Schorndorfer Volleyballgeschichte“ begann. In den Jahren 1994/95 sei es schwierig gewesen, in Schorndorf einen Hallenplatz zu finden, denn es gab „schlichtweg zu wenig Hallen“. Mit den Fechtern der SG Schorndorf habe man sich dann zusammengetan und sich bis Ende der 90er Jahre eine Halle quasi geteilt.

Ein Highlight waren die Partnerschaftsturniere

Seit 1996 gibt es das regelmäßige Volleyball-Angebot der Naturfreunde. „Wir haben auch selbst Turniere ausgetragen“, berichtet Reuster. Unter anderem mit den Schorndorfer Partnerstädten Tulle (Frankreich) und Kahla (Thüringen). Bis 2014 wurden im Zwei-Jahres-Rhythmus die Partnerschaftsturniere ausgetragen: „Das war immer ein absolutes Highlight und ein Event“, erinnert sich Klaus Reuster. Aber irgendwann sei es einfach nicht mehr „zu bewältigen“ gewesen. Die Gäste „immer für ein Wochenende privat irgendwo unterzubekommen“ und alles zu organisieren sei zunehmend schwieriger geworden und entwickelte sich zu einem Kraftakt.

Nichtsdestotrotz hält man bei den Naturfreunden am Volleyballspiel fest, gespielt wird jetzt immer dienstags in der Sporthalle der Albert-Schweitzer-Schule: „Es macht einfach Spaß.“ Die Altersspanne bei den Mitgliedern zieht sich von 15 bis 80 Jahre. Moment, 80 Jahre? „Ja, Sie haben sich nicht verhört“, sagt Gabriela Reuster, und das Ehepaar berichtet von den treuen Mitgliedern Rose und Peter Hörer. Im vergangenen Jahr habe Rose Hörer mit 81 Jahren aufgehört zu spielen, und ihr Mann Peter, der im Dezember seinen 80. Geburtstag feiert, wollte Ende des Jahres in Volleyballrente gehen. „Aber er hat sich einige Bänder gerissen“, so Klaus Reuster, „so dass er den Volleyballruhestand schon im November eingeläutet hat.“ Gabriele Reuster erzählt mit Begeisterung von der „kleinen“ Spielerin vorne am Netz: „Als wir in Jena beim Hanfried-Turnier mitgespielt haben – da war Rose schon über 70 –, wurde sie zur Spielerin des Turniers gewählt – weil sie die Kleinste und Älteste war.“

In der Gruppe ergänzen sich die Altersklassen

Auch Gabriele Reuster war begeisterte Volleyballerin. Die Knochen lassen ein Spiel dieser Art jedoch nicht mehr so zu. „Ich war schon immer eine Ballsportlerin, habe Handball und Tennis gespielt“, erzählt die 66-Jährige. Was genau ihr am meisten Spaß gemacht hat? „Alles – Hauptsache, ein Ball war dabei.“ Klaus Reuster hat während seines Studiums an der Uni Mannheim beim „Jedermann-Sport“ mitgemacht. Volleyball habe ihm da am besten gefallen, und dabei sei er auch geblieben, sagt der 65-Jährige. Gerade in der Gruppe ergänzten sich die Altersklassen wunderbar. Es sei spannend zu beobachten, wie gut das funktioniere. Gibt es Voraussetzungen, um mitspielen zu können? „Na ja, mit dem Ball sollte man schon umgehen können.“ Ansonsten: Spaß am Spiel. Jeder könne zur Gruppe kommen. Die älteren Spieler würden manchmal sogar eine Art Patenschaft für die Jüngeren übernehmen. „Ich muss sagen, manche Hobbyspieler stehen den Profis beim Aufschlag in nichts entgegen“, schwärmt Klaus Reuster.

Die Mitgliederzahl der Gruppe schwanke. Es gebe einen festen Kern, der regelmäßig dabei ist. Dann welche, die mal „schnuppern“ wollen, und wieder andere, die mal dabei sind und mal nicht. Die Corona-Pandemie hat es nicht gerade einfach gemacht, mehr Mitglieder zu gewinnen. „Und die älteren gehen jetzt in Volleyballrente oder kommen tatsächlich aus Vorsicht nicht, wenn die Inzidenz so hoch ist.“

Keinen Hechtbagger mehr im hohen Alter

Manchmal spielen drei gegen drei oder vier gegen vier – in den vergangenen Monaten habe man kaum mehr zwölf Leute zusammengebracht. „Wir suchen immer Mitspieler. Deshalb wollen wir demnächst auch ein paar Aushänge an Schulen machen.“ Völlig egal sei dabei das Alter. Reuster: „Auch mit 80 kann man schmettern und pritschen und kann eine gute Baggertechnik haben. Einen Hechtbagger sollte man aufgrund der dann doch höheren Verletzungsgefahr vielleicht nicht mehr wagen.“ Eine Besonderheit gibt es bei der Volleyballgruppe der Naturfreunde zudem: „Ich möchte nicht unbedingt behaupten, dass wir unsere eigenen Regeln aufstellen. Aber wir spielen beispielsweise ohne Fußeinsatz, der beim eigentlichen Volleyballspiel erlaubt wäre.“ Es seien Regeln, die eine Verletzungsgefahr minimieren.

Info

Wer Lust hat, dienstags von 20.15 Uhr in der Sporthalle der Albert-Schweitzer-Schule, Burgstraße/Schlossstraße, mitzuspielen, ist willkommen. Alter und Spielstärke ist egal. Weitere Infos beim Vorsitzenden der Naturfreunde Schorndorf, Klaus Reuster unter der Telefonnummer 0 71 81/6 14 61.

Wandern, Skifahren, Wasseraktivitäten, Radfahren – alles Sportarten, die man gut mit den Naturfreunden Schorndorf verbinden kann, denn als Naturfreund hält man sich folglich gerne an der frischen Luft auf. Wie aber kommt es dann, dass es bei den Naturfreunden eine Volleyballgruppe gibt? Der Vorsitzende der Naturfreunde Schorndorf, Klaus Reuster, lacht: „Mit der Frage habe ich nicht gerechnet.“ Er führt aus, was die Naturfreunde in ihrem Programm bieten, und schließt mit dem Satz: „Wir

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