Schorndorf

Zu Bewährungsstrafe verurteilt: Kassiererin geschlagen und Geld gestohlen

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Symbolbild. © Mathias Ellwanger

Schorndorf/Stuttgart. Ein in Schorndorf polizeibekannter psychisch kranker Mann ist am Mittwoch vom Landgericht Stuttgart zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden. Der 37-Jährige war angeklagt wegen Diebstahl, einer Körperverletzung und diversen Beleidigungen.

Aufgrund der Aussage des Gutachters blieb Bernd M. (Name geändert) eine dauerhafte Einweisung in die Psychiatrie erspart. Die fünfte Große Strafkammer hatte vor allem die Frage zu klären, ob in Zukunft sichergestellt werden kann, dass der Angeklagte, der mittlerweile in Ditzingen (Landkreis Ludwigsburg) in einer betreuten Wohngruppe lebt, regelmäßig seine Medikamente einnimmt. Zeugen hatten ausgesagt, dass der Mann immer dann am Ausrasten war, wenn er die Tabletten weggelassen hatte. In seinem Umfeld und auch bei der Polizei war bekannt, dass der Mann schwere psychische Probleme hat.

Seit November vergangenen Jahres jedoch ist Bernd M. nach seiner eigenen Aussage bei einer Psychiaterin in Behandlung und nimmt die Medikamente unter Aufsicht ein. Vor Gericht gab er alle Vorwürfe zu, die man ihm vorhielt. So hat er einer Kassiererin des Marktkaufs in Schorndorf mit großer Wucht aufs Brustbein geschlagen, einer Bekannten in ihrer Wohnung 1100 Euro gestohlen, mehrere Autos zerkratzt und verschiedene Menschen, darunter einige Polizeibeamte, unflätig beschimpft.

Nach jeder Aussage entschuldigte sich Bernd M. beim Zeugen und beteuerte, dass ihm sein Verhalten so nicht bewusst gewesen sei. Am Ende sagte er: „Ich bin schockiert, wenn ich höre, wie ich mich in Schorndorf benommen habe.“

Ein ausführlicher Bericht folgt.