Schwaikheim

Bundesverdienstkreuz für Inge Schneider aus Schwaikheim

Inge Schneider
Inge Schneider bei einem Gespräch in der ZVW-Kreisredaktion in Waiblingen 2019. © Gabriel Habermann

Inge Schneider, die ehemalige Präsidentin der Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande. Die Verleihung findet am 23. Februar in Schwaikheim statt, coronabedingt in kleinem Kreis.

Zuletzt hatte Inge Schneider von 2014 bis 2020 mit der Präsidentschaft der Landessynode das höchste Ehrenamt in der württembergischen Landeskirche inne. Insgesamt war Schneider 24 Jahre lang Mitglied der Synode und hat wichtige Zukunftsprozesse mitgestaltet. So wirkte sie etwa bei der Entwicklung der Personalstrukturplanung für den Pfarrdienst mit.

„Inge Schneider hat immer das Gemeinwohl im Blick“

„Ich freue mich sehr, dass die frühere Synodalpräsidentin Inge Schneider eine solche Anerkennung durch die Bundesrepublik Deutschland erhält“, machte Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July deutlich. „Sie hat mit ihrem jahrzehntelangen ehrenamtlichen Engagement und in ihrer Zeit als Synodalpräsidentin gezeigt, wie Kirche und Gesellschaft auf das Zusammenspiel von Menschen angewiesen sind, die haupt- und ehrenamtlich Verantwortung übernehmen. Inge Schneider hatte dabei immer auch das Gemeinwohl und die Verbindungen zur Politik und zu gesellschaftlichen Gruppen im Blick. Sie hat die Auszeichnung und Anerkennung verdient.“

Schneider sieht die Ehrung in einem größeren Kontext: „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und sehe darin auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber all den vielen Ehrenamtlichen, die sich auf allen Ebenen unserer Kirche engagieren.“

Engagiert für einen nachhaltigen Umgang mit dem Geld der Kirche

Über ihre Tätigkeit in der Synode hinaus hat Inge Schneider 20 Jahre lang im Leitungsorgan der internationalen Organisation „Evangelische Mission in Solidarität“ (EMS) mitgearbeitet. Zudem hat sie sich über viele Jahre hinweg in Kirchengemeinderat und Bezirkssynode engagiert. Es war ihr wichtig, dass der Glaube im Alltag weiterhilft und sich alle Menschen in der Kirche angenommen fühlen. Neben explizit geistlichen Anliegen engagierte sie sich für Nachhaltigkeit im Umgang mit den kirchlichen Finanzen und für mehr Chancengleichheit von Alt und Jung und von Menschen mit und ohne Behinderung, wie aus einer Pressemitteilung der evangelischen Landeskirche hervorgeht.

Geboren 1953 in Schwaikheim, hat Inge Schneider nach dem Studium der Mathematik und der Religionspädagogik als Lehrerin gearbeitet sowie als nebenberufliche Seelsorgebeauftragte bei einem diakonischen Altenhilfeträger. In den Jahren 1982 bis 1986 war sie mit ihrer Familie in Tansania in einer abgelegenen Missionsstation vor allem in der Hilfe für kranke Menschen tätig. Inge Schneider ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder, eines davon ist schwerstmehrfachbehindert.