Schwaikheim

Guter Dinge für die Freibadsaison: Das digitale Buchungssystem soll auf jeden Fall fortgeführt werden

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Mundschutz zu tragen am Eingang und Ticket zu scannen wird wohl auch dieses Jahr nötig sein. © speiser

Der Sommer naht und damit auch die Freibadsaison. Erstes ist sicher. Aber, Stichwort Corona, auch Zweites? Immerhin, René Schray, stellvertretender Kämmerer und in der Verwaltung für den Betrieb zuständig, geht auf Nachfrage fest davon aus. Anders gesagt: Er sehe bis jetzt keinen Grund, warum nicht. Sobald es wärmer werde, gingen die Infektionszahlen runter, das habe man im vergangenen Jahr gesehen, und es werde bis dahin ja immer mehr Geimpfte geben.

Noch gebe es „von oben“ allerdings keinerlei Infos, unter welchen Vorgaben der Betrieb stattfinden solle. Geplant sei in Schwaikheim Saisonstart, die Öffnung des Bades, zum 1. Mai. Sollte dieser Termin aber aufgrund von Verordnungen nicht möglich sein, also verschoben werden müsse, ist Schrays Hoffnung, dass die Gemeinde darüber eher Bescheid bekommt als im vergangenen Jahr, als alles sehr kurzfristig gewesen sei, nämlich die Öffnung sozusagen von einem Tag auf den Tag andern erlaubt wurde. Der Unterschied aber zu 2020: Man habe ja nun „Know-how“, die Erfahrungen von damals, sei deshalb besser vorbereitet als seinerzeit, „als wir doch ziemlich im Nebel herumstochern mussten“.

E-Tickets eventuell auch nur als Ergänzung zum Kauf an der Kasse

Man habe nun das Online-Buchungssystem und ein Hygienekonzept, auf die man zurückgreifen könne. Der digitale Ticketverkauf habe gut funktioniert, so Schray. So gut, dass es unabhängig von Corona auf jeden Fall wieder zum Einsatz kommen werde. Die Frage sei nur, ob ergänzend zum Kartenverkauf vor Ort oder anstatt. Wenn der Kartenverkauf vor Ort erlaubt sei, werde man das auch machen. Sollte nur online gehen, werde es als Ergänzung wieder zumindest den Kartenverkauf übers Bürgerbüro im Rathaus geben, verspricht Schray. Aus seiner Sicht ist jedoch das digitale Ticketbuchen das System der Zukunft, weil es viele Vorteile habe. Man sei deshalb am Überlegen, wie es noch ausgebaut werden könne. Zehnerkarte müsse man so nicht mehr per Hand vor Ort lochen. Gingen sie oder gar Dauerkarten verloren, seien die betreffenden Daten ja im System hinterlegt und der persönliche Benutzeraccount gleichzeitig passwortgeschützt.

 Im vergangenen Jahr gab es, im Gegensatz zu all den Jahren vorher, keine Dauerkarten, was für Ärger bei denen sorgte, die sehr häufig ins Freibad gehen. Die mussten nämlich immer wieder Zehner- oder gar Einzelkarten nachordern, was dann insgesamt deutlich mehr zu Buche schlage als eine Dauerkarte für die gesamte Saison. Das Problem sei der Verwaltung durchaus bewusst, so Schray. Man versuche, Dauerkarten wieder möglich zu machen, eine Lösung zu finden. Es gebe aber nun mal das Problem, wenn es denn wieder kommt, der Begrenzung der Besucherzahl: „Das beißt sich leider.“

Die Verwaltung wird die Anregung von Gemeinderat Dr. Wolfgang Rauscher, selbst Stammgast im Bad, umsetzen, nämlich eine eigene Schicht für Frühschwimmer, mit einer eigenen, speziellen Dauerkarte, einführen. Schray hält es für möglich, dass die bislang vorgegebene Quadratmeterzahl pro Person verringert werden könnte, von bislang zehn auf beispielsweise sieben. Dann dürften statt der bislang höchstens erlaubten 200 Besucher je Schicht entsprechend mehr kommen. Die Höchstgrenze ergab sich im vergangenen Jahr ja aus der „Worst Case“-Annahme, dass alle Besucher zur gleichen Zeit auf der Liegewiese können sein müssten – mit eben den zehn Quadratmetern je Kopf als Maßgabe.

Eine weitere Möglichkeit, dass mehr Leute ins Bad können, wäre statt bislang zwei Schichten am Tag künftig drei, wie es andere Freibäder machen. Das hält Schray allerdings für keine gute Idee. Das hieße nämlich für jeden entsprechend kürzere Badezeit, gibt er zu bedenken. Außerdem gäbe es dann ja zwei Pausen zwischen den Schichten, die ebenfalls die Zeit nochmals verkürzen würden. So würden, schätzt er, „netto“ nur noch zwei bis zweieinhalb Stunden pro Schicht verbleiben. Damit wäre der Ärger zumindest mit Familien aus seiner Sicht vorprogrammiert. Das würde nicht durch den Vorteil aufgewogen, dass man dann halt statt 400 eben 600 Leute am Tag ins Bad bekäme. „Das werden wir also nicht machen.“

 Dafür wird eine weitere Anregung eines anderen Gemeinderats, Karl-Heinz Jaworski, aufgenommen, nämlich die Badegäste digital auch zu erfassen, wenn sie das Bad verlassen, nicht nur, wenn sie reinkommen. Die damit gewonnenen Infos werden sofort in Echtzeit an das digitale Buchungssystem übermittelt. Das heißt, wenn jemand geht und dabei ausgebucht wird, wird ein Platz frei und das wird im System angezeigt.

Info, wenn ein Platz frei wird, wird sofort an das System übermittelt

2020 hieß es, wenn das Bad einmal voll, also das Schichtkontingent „ausgeschöpft“ war, auch im System „ausgebucht“, egal, ob und wie viele Leute innerhalb der Schicht das Bad bereits wieder verlassen hatten. Es gab ein „Ampelsystem“: Rot zeigte an, dass alle Plätze belegt sind, Gelb, dass einige frei sind, Grün, dass viele beziehungsweise ausreichend Plätze noch frei sind. „Das funktioniert ähnlich wie das Leitsystem in einem Parkhaus“, so Schray.

Wenn nun platzgenau erfasst wird, sei das Problem, wie man als Badegast, der auf einen Platz wartet, überhaupt mitbekommt, dass da einer frei geworden ist. Die Leute würden das ja wohl kaum die ganze Zeit über am Bildschirm verfolgen. Über eine Lösung für dieses Problem werde man sich also noch Gedanken machen müssen, so Schray.

Der Sommer naht und damit auch die Freibadsaison. Erstes ist sicher. Aber, Stichwort Corona, auch Zweites? Immerhin, René Schray, stellvertretender Kämmerer und in der Verwaltung für den Betrieb zuständig, geht auf Nachfrage fest davon aus. Anders gesagt: Er sehe bis jetzt keinen Grund, warum nicht. Sobald es wärmer werde, gingen die Infektionszahlen runter, das habe man im vergangenen Jahr gesehen, und es werde bis dahin ja immer mehr Geimpfte geben.

Noch gebe es „von oben“

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