Schorndorf

Wie neu: Schönblickhütte im Schorndorfer Aichenbach ist renoviert

schönblickhütte
Marcus Seibold, Jagdpächter im Stadtwald, war maßgeblich an der Rettungsaktion für die Schönblickhütte im Aichenbach beteiligt. © Buettner

Das Dach ist mit roten Ziegeln neu gedeckt, Holzbalken und Sitzbänke sind erneuert. Am Eingang gibt es neuerdings Pflastersteine, die darunterliegende Drainage sorgt dafür, dass sich dort das Wasser nicht mehr staut. „Da wurde Top-Arbeit geleistet“, stellt Forstrevierleiter Julian Schmitt beim Vor-Ort-Termin fest.  Und auch der Zimmerer der Zentralen Dienste hat am Montag bei der Abnahme der Hütte ganz und gar nichts auszusetzen. Die Schönblickhütte, die eigentlich abgerissen werden sollte, kann am Freitag eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben werden.

Sehr zufrieden mit dem Ergebnis ist natürlich auch Marcus Seibold, dem es im November 2021 innerhalb von nur zweieinhalb Wochen gelungen ist, Spenden in Höhe von 22.000 Euro für die Rettung der Schönblickhütte zu sammeln. Als Jagdpächter des Stadtwalds hat Seibold sich für den Erhalt der 100 Jahre alten Schutzhütte im Naherholungsgebiet Aichenbach starkgemacht – und die Renovierungsarbeiten koordiniert.

THW hat ringsrum freigebaggert

Im März ist das Technische Hilfswerk mit schwerem Gerät angerückt, um die Schönblickhütte freizubaggern, wo sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte viel Erde angesammelt hatte. Da die ehrenamtlichen Helfer nur freitags und samstags Zeit hatten, haben sich die Renovierungsarbeiten bis in den Juli hingezogen. Doch es blieb Zeit genug, auch die Sandsteine am Fundament zu reinigen. Außerdem wurde – mit enormem Einsatz der Holzbaufirma Hieber – das Dach der Hütte erneuert sowie vier marode Holzbalken ausgetauscht.

Stadt wollte die Hütte abreißen

Einfach abreißen und das war’s dann – gegen diesen Plan der Stadt Schorndorf hatte sich im Herbst 2021 großer Widerstand geregt. „Das kann doch wohl nicht wahr sein“, schoss es auch Seibold durch den Kopf, als er in der Zeitung über den geplanten Abriss gelesen hatte, auch weil er als Jagdpächter weiß, wie intensiv die Hütte von Kindergartengruppen, Schulklassen und Spaziergängern genutzt wird. Die Stadt hielt eine Reparatur der Schutzhütte im Aichenbach für unwirtschaftlich, einen Neubau angesichts der angespannten Haushaltslage für nicht machbar). Seibold, der mit einem Zimmermann und einem Architekten den Zustand der Hütte begutachtet hatte, kam zu einem anderen Ergebnis: Die Hütte kann ohne Probleme erhalten werden.

Bei der Rettungsaktion dabei waren dann: die Holzbaufirma Hieber aus Mögglingen, deren Geschäftsführer Tobias Dobler aus Oberberken angeboten hat, die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten zum Selbstkostenpreis zu übernehmen, das Technische Hilfswerk (THW) und die Firma Gönnenwein aus Weiler. Nicht zu vergessen die Naturfreunde Schorndorf, über deren Spendenkonto die Rettungsaktion angestoßen werden konnte.

Und es ist sogar Geld übrig geblieben. „Wir haben maximal 15.000 Euro gebraucht“, sagt Marcus Seibold und kann sich gut vorstellen, den Restbetrag an die Bürgerstiftung weiterzugeben oder für den Unterhalt der Hütte ans Forstrevier.

Nur ein Wunsch bleibt leider unerfüllt: Den schönen Blick bis ins Remstal und zum Grafenberg, der der Hütte den Namen gegeben hat, gibt es nicht mehr und wird es auch in Zukunft nicht geben. Vor 100 Jahren, als die Hütte gebaut wurde, weiß Forstrevierleiter Schmitt, war der ganze Hang kahl. Dass er wegen der Aussicht abgeholzt wird, das ist nicht geplant.

Das Dach ist mit roten Ziegeln neu gedeckt, Holzbalken und Sitzbänke sind erneuert. Am Eingang gibt es neuerdings Pflastersteine, die darunterliegende Drainage sorgt dafür, dass sich dort das Wasser nicht mehr staut. „Da wurde Top-Arbeit geleistet“, stellt Forstrevierleiter Julian Schmitt beim Vor-Ort-Termin fest.  Und auch der Zimmerer der Zentralen Dienste hat am Montag bei der Abnahme der Hütte ganz und gar nichts auszusetzen. Die Schönblickhütte, die eigentlich abgerissen werden sollte,

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