Schwaikheim

Bauarbeiten in der Schwaikheimer Bahnhofstraße gehen bis 22. Oktober

Straßenbau
Der Straßenbau in der Schwaikheimer Bahnhofstraße kommt sehr gut voran. © ALEXANDRA PALMIZI

Mehr als fünf Wochen vor dem eingeplanten Termin haben die Bauarbeiter kurz nach Pfingsten den zweiten Bauabschnitt der Bahnhofstraße in Schwaikheim fertiggestellt. Daher konnten die Fräsen und Bagger nun noch ein Stück weiter die Bahnhofstraße hinaufrücken. Dort begann der dritte und letzte Abschnitt der Bauarbeiten ab der Kreuzung mit der Lerchen-/Hofstattstraße bis etwa 30 Meter hinter die Einmündung der Wilhelmstraße.

Neuer Abwasserkanal

Seit Februar entfernen die Bauarbeiter auf einer Gesamtlänge von insgesamt etwa 350 Metern zunächst die alte Betontragschicht. Anschließend verlegen sie einen neuen Abwasserkanal mit einem größeren Durchmesser. Eine hydraulische Berechnung hatte ergeben, dass der bisherige Kanal für die zusätzlichen Abwässer des Neubaugebiets Heiße Klinge nicht mehr ausgereicht hätte. Auch die Wasserleitung wird inklusive der Hausanschlüsse jeweils bis zur Bordsteinkante erneuert.

Die Arbeiten hatten Mitte Februar direkt am Kreisverkehr in der Ortsmitte begonnen. „Wir liegen sehr gut im Zeitplan“, sagt Nadim Polat, Bauingenieur im Bauamt der Gemeinde Schwaikheim. Für den dritten Bauabschnitt ist ein Zeitraum bis zum 22. Oktober eingeplant. Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich auf voraussichtlich rund 870 000 Euro, weitere 570 000 Euro werden auf die Eigentümer in der Heißen Klinge umgelegt.

Am Schluss der Feinbelag

Im Oktober, wenn die letzten Arbeiten in der Bahnhofstraße erledigt sind, ziehen die Arbeiter der Birkmannsweilermer Straßenbaufirma Klöpfer noch einmal hinunter in die Ortsmitte zum „Stonehenge-Kreisel“. Nachdem dort das Bauprojekt Neue Mitte abgeschlossen worden ist, wird vom Kreisverkehr aus gesehen der erste Abschnitt der Bismarckstraße und ein Teil der unteren Bahnhofstraße noch seine endgültige Deckschicht erhalten.

Überwege werden barrierefrei

Außerdem sollen die Überwege am Kreisverkehr über die Bismarck- und über die untere Bahnhofstraße ebenfalls noch blinden- und behindertengerecht umgestaltet werden. Dabei wird ein Teil des Überwegs ebenerdig ausgeführt, etwa für Rollstühle oder Rollatoren. In einem zweiten Teil bleibt eine fünf Zentimeter hohe Bordsteinkante erhalten, damit Blinde und Sehbehinderte mit Taststock deutlich erkennen können, wo die Straße beginnt. Damit Blinde nicht versehentlich vom abgesenkten Bereich auf die Fahrbahn geraten können, wird dort zusätzlich ein Sperrfeld aus Rippensteinen eingebaut, die parallel zum Überweg verlaufen. Die Alternative wäre, den gesamten Überweg mit einer drei Zentimeter hohen Kante auszuführen, womit aber niemandem geholfen wäre. Der vierte Überweg am Kreisverkehr über die Ludwigsburger Straße wird voraussichtlich später an der Reihe sein, wenn auch in dieser Straße Bauarbeiten anstehen.

Bäckerei Schöllkopf geöffnet

Gleich doppelt benachteiligt ist derzeit die Bäckerei-Filiale Schöllkopf in der Bahnhofstraße 44: Erst ist im April der benachbarte Edeka-Markt aus- und in die Ortsmitte umgezogen, nun erschwert auch noch die Baustelle vor dem Gebäude den Zugang. Mit dem Auto ist die Bäckerei nur von hinten über die Schubartstraße zu erreichen. Und auch wer zu Fuß von der Bahnhofstraße kommt, muss erst die Auffahrt zum Parkdeck hoch und von dort in die Bäckerei. Der stellvertretende Bürgermeister Alexander Bauer dankte den Mitarbeiterinnen Christina Dreher und Heike Schmid bei einem Besuch diese Woche dafür, dass sie trotz der widrigen Umstände die Stellung halten und stellte in Aussicht, dass sich dies lohnen wird. „Mit etwas Glück haben Sie demnächst wieder einen Supermarkt als Nachbarn, der dann auch wieder für insgesamt mehr Betrieb sorgt“, orakelte Interims-Bürgermeister Bauer.

Zieht Netto in den alten Edeka?

Dabei bezog sich der stellvertretende Bürgermeister auf ihn kenntlich gewordene nach seinen Angaben aktuelle Aussagen von Edeka Südwest und Netto Marken-Discount. Demnach verhandeln Edeka und Netto derzeit über eine Nachmietung der Geschäftsräume in der Bahnhofstraße 44. Der Discounter prüft nach eigener Auskunft aktuell die Geschäftsräume und Verträge. Sollte es zu einer Ansiedlung des Netto in der Bahnhofstraße 44 kommen, will der Discounter aber wohl vorher die Geschäftsräume sanieren. Daher heißt es offiziell, man bitte die Schwaikheimerinnen und Schwaikheimer noch um etwas Geduld. „Für die Nahversorgung in Schwaikheim und insbesondere für die Bürgerinnen und Bürger im südlichen Teil der Gemeinde hoffen wir natürlich sehr, dass wir uns bald über die Wiedereröffnung eines Supermarkts in der Bahnhofstraße freuen können“, so Alexander Bauer.

Mehr als fünf Wochen vor dem eingeplanten Termin haben die Bauarbeiter kurz nach Pfingsten den zweiten Bauabschnitt der Bahnhofstraße in Schwaikheim fertiggestellt. Daher konnten die Fräsen und Bagger nun noch ein Stück weiter die Bahnhofstraße hinaufrücken. Dort begann der dritte und letzte Abschnitt der Bauarbeiten ab der Kreuzung mit der Lerchen-/Hofstattstraße bis etwa 30 Meter hinter die Einmündung der Wilhelmstraße.

Neuer Abwasserkanal

Seit Februar entfernen die

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