Schorndorf

Zwei neue Kitas, acht neue Wohnungen

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Am Standort des alten Kindergartens in der Wilhelm-Enßle-Straße soll eine neue Betreuungseinrichtung gebaut werden, aber nicht nur. Geplant sind zur Besseren Ausnutzung des Grundstücks auch eine Tiefgarage und acht Wohneinheiten. © ZVW/Sarah Utz

Remshalden. Der Gemeinderat hat weitere Weichen in Richtung des Neubaus von zwei Kindertagesstätten gestellt. Für die neue Einrichtung in der Wilhelm-Enßle-Straße in Geradstetten steht nun fest: Sie kommt mit Tiefgarage drunter und Wohnungen drüber. Für beide Kitas, also auch für die neue Einrichtung in der Lilienstraße in Grunbach, gibt es einen Planungswettbewerb.

Aufgrund von vielen Zuzügen und damit stark steigenden Kinderzahlen benötigt die Gemeinde Remshalden in den nächsten Jahren voraussichtlich drei neue Betreuungseinrichtungen, um die Rechtsansprüche erfüllen zu können. Die erste davon soll in der Wilhelm-Enßle-Straße in Geradstetten entstehen, weil dort sehr bald schon Plätze gebraucht werden. Geplant ist eine viergruppige Kindertagesstätte in Trägerschaft der evangelischen Gemeinde Grunbach.

Die Zeitplanung ist derzeit noch im Fluss. Laut Hauptamtsleiterin Christine Kullen wird Mitte Juli eine detaillierte Planung für alle drei neuen Kitas ausgearbeitet. Auf jeden Fall muss die Gemeinde aufs Tempo drücken, wie die neue Sachgebietsleiterin Hochbau Sabine Klein im Gemeinderat verdeutlichte. Man brauche ausreichend Zeit, weil es in der Planung viele Formalien einzuhalten gelte. Denn: Durch die Größenordnung der Projekte greife die europäische Gesetzgebung.

Acht Wohnungen über der Kita

Entschieden hat der Gemeinderat jetzt schon, dass das neue Gebäude in der Wilhelm-Enßle-Straße am Standort des alten Kindergartens dort nicht nur eine Betreuungseinrichtung aufnehmen soll. Geplant sind auch eine Tiefgarage und acht Wohneinheiten. Dadurch sieht die Gemeindeverwaltung das Grundstück am besten ausgenutzt. Ohne Tiefgarage würde es Parkplatzprobleme geben, wie Sabine Klein zeigte. Es wären demnach nur sechs Mitarbeiterstellplätze möglich, was beim Personal für vier Gruppen wenig sei.

In der groben Schätzung der Remshaldener Verwaltung liegen die Kosten für die Kindertagesstätte in der Wilhelm-Enßle-Straße bei rund 3,5 Millionen Euro. Für das weitere Staffelgeschoss zur Wohnnutzung kommen rund 2,2 Millionen Euro dazu, die aber durch Vermietung refinanziert werden könnten. Erklärtes Ziel der Gemeinde ist es, sich mit der fertigen Planung einen Bauträger ins Boot zu holen, der das Gebäude erstellt und von dem die Gemeinde dann eventuell nur die Kita-Räumlichkeiten kauft.

Die Architekturbüros für die neuen Einrichtungen in der Wilhelm-Enßle-Straße und in der Lilienstraße sollen jetzt in einem Wettbewerbsverfahren gefunden werden. Im Preisgericht sollen Mitglieder der Verwaltung, des Gemeinderats und ausgewählte Experten sitzen.

EHR-Gelände in Grunbach-Süd

Der dritte Neubau einer Kindertagesstätte ist für das Areal der ehemaligen Ernst-Heinkel-Realschule in Grunbach-Süd geplant. Er soll aber erst nach der Wilhelm-Enßle-Straße und der Lilienstraße kommen.

Das alte Realschulgebäude soll 2019 abgerissen werden. Danach will die Gemeinde einen städtebaulichen Wettbewerb durchführen. Auf dem Gelände sollen neben der Kita Wohnhäuser entstehen.

Es könnte insgesamt bis 2021 dauern, bis allein das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen ist, das dann Grundlage für die Grundstücksvermarktung und den Kita-Bau ist.