Schwaikheim

Bestens vertraut: Die neue Konrektorin der Ludwig-Uhland-Schule kommt aus dem dortigen Kollegium

Julia Hauslaib
Mit Verwaltungsaufgaben muss sie sich jetzt noch mehr beschäftigen: Julia Hausleib. © Gabriel Habermann

Die Ludwig-Uhland-Schule hat nun eine weibliche Doppelspitze: Rektorin Heike Hömseder und neu als stellvertretende Schulleiterin Julia Hauslaib. Die 39-Jährige wird keine lange Einarbeitungszeit in dieser Funktion brauchen, sie kennt sich in der Schule nämlich bereits bestens aus.

Julia Hauslaib ist in Fellbach aufgewachsen und zur Schule gegangen. Studiert hat sie an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg, Lehramt mit Schwerpunkt Grundschule, die Fächer Mathe, Sport und Kunst. Sie ist also vor allem mit der Primarstufe vertraut, Heike Hömseder sei es mit der Sekundarstufe, dementsprechend sei denn auch die Arbeitsteilung im Rektorat, so Julia Hauslaib.

Sie hat hat nach dem Referendariat in Schulen in Altbach (Landkreis Esslingen), Schorndorf, Urbach und Endersbach unterrichtet. Seit rund neun Jahren ist sie in Schwaikheim, kommt also aus dem hauseigenen Kollegium, wo sie auch im Leitungsteam war und nun erst recht ist. Mit den Kollegen vertraut zu sein, das sei für sie auch der Grund gewesen, sich auf die freigewordene Stelle zu bewerben, betont sie.

Sie hat den Aufbau der Gemeinschaftsschule miterlebt und, wie sie betont, die vielen Abläufe, Prozesse, die dieser erforderte, auch mitgestaltet. Den Aufschwung der Schule, mit deutlich höheren Anmeldezahlen für die fünfte Klasse, die Voraussetzung für den Fortbestand der weiterführenden Schule, sieht Julia Hauslaib begründet in der damaligen neuen Leitung mit Heike Hömseder und Michael Huy. Nun, als dessen Nachfolger, stehe sie noch mehr in der Verantwortung, mitzugestalten. Die nächste Aufgabe sei vor allem, die Verzahnung zwischen Grundschule und Sekundarstufe zu stärken, für sie persönlich aber auch, das Profilfach der Schule Kunst in Richtung Theater und Musik auszubauen.

Ziel: Grundschule und Sekundarstufe stärker verzahnen

Bei der Verzahnung denkt sie etwa an einen „PC-Führerschein“, bei dem die Großen im Rahmen einer Projektwoche den Kleinen den Umgang mit neuen Medien vermitteln. „Medienkompetenz muss erlernt werden. Man kann nicht Erstklässlern einfach ein I-Pad geben und ihnen sagen ,Macht mal’.“ Leider gebe es derzeit dabei allerdings das Problem Corona, das die Durchmischung der Schüler beziehungsweise Klassenstufen verhindere. Ziel müsse sein, die Grundschüler noch stärker an die heimische Ludwig-Uhland-Schule zu binden. Dabei spiele der derzeit entstehende Neubau mit der Mensa, aber auch zusätzlichen Fachräumen für das Fach Kunst, eine wichtige Rolle, weil sich mit ihm die Arbeitsbedingungen künftig deutlich verbesserten.

Apropos Corona: Schule lebe nun mal von Präsenzunterricht, der „Beziehungsebene“, direkten Begegnungen vor Ort, Interaktion, betont Julia Hauslaib. Fernlernunterricht könne all dies nicht leisten, normalen Unterricht nicht gleichwertig ersetzen. Selbst wenn die Schule mittlerweile mit I-Pads und Notebooks, überhaupt digitaler Ausstattung, gut aufgestellt sei und die Kollegen sich sehr gut beim Umgang damit fortgebildet hätten. Der Wert des Präsenzunterrichts spiegle sich auch in den Rückmeldungen aus den Familien der Schüler wieder: „Die Coronakrise ist in der Beziehung schlimm für die Schüler – und für die Eltern.“ Das Ganze sei eine Herausforderung, eine harte Zeit, aber dafür laufe es an der Schule doch ganz gut.

Wende zum Guten durch das Duo Hömseder/Huy

Julia Hauslaib kommt hier noch mal zurück auf den Wechsel in der Schulleitung, die Übernahme seinerzeit durch Hömseder und Huy. Dieser habe so viel bewirkt, seither herrsche ein ganz anderes Klima an der Schule, gebe es für die eine Zukunft, lasse sich wirklich was bewegen. Auch das sei ein Grund gewesen für sie, sich zu bewerben. Der Ruf der Schule in der Raumschaft habe sich völlig gewandelt. „Für uns Lehrer ist es toll, hier zu arbeiten.“ Auch dazu bekämen sie ja positive Rückmeldungen von Eltern und Schülern. Natürlich sei die Fusion mit der Winnender Gemeinschaftsschule eine Riesenaufgabe. Auch dass diese gelungen sei, dass „wir so gut dastehen, wie wir es tun“, sei vor allem ein Verdienst von Hömseder und Huy.

Huy ist nun Rektor, hat die einmalige Chance dazu in seiner Heimatstadt genutzt. Wie sieht es bei ihr aus mit dem nächsten Schritt der Karriere? Sie lacht, winkt ab: „Keine Ambitionen“. Fügt allerdings doch „bislang“ hinzu. Sie wohnt in ihrer Heimatstadt Fellbach. Ein Hobby ist Tennisspielen, dort hat sie allerdings ihre „Laufbahn“ in der Mannschaft in Schmiden beendet, macht es also nur noch rein freizeitmäßig, geht dafür mehr joggen. Klar, Kunst, in vielen Facetten, ist auch ein Hobby von ihr, nach dem Motto „Do it yourself“.

Ihr Vater war selbst Schulleiter, die Mutter Erzieherin, der pädagogische Beruf war ihr also zwar in die Wiege gelegt, aber dass sie tatsächlich Lehrerin und nun auch Konrektorin geworden ist, das sei ihr von den Eltern durchaus selbst überlassen worden, betont Julia Hauslaib schmunzelnd.

Die Ludwig-Uhland-Schule hat nun eine weibliche Doppelspitze: Rektorin Heike Hömseder und neu als stellvertretende Schulleiterin Julia Hauslaib. Die 39-Jährige wird keine lange Einarbeitungszeit in dieser Funktion brauchen, sie kennt sich in der Schule nämlich bereits bestens aus.

Julia Hauslaib ist in Fellbach aufgewachsen und zur Schule gegangen. Studiert hat sie an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg, Lehramt mit Schwerpunkt Grundschule, die Fächer Mathe, Sport und Kunst.

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