Schorndorf

Ziegelei-Seebad in Schorndorf: Freibad-Saison beginnt am 30. April

Anbaden
Der jährliche Saison-Opener: Das beliebte Anbaden im Ziegeleisee - bei eisigen Wassertemperaturen. © Stadtwerke

Der Frühling steht vor der Tür und das Ende der langen Wartezeit scheint in greifbarer Nähe: Die Freibäder im Rems-Murr-Kreis öffnen wieder ihre Tore. So auch in Schorndorf. Am Samstag, 30. April, startet die Freibad-Saison im Ziegelei-Seebad. „Wir freuen uns sehr, dass wir uns in diesem Jahr an den normalen Zeitplan halten können und wie geplant Ende April öffnen“, sagt Bäderbetriebsleiter Jörg Bay von den Schorndorfer Stadtwerken.

Voller Veranstaltungskalender: „Wir werden möglich machen, was möglich ist“

Anfang März findet vor der offiziellen Eröffnung wie immer der jährliche Saison-Opener statt: das Anbaden im Ziegeleisee. Am 6. März können sich mutige Schwimmerinnen und Schwimmer von 12 bis 16 Uhr ins kalte Nass wagen, um die Freibad-Saison einzuläuten.

„Das Wasser wird Anfang März so um die vier bis fünf Grad kalt sein“, meint Bay mit einem Schmunzeln. Es gebe aber immer so 60 bis 70 Personen, die sich trotz eisiger Temperaturen ins Wasser trauen. „Für uns ist das ein Traditionstermin. Ab diesem Tag beginnt an der Hallenbadkasse auch der Vorverkauf für die Saisonkarten.“ Wie immer gibt es bei dem Event Glühwein, Kinderpunsch und Rote Wurst.

Das beliebte Anbaden soll dabei nur der Auftakt eines noch besseren Sommers sein. „Wir freuen uns total auf die Freibad-Saison und haben auch alle Veranstaltungen schon geplant“, sagt Jörg Bay. Man wisse zwar nicht, wie die Bedingungen und Corona-Regeln im Sommer aussehen. „Wir werden aber alles möglich machen, was möglich ist. Der Blick auf die vielen Veranstaltungen gibt unserem Team Motivation.“ Egal ob Mitternachtssaunen oder Kinderpartys - „der Kalender ist voll“. Die erste Veranstaltung steht laut Bay auch schon fest. Direkt am ersten Freitagabend nach dem Saisonstart, also am 6. Mai, findet die erste Reihe von „Ziegeleisee Live“ statt. Welche Band an dem Abend spielt, sei aber noch nicht klar.

Nicht nur der Blick auf die bevorstehende Freibad-Saison, auch die aktuelle Lage im Hallenbad und in der Sauna stimmt den Bäderbetriebsleiter positiv. „Wir kehren langsam wieder zur Normalität zurück“, meint Jörg Bay. In Anbetracht der aktuellen Situation sei der Januar im Hallenbad nicht schlecht gewesen. „Wir sind gut durchgekommen.“ Obwohl weniger Gäste als erwartet im Bad waren, verzeichnete Bay einen Besucher-Rückgang von nur zehn Prozent. Auch das Stammpersonal sei voll im Einsatz, es gebe aktuell keine Kurzarbeit.

Strenge Corona-Auflagen verhindern, dass mehr Besucher in die Sauna können

Weitaus schlechter sehen die blanken Zahlen in der Sauna aus. „Dort haben wir immer noch rund 50 Prozent weniger Besucher. Das liegt aber vor allem daran, dass wir einfach nicht mehr Menschen in die Sauna lassen dürfen“, erklärt Bay. Nur 110 Personen dürfen gleichzeitig schwitzen, das mache etwa 180 Besucher am Tag aus. „Da sind wir im Vergleich zu den Jahren vor Corona genau bei der Hälfte.“

Zum Vergleich: Im Hallenbad dürfen sich zeitgleich 400 Personen aufhalten. „Da kann einfach besser auf Abstand geachtet werden als in der Sauna“, so Bay. Es liege also weniger an der Bereitschaft der Menschen, in die Sauna oder ins Bad zu gehen, sondern an den strengen Auflagen. Es könnten beispielsweise alle 220 Schränke im Saunabereich belegt werden, das sei aktuell aber leider nicht möglich.

