Schorndorf

Was gibt es Neues aus Schorndorfs Partnerstadt Kahla?

Partnerstadt Kahla
Freudige Gesichter bei den Beteiligten: Jan Schönfeld, Anna Bertoglio, Bodo Ramelow und Sindaco Enrico Bini (von links). © privat

Vor kurzem ist Schorndorfs Partnerstadt Kahla mit Castelnovo ne’ Monti in der Toskana eine Städtepartnerschaft eingegangen, das teilt der Partnerschaftsverein Schorndorf mit. Vertreter der Stadt Schorndorf und des Partnerschaftsvereins waren dazu eingeladen.

Aus dieser Stadt in der Toskana wurden im Zweiten Weltkrieg über dreitausend Menschen deportiert zur Zwangsarbeit in der NS-Rüstungsfabrik Reimahg, von denen zahlreiche zu Tode kamen. Seit mehr als dreißig Jahren kommen von Castelnovo Nachfahren nach Kahla, um die Gräber ihrer Vorfahren zu besuchen. Neben diesen war auch eine große Schülergruppe von dort anwesend. Die jungen Leute erforschen die Gegend, in der ihre Vorfahren ihre letzten Jahre verbracht haben.

Die Festrede im Rathaussaal hielt der Ministerpräsident des Freistaats Thüringen, Bodo Ramelow. Da er mit einer Italienerin verheiratet ist, konnte er passende Vergleiche ziehen. Die Urkunde wurde unterzeichnet von Bürgermeister Jan Schönfeld und Sindaco Enrico Bini.

Beide wünschen sich eine gute Beziehung mit vielen erfreulichen Kontakten. Dieter Stops, Partnerschaftsvereinsvorsitzender von Kahla, fordert, dass die traurige gemeinsame Vergangenheit nicht vergessen werden darf. Er hofft, dass sich die Menschen der beiden Kulturen besser kennenlernen, verstehen und achten. Luciano Fuschillo, Gymnasiallehrer und Mitglied des Partnerschaftsausschusses von Castelnovo ne’ Monti, berichtet von Praktika und Studienaktivitäten, die die persönliche Entwicklung der Bürger fördern.

Für die Stadt Schorndorf sprach Gemeinderätin Sabine Brennenstuhl in Vertretung für Schorndorfs Noch-Oberbürgermeister Matthias Klopfer. Sie freue sich, dass trotz der leidvollen Geschichte der beiden Städte eine lebendige Partnerschaft entstanden ist und die Vergangenheit aufgearbeitet werden kann.

Zudem konnte die evangelische Kirchengemeinde Kahla nach langen Jahren die Fertigstellung des ersten Teils der neuen Johann-Walter-Orgel feiern. Im Zuge der Renovierung der Margarethenkirche war ein Ersatz für die alte, kaum mehr spielfähige Orgel unumgänglich geworden.

Über Jahre hinweg wurden Spenden gesammelt, auch aus Schorndorf kamen Zuschüsse für das Projekt, von der evangelischen Gemeinde, dem Partnerschaftsverein und etlichen Privatleuten. Pate der Sammelaktion ist der bekannte Opernsänger und Entertainer Gunter Emmerlich, der auch bei der Orgeleinweihung aktiv dabei war.

Vor kurzem ist Schorndorfs Partnerstadt Kahla mit Castelnovo ne’ Monti in der Toskana eine Städtepartnerschaft eingegangen, das teilt der Partnerschaftsverein Schorndorf mit. Vertreter der Stadt Schorndorf und des Partnerschaftsvereins waren dazu eingeladen.

Aus dieser Stadt in der Toskana wurden im Zweiten Weltkrieg über dreitausend Menschen deportiert zur Zwangsarbeit in der NS-Rüstungsfabrik Reimahg, von denen zahlreiche zu Tode kamen. Seit mehr als dreißig Jahren kommen von

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