Schorndorf

Zukunft der Schorndorfer Nordstadt: Was sich durch die IBA'27 verändern könnte

IBA''27 Bügrerbeteiligung
Die Einwohner der Nordstadt bei der Diskussionsrunde in der Berufsschule. © Christopher Czernecki

Die Nordstadt befindet sich im Umbruch. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) werden dort gleich zwei Projekte angestoßen: das Quartier der Generationen auf dem ehemaligen Bauhof und der Bau neuer Wohnungen in der Vorstadtstraße. Angesichts dieser großen Veränderungen haben viele Bürgerinnen und Bürger Bedenken, Anregungen und Fragen. Diese konnten sie in einem Workshop diskutieren.

Autofreie Straßen und eine besser Anbindung an die Kernstadt 

Historisch gesehen lag die Nordstadt vor den Toren Schorndorfs, erinnert Oberbürgermeister Bernd Hornikel. Viele sähen das noch heute so. „Das will ich nicht mehr.“ Vielmehr solle die Stadt mit ihren Teilorten gesamtheitlich betrachtet werden.

Eine gute Durchwegung und ein besserer Anschluss an die Kernstadt, damit trifft der OB bei den Anwohnern der Nordstadt auf offene Ohren. Denn obwohl der Bahnhof in wenigen Minuten erreichbar ist: Die Nordstadt ist nicht optimal an das Zentrum angebunden, meinen viele Bürgerinnen und Bürger. Deshalb hat ein Anwohner vorgeschlagen, die Vorstadtstraße zu einer autofreien Straße zu machen. Damit würde eine bessere Anbindung an die Kernstadt gewährleistet. „Viele würden dann auf ihr Auto verzichten, wenn es einfacher wäre.“ Die vielen Parkflächen könnten somit zu Aufenthaltsflächen umfunktioniert werden.

Ein anderer Teilnehmer der Diskussion schlug vor, zwei oder drei zusätzliche Tunnel für Fußgänger und Radfahrer unter der Bahnlinie zu bauen. Dieser Vorschlag stieß auf Zustimmung. Denn bei einer Sache sind sich die Bewohner der Nordstadt sicher: Die Unterführung am Bahnhof, wie sie jetzt existiert, ist zu eng und nicht ausreichend für den vielen Fußgänger- und Radverkehr.

Ein weiteres Problem, für das aber niemand eine Lösung hat, ist der „ruhende und suchende Verkehr“ rund um das Berufsschulzentrum. Dass viele Schülerinnen und Schüler mit dem Auto kommen, sei die Realität. Ob sich das durch eine bessere Busanbindung lösen lässt, darüber waren sich die Nordstädter nicht ganz einig.

Mehr Parkplätze zu schaffen, dürfe aber auf keinen Fall des Rätsels Lösung sein. Denn die Menschen wünschen sich von der Vorstadt der Zukunft vor allem mehr Aufenthaltsqualität, vor allem ohne Konsumzwang.

Remsufer soll keinen "Eventcharakter" bekommen 

Eine Frau schlug deshalb vor, die wenigen Insel-Grünflächen im Gebiet zu einer Großen verbinden. Außerdem, und da pflichten ihr zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei, soll die Rems naturnah erschlossen werden. Die geplante Freilichtbühne beim Quartier der Generationen sei keine schlechte Idee. Trotzdem wünschen sich viele ein Remsufer „ohne Eventcharakter“.

Die belebten Diskussionen zu verschiedensten Themen zogen sich über eine ganze Weile. Dass die Leute unmittelbar vom Umbau der Nordstadt betroffen sind, war spürbar. Nun will die IBA alle Vorschläge festhalten und in Absprache mit der Stadt eine Handlungsempfehlung formulieren.

Die Nordstadt befindet sich im Umbruch. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) werden dort gleich zwei Projekte angestoßen: das Quartier der Generationen auf dem ehemaligen Bauhof und der Bau neuer Wohnungen in der Vorstadtstraße. Angesichts dieser großen Veränderungen haben viele Bürgerinnen und Bürger Bedenken, Anregungen und Fragen. Diese konnten sie in einem Workshop diskutieren.

Autofreie Straßen und eine besser Anbindung an die

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