Immerhin gebe es durch die neue Corona-Verordnung vom 22. Februar an ein paar Erleichterungen für Jörg Bay und sein Bäder-Team. „Ab sofort gilt bei uns die 3G-Regel.“ Das habe sich in den ersten Tagen auch schon bemerkbar gemacht: „Es waren Besucher da, die einen negativen und tagesaktuellen Corona-Test vorgezeigt haben.“ Am Arbeitsaufwand ändere die Umstellung auf 3G aber nichts. „Wir müssen weiterhin an der Kasse kontrollieren, was sehr aufwendig ist“, sagt Bay.

„Jeder weiß, dass er seinen Nachweis zeigen muss. Trotzdem gibt es Besucher, die nicht vorbereitet sind und dann den Betrieb aufhalten.“ Das sei nervig, aber nicht zu verhindern. „Sobald wir sehen, dass sich eine größere Schlange bildet, sprechen unsere Mitarbeiter die Besucher schon in der Schlange auf die Kontrolle an“, so der Bäderbetriebsleiter.

Außerdem können Besucher, die eine Karte für die Sauna gebucht haben, in Zukunft auch wieder ins Hallenbad gehen. „Mit der Abschaffung der Kontaktnachverfolgung können wir beide Bereiche wieder vermischen. Wer ein Sauna-Ticket hat, kann auch rüber ins Bad wechseln“, versichert Jörg Bay. Wer in die Sauna will, müsse aber nach wie vor auf die zwei „Time-Slots“ achten. „Die Besucher können entweder von 9 bis 15 Uhr oder von 15.30 bis 22.30 Uhr in die Sauna.“ Tickets sollte man am besten über das Online-Portal buchen. „Ansonsten könnte es sein, dass man an der Kasse abgewiesen wird, weil die Sauna voll ist.“

Ende der Corona-Beschränkungen: Jörg Bay ist optimistisch

Was den Bäderbetriebsleiter für die Sommersaison zusätzlich optimistisch stimmt: das geplante Ende der Corona-Beschränkungen ab dem 20. März. Doch wird nach zwei Jahren Pandemie und ständigen Schließungen wieder alles so wie vor Corona?

„Ich glaube, dass wir ganz schnell wieder im Alltag zurück sind“, sagt Bay. „Wir sehen bereits jetzt, dass wir an regnerischen Wochenenden komplett ausgebucht sind.“ Die Spitze sei aber noch lange nicht erreicht. „Obwohl wir ausgebucht sind, wollen trotzdem noch Besucher rein, die wir dann aber leider abweisen müssen.“

Das zeige Bay: „Viele Besucher haben sich sicher gefühlt, hierherzukommen. Unser Corona-Konzept hat also funktioniert.“ Es sei deshalb an der Zeit, den Schritt in die Öffnung zu gehen - um bald wieder alle Besucher begrüßen zu dürfen.

Der Frühling steht vor der Tür und das Ende der langen Wartezeit scheint in greifbarer Nähe: Die Freibäder im Rems-Murr-Kreis öffnen wieder ihre Tore. So auch in Schorndorf. Am Samstag, 30. April, startet die Freibad-Saison im Ziegelei-Seebad. „Wir freuen uns sehr, dass wir uns in diesem Jahr an den normalen Zeitplan halten können und wie geplant Ende April öffnen“, sagt Bäderbetriebsleiter Jörg Bay von den Schorndorfer Stadtwerken.

Voller Veranstaltungskalender: „Wir werden möglich

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