Schorndorf

Wie die Friedensinitiative Schorndorf für Frieden und Abrüstung kämpft

Friedensinitiative
Von links Doris Kommerell, Detlef Beune und Uwe Glund. © ALEXANDRA PALMIZI

Zur Gründungsversammlung in der Manufaktur im Herbst 2018 kamen achtzehn Leute, sechs von ihnen haben in der Friedensinitiative Schorndorf dann die Arbeit aufgenommen. Heute hat die Friedensinitiative noch vier aktive Mitstreiter, doch diese setzen sich weiter beherzt und engagiert für Frieden und Abrüstung ein: Am Samstag, 8. Mai, dem Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs, erinnert die Friedensinitiave von 10 bis 12 Uhr in den Schorndorfer Straßen an das historische Datum und und ruft die Bürger gleichzeitig dazu auf, sich mit ihrer Unterschrift auf einer Unterschriftenliste für den Beitritt der Stadt Schorndorf zu dem ICAN–Städteappell starkzumachen. ICAN appelliert weltweit an Städte, den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen zu unterstützen. Vier Bundesländer und mehr als 100 Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland und aller Welt haben sich bereits dem ICAN-Städteappell angeschlossen.

Mitstreiter sind schwer zu finden

Dafür kämpft auch die Schorndorfer Friedensinitiative mit Uwe Glund, Doris und Uli Kommerell und dem damaligen Initiator der Gruppe, Detlef Beune. Im Herbst 2018 waren sie angetreten, über Kriege, Kriegstreiber und Nuklearwaffen zu informieren und für den Frieden zu kämpfen – in einer Zeit, als das fast schon ein bisschen aus der Mode zu sein schien. Gewachsen ist die Gruppe nicht, im Gegenteil: Leicht sei es nie gewesen, neue Mitstreiter zu finden, sagt Uwe Glund. Die, die eigentlich am Thema interessiert sind, seien in so vielen anderen Gruppen bereits engagiert gewesen, dass eine weitere Gruppe für sie ausschied. In der Corona-Krise hätten sich dann zwei der sechs Mitstreiter zurückgezogen. Auch bei den bekanntermaßen hoch engagierten Fridays-for-Future-Aktivisten hatte seine Gruppe angeklopft, erzählt der ehemalige Lehrer Uwe Glund. Leider erfolglos. Regelmäßige Gruppentreffen im Club Manufaktur hätten den Fridays-for-Future-Leuten nicht gelegen, bedauert er. Dabei hätten die Friedens- und Umweltaktivisten doch eine wichtige Gemeinsamkeit: Beide Gruppen, sagt der 74-Jährige, wollten die Welt von Bedrohungen befreien.

Und die gibt es weltweit noch immer in großem Umfang. Dass auch die Bundesrepublik von Abrüstung weit entfernt ist, zeigen neuste Zahlen. Erst vor kurzem hat Deutschland der Nato Verteidigungsausgaben in Rekordhöhe gemeldet. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa übermittelte die Bundesregierung der Brüsseler Bündniszentrale für das laufende Jahr einen Betrag von 53,03 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für das vergangene Jahr waren die Ausgaben zuletzt auf rund 51,39 Milliarden Euro beziffert worden.

Briefe an Politiker

Es gibt also viel zu tun, und dafür setzen sich die Friedensaktivisten auf ihre Weise ein. Mit Briefen an Bewerber für politische Ämter, Politiker und Mandatsträger. Und mit Gedenk- und Mahnveranstaltungen etwa zum 75. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf die Städte Hiroshima und Nagasaki oder einer Kundgebung vor dem Rathaus über den „Frankfurter Appell: Abrüsten statt aufrüsten“. Zuletzt, als es wegen Covid-19 immer stiller um die Gruppe geworden war, hatte die Friedensinitiative im Januar in sehr kleiner Besetzung noch mit Bannern über den Atomwaffenverbotsvertrag informiert.

Zur Gründungsversammlung in der Manufaktur im Herbst 2018 kamen achtzehn Leute, sechs von ihnen haben in der Friedensinitiative Schorndorf dann die Arbeit aufgenommen. Heute hat die Friedensinitiative noch vier aktive Mitstreiter, doch diese setzen sich weiter beherzt und engagiert für Frieden und Abrüstung ein: Am Samstag, 8. Mai, dem Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs, erinnert die Friedensinitiave von 10 bis 12 Uhr in den Schorndorfer Straßen an das historische Datum und und ruft

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper