Schorndorf

„Zu 99 Prozent“: Die SchoWo findet vom 15. bis 19. Juli 2022 statt

Schowo lärm
SchoWo in Vor-Corona-Zeiten: Proppenvoller Marktplatz und dichtes Gedränge beim Auftritt des Hofbräu-Regiments. © Gabriel Habermann

Anfang des Jahres noch gab Jürgen Dobler als Sprecher der Vereinsgemeinschaft (VG) Schorndorfer Vereine der SchoWo eine Fifty-fifty-Chance. Mittlerweile hat sich die Corona-Lage entspannt – und für Dobler steht fest: Das große Schorndorfer Stadtfest findet von 15. bis 19. Juli statt – „zu 99 Prozent“. Ein kleines Restrisiko, das ist klar, muss in diesen unsicheren Zeiten natürlich einkalkuliert werden. Schließlich ist die Corona-Pandemie noch nicht vorbei und unklar ist, wie es mit dem Ukraine-Krieg weitergeht.

Doch das SchoWo-Schiff hat längst Fahrt aufgenommen. Dieses „komplizierte Konstrukt“, wie Dobler es nennt, jetzt noch zu stoppen, ist fast unmöglich: Das Musikprogramm auf den Bühnen steht – samt großer Eröffnung mit dem Hofbräu-Regiment und der „Takanaka Club Band“ am Freitagabend auf dem Marktplatz, der MPG Big Band am Samstagvormittag und „Cassandra and the boyz“ am Abend. Auf dem Archivplatz gibt’s parallel Party-Rock mit „Friendly elf“. Am Sonntag ist Blasmusik auf der Archivplatzbühne angesagt, abends spielen „The Blackbyrds“ auf dem Marktplatz. Am Montag kommt noch mal das Hofbräu-Regiment nach Schorndorf, „Risk!“ spielt auf dem Archivplatz. Und am Dienstag, dem fünften und letzten SchoWo-Tag, kommt abends die Partyband „VIP’s“ auf die Marktplatzbühne, auf dem Archivplatz steigt eine Rock’n’Roll-Retro-Party mit „The BangBags“. Der Schlosshof wird, wie in Vor-Corona-Zeiten, wieder vom Kulturforum bespielt.

„Welcome back“ – willkommen zurück –, so lautet das Motto der SchoWo 2022. Seit Wochen, sagt Jürgen Dobler, machen er und das SchoWo-Team nichts anderes, als das fünftägige Stadtfest vorzubereiten. Und dabei hat sich nach zwei Jahren Corona-Pause auch einiges verändert. Um nur zwei Neuerungen zu nennen: Es gibt mit Bernd Hornikel einen neuen Oberbürgermeister und mit Jürgen Bruckner einen neuen Feuerwehrkommandanten. Eine Herausforderung, sagt Jürgen Dobler, ist es nicht zuletzt auch, jetzt schon die Festpreise festzulegen: Die Rote für drei Euro, die halbe Bier für 3,50 Euro – es wird sich zeigen, ob diese Preise angesichts der steigenden Inflation zu halten sind.

Höhere Energiepreise und Inflation

Teurer wird die SchoWo nicht zuletzt auch für die Stadt Schorndorf: In der jüngsten Sitzung des Verwaltungs- und Sozialausschusses informierte Lars Scheel als Leiter des Eigenbetriebs Tourismus und Citymanagement, dass sich der Beitrag der Stadt um 16.000 Euro erhöhen wird. Im Jahr 2020 hatte der Gemeinderat die Kosten der SchoWo ab dem Jahr 2021 auf 120.000 Euro festgelegt. Nachdem mit der Vereinsgemeinschaft eine detaillierte Budgetplanung gemacht und Angebote eingeholt wurden, hat sich herausgestellt: Der städtische Beitrag fällt höher aus. Die Kostensteigerung ergibt sich, so Scheel im Ausschuss, aus höhen Stundensätzen der Zentralen Dienste und höheren Kosten für alle beteiligten externen Dienstleister. „Gründe dafür liegen in gestiegenen Energiepreisen sowie der dynamischen Entwicklung der Inflation.“ Um die Mehrkosten zumindest etwas auszugleichen, sollen die Fahrpreise für das SchoWo-Bähnle „geringfügig“ erhöht werden. Außerdem wird versucht, durch die Akquise von Sponsoren und eine effiziente Zusammenarbeit mit den Zentralen Diensten und den Stadtwerken Kosten einzusparen.

Im Verwaltungs- und Sozialausschuss regte sich indes kein Widerstand gegen die Beitragserhöhung. Für OB Bernd Hornikel ist die SchoWo in diesem Jahr sogar besonders wichtig: „Es tut uns gut, wieder ein Stadtfest zu haben und uns zu treffen.“ Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Hermann Beutel bekannte, nach zwei Jahren Corona-Pause mit den Mehrkosten leben zu können. Und Miriam Müller von der Grünen Liste Schorndorf stellte die für Jugendliche interessante Frage: Wird es „Under the Bridge“, wieder geben? Und was ist im Schlosspark geplant? Die Antwort lautet: Die Jugendparty unter der Arnoldbrücke wird es nicht geben, die Schlosswallgüter werden nach der Gartenschau-Sperrung und zwei Corona-Jahren aber wieder für die Jugend geöffnet.

Bleibt die Frage: Wie geht es im Jahr 2023 mit der SchoWo weiter? Schließlich kann der Archivplatz wegen des Neubaus der Stadtbücherei nicht bespielt werden. Der geplante Abriss des Volksbank-Gebäudes am Unteren Marktplatz 19 – auch das wird Auswirkung auf die SchoWo haben. Und Ausweichmöglichkeiten gibt es kaum: Der Parkplatz an der Mauer in der Weststadt oder der Kirchplatz sind nach Jürgen Doblers Dafürhalten keine Alternative, das Gleiche gilt für den Bantel-Parkplatz, der ebenfalls schon im Gespräch war.

Anfang des Jahres noch gab Jürgen Dobler als Sprecher der Vereinsgemeinschaft (VG) Schorndorfer Vereine der SchoWo eine Fifty-fifty-Chance. Mittlerweile hat sich die Corona-Lage entspannt – und für Dobler steht fest: Das große Schorndorfer Stadtfest findet von 15. bis 19. Juli statt – „zu 99 Prozent“. Ein kleines Restrisiko, das ist klar, muss in diesen unsicheren Zeiten natürlich einkalkuliert werden. Schließlich ist die Corona-Pandemie noch nicht vorbei und unklar ist, wie es mit dem

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