Schorndorf

Wie Rocco Capurso den Marktkauf in Schorndorf aufwerten will

Marktkauf
Der Marktkauf an der Schorndorfer Uferstraße. © ALEXANDRA PALMIZI

Einen guten Ruf weit über Weinstadt hinaus genießt der Remstalmarkt Mack in Endersbach. Aber auch seinen zweiten Lebensmittel-Markt, den 4400 Quadratmeter großen Marktkauf Capurso in Schorndorf, will Inhaber Rocco Capurso deutlich aufwerten. „Ich möchte den Marktkauf näher an den Remstalmarkt heranbringen“, sagt er. Seit er den Supermarkt an der Uferstraße im Juli 2018 übernommen hat, konnte er den Umsatz bereits deutlich ankurbeln, indem er 30 neue Stellen schuf und das Sortiment auf mehr lokale Produkte umstellte. Maultaschen verkauft er jetzt unter anderem aus Schorndorf, Wein aus dem Remstal, regionales Obst- und Gemüse aus dem Großmarkt. Nun hat Rocco Capurso kräftig in den Gastrobereich investiert. Doch das ist erst der Anfang seiner Pläne für den Marktkauf.

Hell und modern ist die Bäckereiabteilung geworden, nachdem sie für rund 500 000 Euro von Grund auf saniert worden ist. Die Wände, die Elektrik und die Küche wurden erneuert, ein neuer stylischer Gastro-Bereich mit 66 Sitzplätzen entstand. Angrenzend sollen die Kunden bald auch auf der Terrasse sitzen können. Noch gibt es coronabedingt alle Speisen und Getränke nur zum Mitnehmen in umweltfreundlichen Boxen aus Papiermaisstärke.

Doch irgendwann sollen die Menschen in Selbstbedienung dort auch frühstücken und mittagessen können. Brötchen, Brot und Backwaren liefert die Urbacher Bäckerei Schulze, außerdem gibt’s unter anderem eine Salatbar mit selbst gemachten Salaten, Quiches aus Straßburg, verschiedene Burger und frisch gepresste Säfte. Wenn die Gastronomie öffnen darf, wird das Angebot von 11 bis 14 Uhr mit wechselnden Mittagstischangeboten komplettiert. Bezahlt wird bargeldlos an drei Geldautomaten direkt an der Theke.

Eine Sushi-Station und viel Platz für die Frischeabteilungen

Der Aus- und Umbau des Gastrobereichs ist erst der Anfang. Im Oktober soll im Marktkauf ein General-Umbau starten. Anfangs, sagt der Unternehmer, sei er mit einem etwas mulmigen Gefühl in die Geschichte reingegangen. „Es ist eine Riesenfläche und ein hoher finanzieller Aufwand.“ Bis 2040 läuft der Mietvertrag. In den Umbau will Rocco Capurso eine „siebenstellige Summe“ investieren. Entstehen soll unter anderem eine Sushi-Station, die Frischabteilungen – Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst und Käse– bekommen mehr Platz. Die Frischabteilungen, „das können wir“, verweist Rocco Capurso selbstbewusst auf sein Personal: „Das kriegen wir nur mit guten Mitarbeitern so gut hin. Wir haben eine tolle Mannschaft.“ Bei seinem Personal setzt Capurso nicht zuletzt auf Weiterbildung: „Wir versuchen, die Mitarbeiter auf den höchsten Ausbildungsstand zu bringen.“

Beim Namen in der Findungsphase

Der Marktkauf soll dem Remstalmarkt im Sortiment und Design angeglichen werden. Wird sich das auch im Namen auswirken? „Da sind wir in der Findungsphase“, sagt Capurso. Bei der Namensfindung dürfe die Vergangenheit der Märkte nicht vergessen werden. Unterm Strich hält er das Logo und die Firmierung für den Erfolg allerdings nicht für entscheidend. „Die Leute gehen dahin zum Einkaufen, wo sie sich wohl fühlen.“ Für den Wohlfühlcharakter seien zu 70 Prozent die Mitarbeiter ausschlaggebend. Nur zu jeweils 15 Prozent wirken sich seiner Überzeugung nach Waren und Struktur der Märkte aus. 140 Menschen arbeiten derzeit im Schorndorfer Marktkauf, 20 davon sind Auszubildende, vier Studenten, die Food-Management studieren. Probleme, gute Mitarbeiter zu finden, hat er nicht: Während viele andere Probleme hätten, habe er einen guten Zulauf an Bewerbern.

Einen guten Ruf weit über Weinstadt hinaus genießt der Remstalmarkt Mack in Endersbach. Aber auch seinen zweiten Lebensmittel-Markt, den 4400 Quadratmeter großen Marktkauf Capurso in Schorndorf, will Inhaber Rocco Capurso deutlich aufwerten. „Ich möchte den Marktkauf näher an den Remstalmarkt heranbringen“, sagt er. Seit er den Supermarkt an der Uferstraße im Juli 2018 übernommen hat, konnte er den Umsatz bereits deutlich ankurbeln, indem er 30 neue Stellen schuf und das Sortiment auf mehr

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