Schorndorf

Was wird aus dem Karlsstift? Neuer Standort für das Schorndorfer Pflegeheim gesucht

Karlsstift
Das Backsteingebäude zwischen Friedrich-Fischer- und Burgstraße gehört seit 130 Jahren zum Stadtbild – als Sitz des Karlsstiftes. Die spannende Frage ist: Was wird daraus werden? © Gabriel Habermann

Seit mehr als 130 Jahren bietet das Schorndorfer Karlsstift Seniorinnen und Senioren ein altersgerechtes Zuhause, jetzt wollen die Zieglerschen das denkmalgeschützte Gebäude an der Burgstraße aufgeben und sind auf der Suche nach einem neuen Standort für das Schorndorfer Pflegeheim. Die Gründe hierfür sind notwendige Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen sowie die Umsetzung der Landesheimbauverordnung. Die letzte große Generalsanierung war im Jahr 2003.

„Die ursprüngliche Planung, das Gebäude entsprechend den aktuellen Anforderungen unter Einhaltung des Denkmalschutzes zu modernisieren, mussten wir verwerfen“, erläutert Christoph Arnegger, Geschäftsführer des Bereichs Facility Management der Zieglerschen, in einer Pressemitteilung. „Wegen der hohen Investitionskosten für die aufwendigen Umbaumaßnahmen wäre eine wirtschaftliche Sanierung nicht gegeben.“ Aus diesem Grund wollen die Zieglerschen im Stadtgebiet neu bauen und prüfen, in Abstimmung mit der Stadt, verschiedene Möglichkeiten.

Bekenntnis zum Standort

Den Standort Schorndorf aufzugeben, ist dabei offenbar keine Option: „Uns Zieglerschen ist sehr daran gelegen, auch künftig neben dem evangelischen Marienstift mit einem weiteren Seniorenstift vertreten zu sein.“ Die Tradition des Karlsstiftes soll an anderer Stelle fortgeführt werden. Mit dem Bau einer neuen Einrichtung soll dem künftigen Bedarf an stationären Pflegeplätzen weiter entsprochen werden und die Arbeitsplätze der Mitarbeitenden sollen dauerhaft erhalten bleiben. „Damit wollen wir auch künftig ein verlässlicher Partner für die Stadt sein.“ Über die Zukunftsplanung für das Karlsstift, so Sebastian Köbbert, Geschäftsführer der Altenhilfe, „sind wir sowohl mit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern und deren Angehörigen als auch unseren Mitarbeitenden im guten Austausch“.

Die Suche nach einem neuen Standort, teilt Pressesprecher Stefan Wieland mit, befinde sich noch in einer sehr frühen Phase. Zum jetzigen Zeitpunkt könne er weder zum Zeitplan noch zur möglichen Nachnutzung des Altgebäudes, das Eigentum der Zieglerschen ist, eine Aussage machen.

Auch für die Stadt Schorndorf ist das Altenhilfeangebot der Zieglerschen von Bedeutung: „Unser gemeinsames Ziel ist die altersgerechte Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Deshalb müssen wir alles daransetzen, eine gemeinsame Lösung für einen neuen Standort für den Karlsstift zu finden“, wird Oberbürgermeister Matthias Klopfer in der Pressemitteilung des Heimbetreibers zitiert.

Zwei Grundstücke in der Nordstadt im Visier

Auf Nachfrage verrät OB Klopfer, dass es aktuell zwei Grundstücke gibt – ein städtisches und ein privates –, die dem Flächenbedarf von 3000 bis 4000 Quadratmetern entsprechen würden. Beide befinden sich in der Nordstadt. Parallel, so Klopfer, werde nach weiteren Möglichkeiten gesucht. Was die Nachnutzung des zentral gelegenen, denkmalgeschützten Backsteingebäudes angeht, ist für Klopfer klar: „Die Stadt muss sich gut überlegen, was mit der zentralen, innenstädtischen Fläche passiert.“

110 Mitarbeiter und 76 Dauerpflegeplätze

Das Karlsstift bietet 76 Dauerpflegeplätze, sieben davon sind eingestreute Kurzzeitpflegeplätze. Siebzehn Plätze sind speziell für demenziell erkrankte Menschen eingerichtet. Derzeit arbeiten rund 110 Mitarbeitende im Karlsstift. Die Zieglerschen sind ein diakonisches Sozialunternehmen mit Sitz im oberschwäbischen Wilhelmsdorf und rund 60 Standorten in Baden-Württemberg. Mehr als 3300 Mitarbeitende betreuen pro Jahr etwa 8300 Menschen in der Alten-, Jugend- und Behindertenhilfe, im Hör-Sprachzentrum sowie in der Suchthilfe.

Seit mehr als 130 Jahren bietet das Schorndorfer Karlsstift Seniorinnen und Senioren ein altersgerechtes Zuhause, jetzt wollen die Zieglerschen das denkmalgeschützte Gebäude an der Burgstraße aufgeben und sind auf der Suche nach einem neuen Standort für das Schorndorfer Pflegeheim. Die Gründe hierfür sind notwendige Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen sowie die Umsetzung der Landesheimbauverordnung. Die letzte große Generalsanierung war im Jahr 2003.

„Die ursprüngliche Planung, das

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