Schorndorf

Welche Verbesserungen beim Busverkehr sind geplant?

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Symbolbild. © Pixabay.com / CC0 Public Domain

Remshalden.
Einige Hebsacker Bürger bewegt weiterhin der dringende Wunsch nach einer besseren Busverbindung für ihren Ortsteil. In der vergangenen Sitzung des Remshaldener Gemeinderats meldeten sie sich erneut zu Wort und wollten von Bürgermeister Reinhard Molt wissen, welche Fortschritte es gibt. „Hebsack ist die Krönung der Pampa“, spitzte die Wortführerin das Anliegen zu.

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass er mit der Gruppe im September bereits ein Gespräch hatte, und berichtete, was er seither versucht hat, zu bewegen – konnte aber, ähnlich wie zuletzt, als das Thema ebenfalls schon in der Bürgerfragestunde im Gemeinderat zur Sprache kam, keine zügigen Verbesserungen in Aussicht stellen.

Im Einzelnen ging es um folgende Fragen:

Kann die Linie 245, die zwischen Berglen und Schorndorf verkehrt, einen „Schlenker“ nach Hebsack machen? Das sei nicht möglich, berichtet Bürgermeister Reinhard Molt aus einem Gespräch mit dem Landratsamt: „Weil der Bus dann die Taktzeiten in Hößlinswart und Winterbach nicht einhält.“ Man müsste dafür einen weiteren Bus einsetzen, womit auf die „Zubesteller“, also die Gemeinden, die profitieren, jährlich Mehrkosten im sechsstelligen Bereich zukommen würden. Das nannte Molt ein „wirtschaftliches Unding“.

Können die teilweise ungünstigen Anschlusszeiten zur S-Bahn in Geradstetten in Richtung Waiblingen verbessert werden? Dazu verweist Reinhard Molt auf die angekündigte Umstellung, dass der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) bis Dezember 2020 zwischen 6 und 20.30 Uhr auf allen S-Bahn-Linien einen Viertelstundentakt einführen will. Damit müssten Fahrgäste, die eine Bahn verpassen, weil der Bus zu spät da sei, nicht mehr so lange auf die nächste warten.

Wie kann Hebsack durch die Linie 217 besser bedient werden? Vorerst nicht. Aber ab August 2019 greift eine bereits seit längerem beschlossene Fahrplanverbesserung für die Linie 217. Diese verkehrt dann nämlich auch am Wochenende. Was die Fahrplanlücke nach 16 Uhr betrifft, gibt es keine einfache Verbesserungsmöglichkeit. „Der Grund ist die Arbeitszeitverordnung“, so Bürgermeister Reinhard Molt. Der Busfahrer müsse eine Pause machen, und man habe dort eingegriffen, wo „nachweislich die wenigsten Fahrgäste im Bus unterwegs sind“. Gegenüber unserer Zeitung sagt Molt: Die Lücke gefalle ihm auch nicht, die Auflösung des Takts sei „nicht konsequent“. Er will die Sache „in Ruhe analysieren“ und dann mit dem Gemeinderat Lösungen diskutieren. Für die Lücke einen weiteren Busfahrer einzusetzen sei wirtschaftlich nicht vertretbar.

Mobilitätskonzept noch nicht 2019

Reinhard Molt hatte im Bürgermeister-Wahlkampf im Frühjahr angekündigt, ein umfassendes Mobilitätskonzept aufstellen zu wollen, in dem alle Verkehrsmittel einbezogen sind. Das habe er auch weiterhin vor, sagt er auf Nachfrage. „Aber ich habe mit dem Gemeinderat vereinbart, dass wir das nicht 2019 tun.“ Er wolle erst einmal „etwas Ruhe in die Verwaltung bringen“, nach dem Abgang des Technischen Beigeordneten Dieter Schienmann, der zum Jahreswechsel als Baubürgermeister nach Waiblingen geht, und der auch sonst zuletzt hohen personellen Fluktuation im Rathaus.

Außerdem habe man 2019 die Gartenschau zu stemmen. „Man kann nicht alles auf einmal drehen“, so Molt. Ihm sei aber wichtig, dass er „Kleinigkeiten“ bereits veranlasst habe. Zum Beispiel für Fußgänger: In der Glockengasse habe man einen Blumentrog entfernt, der verhindert habe, dass man vernünftig auf den Gehweg komme. Molt nennt das „die kleinen Schritte, die irgendwann einen größeren Schritt auslösen sollen“.