Schwaikheim

Haushaltsausgleich fraglich - Schwaikheims Kämmerer wehrt sich gegen Unterstellung

Rathaus Schwaikheim
Das Rathaus in Schwaikheim. © Gabriel Habermann

Die Gemeinde Schwaikheim wird das Haushaltsjahr 2021 wohl mit einem Minus abschließen. „Geplant war ursprünglich ein Defizit von 971 587,62 Euro. Es wird vermutlich etwas niedriger ausfallen“, erklärte Kämmerer Andreas Rommel in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Beim Blick auf die Mai-Steuerschätzung ergebe sich ein Rückgang der Einnahmen. Bei der Einkommenssteuer müsse mit Mindereinnahmen von circa 163 000 Euro gerechnet werden. „Die Gewerbesteuer erhöht sich nach den derzeitigen Daten um circa 700 000 Euro“, so Rommel.

Dem stehen allerdings erhöhte Personalkosten und Kosten für Stellenausschreibungen in Höhe von rund 400 000 Euro gegenüber. „Ob ein Haushaltsausgleich im Haushaltsjahr 2021 noch möglich ist, erscheint weiterhin äußerst fraglich“, heißt es im Finanzzwischenbericht weiter.

SPD-Fraktion ist besorgt

Die SPD-Fraktion und jene der Grünen trugen in der jüngsten Gemeinderatssitzung Stellungnahmen zur finanziellen Situation vor. SPD-Rat Heiko Jung erklärte, dass seine Fraktion besorgt sei über die Entwicklung. Man befürchtet außerdem, dass die Situation nicht allen Bürgern bewusst wäre, sehe darin unter anderem einen Grund für die „schlechte Stimmung“ in und um den Gemeinderat.

Karl-Heinz Jaworski, Fraktionssprecher der Grünen, kritisierte den Kämmerer Andreas Rommel. Laut Jaworski erachte dieser gestiegene Personalkosten in der Kinderbetreuung als „unnötig“. Daraufhin wehrte sich der Kämmerer. „Dass das unnötige Kosten sind, will ich so nicht stehenlassen. Ich habe selbst ein kleines Kind und weiß, wie wichtig Betreuung ist.“

Karl-Heinz Jaworski entgegnete, dass seine Aussage auf den Kämmerer in Rommel bezogen war und nicht auf den Familienvater. „Auch der Kämmerer in mir erachtet diese Kosten nicht als unnötig. Solche Aussagen in aller Öffentlichkeit gehen einfach nicht, Herr Jaworski“, erwiderte Andreas Rommel.

Keine Stellungnahme der Fraktion, dafür einzelne Wortbeiträge kamen aus den Reihen der CDU/FB-Fraktion. „Wir müssen in nächster Zeit auf Sicht fliegen, was Ausgaben betrifft“, sagte Gemeinderat Wolfgang Rauscher. Seine Fraktionskollegin Brigitte Röger meinte zudem, dass man auch in der Vergangenheit immer verantwortlich mit den Finanzen umgegangen sei. Nun handele es sich um einen Finanzzwischenbericht, man müsse abwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt.

Die Gemeinde Schwaikheim wird das Haushaltsjahr 2021 wohl mit einem Minus abschließen. „Geplant war ursprünglich ein Defizit von 971 587,62 Euro. Es wird vermutlich etwas niedriger ausfallen“, erklärte Kämmerer Andreas Rommel in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Beim Blick auf die Mai-Steuerschätzung ergebe sich ein Rückgang der Einnahmen. Bei der Einkommenssteuer müsse mit Mindereinnahmen von circa 163 000 Euro gerechnet werden. „Die Gewerbesteuer erhöht sich nach den derzeitigen

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