Schorndorf

Wie lebt es sich in einem Hochhaus? Zu Besuch bei Familie Homm in Schorndorf

WohnenRehaldenweg
Jannik und Amelie und ihre Eltern Christiane und Heinz Homm an ihrem Esstisch. Gebastelt wird bei Familie Homm besonders gern. © Gaby Schneider

Wer Familie Homm in ihrer Wohnung im fünften Stock eines Hochhauses im Aichenbach besucht, sieht sofort: Hier leben Kinder. Spiele und ein Playmo-Haus sind im Wohnzimmer zu finden, Platz genug gibt es für Amelie (9) und Jannik (6) in der ganzen Wohnung. Das war nicht immer so. Als Christiane und Heinz Homm vor zwölf Jahren einzogen, war die Wohnung deutlich kleiner. Statt fünf Zimmer wie heute, standen gerade mal drei zur Verfügung. Durch Glück und eine gute Gelegenheit konnten sie ihren Wohnraum fast verdoppeln. Und sind heute rundum zufrieden in ihrem Zuhause im Hochhaus.

Ein Rundum-Sorglos-Paket gehört dazu

Ein Haus oder eine Wohnung? Das war die Frage, als Christiane und Heinz Homm vor Jahren zusammenziehen wollten. Beide Möglichkeiten hatten ihre Vorteile. Doch für Heinz Homm, stark eingespannt als selbstständiger Kfz-Mechaniker, war vor allem eins wichtig: dass er sich nicht auch noch nebenher um Garten und Reparaturen außerhalb der Wohnung kümmern musste. „Wenn man keine Zeit hat“, sagt er, „ist das ein Problem.“

So kauften sie eine Drei-Zimmer-Wohnung im Rehhaldenweg – im selben Haus, in dem auch Homms Mutter und sein Bruder wohnen – und übernahmen damit auch ein Sorglospaket, wie Homm es nennt. An Nebenkosten zahlen sie monatlich 533 Euro und sind damit nur für das verantwortlich, was hinter ihrer Wohnungstür passiert. Für alles andere sorgt der rührige Hausmeister Atila Pink. Und die Kehrwoche, die es anfangs noch gegeben habe, wird inzwischen von einer Putzfrau erledigt. „Wir fühlen uns rundum wohl“, sagen Homms.

Als die Kinder kamen, wurde es eng

Ein besonderes Glück war es dann aber, dass nicht nur die Familie größer wurde, sondern parallel dazu auch die Wohnung wachsen konnte. „Als wir unsere beiden Zwerge hatten, haben wir gesagt, es wird eng“, erzählt Christiane Homm. Die Erzieherin schrieb einen Brief an die Eigentümerin der damals vermieteten Nachbarwohnung mit der Bitte, die Dame solle sich melden, falls sie die Wohnung einmal verkaufen wolle. Und tatsächlich konnten sie kurz später die Zwei-Zimmer-Wohnung kaufen: Sie ließen einen Durchbruch machen, die Wohnung umbauen und sanieren.

Aus der Küche wurde ein Nähzimmer, das Badezimmer modernisiert, neue Fenster wurden eingebaut. „Nur Kleinigkeiten haben wir damals selbst gemacht“, erzählt Christiane Homm. So entstand eine große Fünf-Zimmer-Wohnung mit zwei jeweils 8,5 Quadratmeter großen Balkonen, einer nach Osten, der andere nach Süden, auf dem Paprika und andere Pflanzen gedeihen. Platz genug ist auf einer Etage für die Familie inklusive Wüstenrennmaus Juliane, die in ihrem Häuschen im Wohnzimmer logiert.

1972 wurden die Hochhäuser von Ulrich Schatz gebaut

1972 waren die Hochhäuser im Rehhaldenweg vom Schorndorfer Architekten Ulrich Schatz gebaut worden. Heute sind es noch immer überwiegend die Eigentümer selbst, die dort leben. Das Leben in ihrem Hochhaus nahe am Wald gefällt Familie Homm nicht zuletzt wegen der Lage. Die Schulen sind nahe, die Bushaltestelle vor der Haustür, mit dem Rehhalden-Markt ist seit kurzem auch die Nahversorgung gesichert.

„Auch der Aufzug ist Gold wert“, findet Christiane Homm. Immerhin muss sie nicht alle Einkäufe nach oben schleppen. Über den neuen Laden freut sie sich besonders – auch für die überwiegend älteren Nachbarn, die nach der Schließung des Norma-Discounters nun wieder zu Fuß einkaufen können.

„Hochhauswohnen hat ein G’schmäckle“

„Hochhauswohnen hat ein G’schmäckle“, weiß Christiane Homm, die selbst im eigenen Haus groß geworden ist. Aber, sagt sie, „das Miteinander ist gut“. Eine Nachbarin nimmt die Pakete fürs ganze Haus entgegen, man hilft sich gegenseitig aus, wenn mal was fehlt.

Neulich konnte sie den Backofen ihrer Nachbarin nutzen, weil ihre Backform nicht in den eigenen gepasst hat. Im Sommer freuen sich die Nachbarn über die spielenden Kinder im Sandkasten. Und stellt sie am 6. Dezember die Stiefel der Kinder vor die Tür, hinterlassen meist mehrere Nikoläuse ihre Geschenke.

Wer Familie Homm in ihrer Wohnung im fünften Stock eines Hochhauses im Aichenbach besucht, sieht sofort: Hier leben Kinder. Spiele und ein Playmo-Haus sind im Wohnzimmer zu finden, Platz genug gibt es für Amelie (9) und Jannik (6) in der ganzen Wohnung. Das war nicht immer so. Als Christiane und Heinz Homm vor zwölf Jahren einzogen, war die Wohnung deutlich kleiner. Statt fünf Zimmer wie heute, standen gerade mal drei zur Verfügung. Durch Glück und eine gute Gelegenheit konnten sie ihren

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