Schorndorf

Ziel: Bis Weihnachten 50 000 Euro für die Schorndorfer Tafel

Matthias Klopfer
Matthias Klopfer. © Büttner

Mit Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit trifft die Corona-Krise viele Menschen, die ohnehin wenig haben und auf Unterstützung angewiesen sind. Dass nun auch noch der Tafelladen geschlossen hat und die Möglichkeit zum günstigen Einkauf wegfällt, tut da besonders weh. Tafelladen-Chefin Renate Frank und Oberbürgermeister Matthias Klopfer haben deshalb zu einer Spendenaktion aufgerufen. Mit dem Geld sollen Aldi- und Lidl-Gutscheine besorgt und an die bedürftigen Menschen verteilt werden. Schon jetzt hat Oberbürgermeister Klopfer Zusagen für Spenden in Höhe von rund 25 000 Euro. Bis Weihnachten hofft er auf das Doppelte an Spenden. „Das traue ich den Schorndorfern zu“, sagte Matthias Klopfer bei einem Pressetermin. Die bisher größte Einzelspende kam mit 5000 Euro von Immobilien-Unternehmer Markus Seibold, der stellvertretend für die anderen Spender beim Pressetermin dabei war. Derzeit trommelt Seibold für den Tafelladen auch in seinem Lions Club. Der Lions Club könne zwar nicht kurzfristig spenden, weil es dafür Beschlüsse brauche – einige Spendenzusagen habe er aber schon jetzt, nachdem er die Mitglieder direkt angeschrieben habe.

„Ich kann voll nachvollziehen, dass der Tafelladen geschlossen hat“, sagte Stadtchef Klopfer im Hinblick auf die Altersstruktur der Ehrenamtlichen. Auch durch die Enge sei die Ansteckungsgefahr groß. „Aber der Bedarf steigt. Es gibt immer mehr Kunden.“ Gutscheine hatte es deshalb bereits im März gegeben. Die Gutscheinaktion während der zweiten Zwangspause hat Klopfer zur Chefsache erklärt und sich um die ersten Spenden persönlich gekümmert.

„Ich bin sprachlos“, sagte Tafelladen-Macherin Renate Frank angesichts des Einsatzes der Stadt und von Lions-Chef Markus Seibold. Schon im Frühjahr sei sie „baff“ gewesen angesichts der Spendenbereitschaft, „was jetzt abgeht, übertrifft aber alle meine Erwartungen“. Mit dem Geld werden Einkaufsgutscheine über zehn und 20 Euro besorgt, die an vier Nachmittagen an die bedürftigen Menschen ausgegeben werden. Termine für die Ausgabe sind Donnerstag, 26., und Freitag, 27. November, außerdem Donnerstag, 3. Dezember, und Freitag, 4. Dezember, jeweils von 13 bis 15 Uhr. Der Wert der Gutscheine richtet sich nach der Familiengröße. Für Einzelpersonen gibt es einen Zehn-Euro-Gutschein, der Höchstbetrag liegt bei einem 50-Euro-Gutschein für eine sechsköpfige Familie. Pro Woche gibt es einen Gutschein.

5000 Euro kamen von der Stadtverwaltung, insgesamt 2000 Euro von den städtischen Mitarbeitern aus dem Budget ihrer Weihnachtsfeier, die dieses Jahr nicht stattfinden wird. 2000 Euro spendete Schorndorf Centro, je 1000 Euro Stadtwerke und Stadtbau, außerdem Dieter Kelch, die Bürgerstiftung, die Friedrich-Kelch-Stiftung und die Heldmaier-Villbrandt-Stiftung. Jeweils 1000 Euro spendeten auch privat der Stadtwerke-Interims-Geschäftsführer Bodo Skaletz und OB Matthias Klopfer.

Über die große Spendenbereitschaft freut sich auch Awo-Vorsitzender Tim Schopf. Um die Gesundheitsrisiken im Tafelladen zu reduzieren, hofft er auf eine dauerhafte Lösung: Im Moment gebe es nur einen Zugang, durch den alle Kunden gehen und auch die Waren angeliefert werden. „Vielleicht gibt es irgendwann einen zweiten Zugang“, sagte er.

Info

Spenden gehen an das Spendenkonto Schorndorfer Tafel. Stichwort: Gutscheine

IBAN: DE25602500100005376708

BIC : SOLADES1WBN

Mit Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit trifft die Corona-Krise viele Menschen, die ohnehin wenig haben und auf Unterstützung angewiesen sind. Dass nun auch noch der Tafelladen geschlossen hat und die Möglichkeit zum günstigen Einkauf wegfällt, tut da besonders weh. Tafelladen-Chefin Renate Frank und Oberbürgermeister Matthias Klopfer haben deshalb zu einer Spendenaktion aufgerufen. Mit dem Geld sollen Aldi- und Lidl-Gutscheine besorgt und an die bedürftigen Menschen verteilt werden. Schon jetzt

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