Schorndorf

Weihnachten in Corona-Zeiten möglichst sicher feiern: So geht’s

Feiertage- Corona
Prost mit Maske am Kinn: Auch eine Möglichkeit. Aber natürlich ist Aufmerksamkeit in Sachen Infektionsschutz geboten. © Adobestock/BASILICOSTUDIO STOCK

Zu Weihnachten in Sachen Infektionsvorsorge zumindest nichts falsch machen ist schon mal ein guter Vorsatz. Damit man bei Beschränkungen und Lockerungen den Überblick hat, hier ein Einmaleins zu weihnachtsüblichen Situationen, vom Besuch der Schwiegermutter bis zur Gans to go.

Los geht’s bei den Gästen: Oma und Opa, die eigene Familie und die anderen Großeltern am Esstisch: An den Weihnachtsfeiertagen geht’s. Erlaubt sind Treffen mit vier über den eigenen Haushalt hinausgehenden Personen aus dem engsten Familienkreis.

Kommt anstelle des Opas die allein lebende Jugendfreundin der Oma mit: kein Problem. Sie gehört zwar nicht zum engsten Familienkreis, muss aber Weihnachten nicht allein feiern. In privaten Härtefällen kann eine der vier Personen von außerhalb des engsten Familienkreises stammen. Wer ist der engste Familienkreis: Eheleute und Lebenspartner, dazu alle, die im gleichen Haushalt leben, Kinder und Eltern, auch Geschwister, Nichten und Neffen sowie diejenigen, die in ihrem Haushalt leben. Kinder bis einschließlich 14 Jahren zählen nicht zur Gesamtpersonenzahl dazu.

Beide Großelternpaare und die Enkel am Tannenbaum vereint: Da kommen mehr als zwei Haushalte zusammen. An den Weihnachtstagen ist daserlaubt. Insgesamt sollten’s nicht mehr als vier erwachsene Gäste sein. Wer also Oma und Opa eingeladen hat, kann Onkel und Tante dazubitten und deren kleine Kinder, nicht aber noch die Schwiegermutter. Auch hier: Die Ausnahmen gelten nur für die drei Weihnachtsfeiertage.

Gute Freunde zu besuchen, das kann man machen. Es dürfen aber nicht mehr als fünf Leute aus nicht mehr als zwei Haushalten zusammenkommen, deren Kinder bis 14 Jahre nicht eingerechnet.

So ist das für die eigenen vier Wände. Doch mancher nimmt weite Wege auf sich, um die Enkel in Schorndorf zu sehen. Anreisen kann man an den Feiertagen über die Ausgangsbeschränkungen hinaus. Wer also kurz vor 20 Uhr im Stau steht, muss sich nicht sorgen. Das gilt am 24., 25. und 26. Dezember, aber nicht davor und danach: Wer bei Oma übernachtet, darf am 27. Dezember nicht vor fünf Uhr früh aufbrechen.

Und: Fahren Oma und Opa von weiter her nach Schorndorf, tun sie gut daran, nach den Weihnachtsfeiertagen rechtzeitig abzufahren, um gemäß den Ausgangsbeschränkungen in ihrem Heimat-Bundesland daheim zu sein. Sie sollten Baden-Württemberg um 20 Uhr verlassen haben.

Der Besuch muss schlafen. Nicht jeder hat ein Gästezimmer, nicht alle wollen aufs Klappsofa. Über die Feiertage kann dereinquartiert werden. Entgeltliches Übernachten ist eigentlich verboten, der Familienbesuch an Weihnachten gilt aber als privater Härtefall, weil sonst Oma und Opa von weiter her vielleicht gar nicht anreisen könnten. Das gilt nur vom 23. bis 27. Dezember. Touristische Übernachtungen bleiben weiterhin tabu.

Am Heiligabend in die Kirche gehen gehört in vielen Familien zur Tradition. Spontan zum Gottesdienst aufzubrechen ist aber keine Option. Wer kommen will, hat sich in der Regel angemeldet. Doch werden viele Gottesdienste ins Internet übertragen.

Auch an Feiertagen lebt der Mensch nicht vom Brot allein. Nicht jeder ist ein Held am Herd, das Ausbleiben von Gästen, die bisher das Menü gekocht hatten, kann Probleme machen.

Das Feiern im Privaten ist eine Sache. Zusammenkommen in der Öffentlichkeit eine andere. Spazieren gehen ist erlaubt, aber nur mit den Lieben aus dem eigenen Haushaltodbis einschließlich 14 Jahren können mit. Nicht aber dann noch Mann und Oma. Trifft man draußen auf die Nachbarn, heißt es Abstand und kein längeres Schwätzle halten: Ansammlungen in der Öffentlichkeit sind tagsüber verboten. Draußen sein ist nur mit triftigem Grund erlaubt. Spazieren gehen gilt als Bewegung an der frischen Luft und ist ein solcher Grund, zumindest tagsüber.

Ausflüge sind an Weihnachten grundsätzlich erlaubt, etwa zum Wandern, aber mit Berücksichtigung der Regeln: Gestartet wird also allein oder mit dem eigenen Haushalt. Falls noch jemand anderes mitkommt, können nur zwei Erwachsene mit dazugehörigen Kindern unter 14 Jahren los. Bis 20 Uhr sollten sie daheim sein. Die Landesregierung appelliert allerdings, Tagesausflüge möglichst zu unterlassen und auf die direkte Umgebung zu beschränken. Dort gibt es sicher einen Spielplatz. Die sind geöffnet. Auch dort sollten Ansammlungen vermieden, Abstandsregeln eingehalten werden. Das zielt vor allem auf die Eltern, bei den Kindern ist’s natürlich schwieriger. Ein Beispiel: Eine Mutter mit ihren Kindern kann sich mit einem weiteren Elternteil und dessen Kindern treffen. Das muss reichen.

Zu Weihnachten in Sachen Infektionsvorsorge zumindest nichts falsch machen ist schon mal ein guter Vorsatz. Damit man bei Beschränkungen und Lockerungen den Überblick hat, hier ein Einmaleins zu weihnachtsüblichen Situationen, vom Besuch der Schwiegermutter bis zur Gans to go.

Los geht’s bei den Gästen: Oma und Opa, die eigene Familie und die anderen Großeltern am Esstisch: An den Weihnachtsfeiertagen geht’s. Erlaubt sind Treffen mit vier über den eigenen Haushalt hinausgehenden

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