Schwaikheim

Corona-Fall legt Sozialstation in Schwaikheim lahm

Schwaikheim - Rosemarie Speckens, Leiterin der Sozialstation
Das Büro der Schwaikheimer Sozialstation ist nicht mehr besetzt – alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind im Home-Office oder in Quarantäne. © ZVW/Gabriel Habermann

Wegen zwei Coronavirus-Vorfällen innerhalb kürzester Zeit ist in der Sozialstation Schwaikheim derzeit nur ein Notbetrieb möglich. Das teilt die Gemeindeverwaltung mit.

Zunächst hatten demnach drei Mitarbeiter Kontakt mit einer infizierten Patientin und sind daraufhin als Vorsichtsmaßnahme in häusliche Quarantäne geschickt worden. „Nun ist leider eine Mitarbeiterin selbst positiv auf Covid-19 getestet worden“, teilt Bürgermeister Gerhard Häuser mit. Damit sind alle Kolleginnen und Kollegen, die in der vergangenen Woche von Montag bis Mittwoch im Dienst waren, ebenfalls zur Sicherheit in häusliche Quarantäne versetzt worden.

Drei Mitarbeiterinnen kehren ab Donnerstag bis zum Samstag zurück

„Jetzt kommt es vor allem darauf an, die Zeit bis zum Wochenende zu überbrücken“, so Häuser weiter. Denn die drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zuerst den Kontakt zur infizierten Patientin hatten, kehren ab Donnerstag bis zum Samstag dieser Woche sukzessive in den Dienst zurück. Die ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich aufgrund des zweiten Vorfalls in Quarantäne befinden, können bereits ab Mittwoch kommender Woche aus der Quarantäne entlassen werden. Die bisher vorliegenden Testergebnisse sind allesamt negativ ausgefallen.

Damit ist der Zeitraum, in dem lediglich ein Notbetrieb aufrechterhalten werden kann, zwar überschaubar. Dennoch war schnelles Handeln erforderlich. Als Sofortmaßnahme sind alle Patientinnen und Patienten der Sozialstation Schwaikheim über den Vorfall informiert worden.

Nachbargemeinde Korb hilft mit ihrer Sozialstation aus

Darüber hinaus wurde ein Plan ausgearbeitet, damit diejenigen, die intensiver betreut werden, in gewohnter Art und Weise versorgt werden können. Für alle anderen Patienten konnten ebenfalls Lösungen gefunden werden. „Seien es die Verwandten oder die Nachbarn, alleine muss in diesen Tagen glücklicherweise niemand zurechtkommen“, so Häuser.

Auch wird die Sozialstation selbst weiterhin in gewohntem Umfang verwaltet. Für Leiterin Rosemarie Speckens konnte kurzfristig ein Heimarbeitsplatz eingerichtet werden, wie er dieser Tage für die Mitarbeiter der inneren Verwaltung zum Standard geworden ist.

Mitarbeiterin aus Korb hilft 

Für Entlastung sorgt zudem, dass die Nachbargemeinde Korb sofort zur Hilfe kam. Eine sich derzeit eigentlich im Urlaub befindliche Mitarbeiterin ist spontan eingesprungen, um die Sozialstation Schwaikheim im Abenddienst zu unterstützen. Glückliche Fügung: Die Pflegerin wohnt sogar in Schwaikheim.

„Schwer wiegt jedoch auch, dass die infizierte Mitarbeiterin nicht nur zu den Kolleginnen und Kollegen Kontakt hatte, sondern ja auch aktiv in der Pflege eingesetzt war“, berichtet Häuser weiter. Symptome wiesen die infrage kommenden acht Patienten bis jetzt nicht auf. „Natürlich ist es unsere große Hoffnung, dass das auch so bleibt“, so der Rathauschef. Die Patienten sind angehalten, auf ihre Vitalfunktionen zu achten und beim ersten Verdacht den Kontakt zum Hausarzt zu suchen.

Wegen zwei Coronavirus-Vorfällen innerhalb kürzester Zeit ist in der Sozialstation Schwaikheim derzeit nur ein Notbetrieb möglich. Das teilt die Gemeindeverwaltung mit.

Zunächst hatten demnach drei Mitarbeiter Kontakt mit einer infizierten Patientin und sind daraufhin als Vorsichtsmaßnahme in häusliche Quarantäne geschickt worden. „Nun ist leider eine Mitarbeiterin selbst positiv auf Covid-19 getestet worden“, teilt Bürgermeister Gerhard Häuser mit. Damit sind alle Kolleginnen und

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