Schwaikheim

In Schwaikheim ist derzeit nur eine von zwei Pfarrstellen besetzt und Corona macht den Betrieb auch nicht leichter

Pfr. Pfefferle
Die Pfarrerin kennt die Situation. Als nämlich Heiner Daxer ging, war dessen Stelle fast ein Jahr vakant. Foto Habermann © Gabriel Habermann

Die Corona-Krise hat auch der evangelischen Kirchengemeinde einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Kalender fürs Jahr war von jetzt auf nachher weitgehend Makulatur. Dazu kommt der Abgang von Pfarrer Gerhard Forster und damit die Vakanz seiner Stelle, auf vorerst ungewisse Zeit. Beides hat Folgen. Beispiel Besuch der Altersjubilare: Bislang kamen der Pfarrer oder die Pfarrerin zum 75. Geburtstag und zum 80. sowie zu jedem weiteren, zwischen dem 75. und dem 80. übernahm das bislang der Besuchsdienst. Künftig kommen Pfarrerin Cornelia Pfefferle und Forsters Nachfolger oder Nachfolgerin nur noch zum 80., 85., 90. und 95., dazwischen jeweils der Besuchsdienst. Wobei, eben wegen Corona, derzeit ohnehin keine Besuche stattfinden, sondern nur telefonisch den Jubilaren gratuliert wird.

Statt zwei Gottesdiensten am Sonntag, die jeweils als „Doppelschicht“ entweder Forster oder Pfefferle übernahmen, mit Beginn um 9.30 und 10.40 Uhr, gibt es nur noch einen Gottesdienst, der jeweils um 10 Uhr beginnt. Bislang übernahm also immer einer von ihnen beiden den kompletten Wochenenddienst. Vor Corona waren größere Abstände beim Standortwechsel geplant, nun wird 14-tägig gewechselt zwischen Mauritiuskirche und Jakobushaus. Es wird also immer zwei Gottesdienste da geben, dann zwei dort.

Taufen nicht während des Gottesdiensts

Taufen können nicht im Gottesdienst stattfinden, weil die Besucherzahl bei diesem auf maximal 40 beschränkt ist. Bei den evangelischen Gottesdiensten ist, anders als bei den katholischen, für die Besucher derzeit keine vorherige Anmeldung erforderlich. Es ist also ungewiss, wie viele tatsächlich kommen, und so wäre unsicher, ob zusammen mit den Teilnehmern einer Taufe die zulässige Höchstbelegung für den Gottesdienst überschritten würde. Wobei, so Cornelia Pfefferle, erfahrungsgemäß das mit ziemlicher Sicherheit wohl der Fall wäre. Selbst wenn vor allem die Gottesdienste in der Mauritiuskirche schon vor Corona mit etwa 20 Besuchern in der Regel nicht gerade überlaufen waren. Im Jakobushaus sind es immerhin im Durchschnitt 40 gewesen. Was laut der Pfarrerin zum einen daran liegt, dass dessen Einzugsgebiet größer ist, auch wenn der Kirchenbezirk der Mauritiuskirche selbst deutlich größer ist. Zum anderen entschieden sich die Gottesdienstbesucher nach der Uhrzeit und nach dem Ort. Um dem Dilemma bei den Taufen aus dem Weg zu gehen, werden eigene Gottesdienste für diese angeboten. Außerdem wird derzeit geprüft, ob es möglich ist, Gottesdienste nach außen zu übertragen.

Das Abhandenkommen ihres Kollegen und die Vakanz bedeuten, dass bis zur Wiederbesetzung der Stelle alle Gottesdienste Cornelia Pfefferle halten wird. Wobei sie aber einen Anspruch darauf hat, wenigstens jeden sechsten Sonntag frei zu haben. „Ersatz“ sind dann in der Regel Prädikanten, Ehrenamtliche, die aus dem ganzen Kirchenbezirk kommen. Entlastung, bei Geburtstags- und Krankenbesuchen, Beerdigungen, Trauungen und Taufen, bekommt die Pfarrerin ab Herbst durch Vikarin Sylvia Nölke, die den Kirchenbezirk von Pfarrer Forster betreut. Sein Abschied war bereits seit Dezember bekannt, „eigentlich konnten wir also fürs Jahr alles gut planen, dann kam aber Corona dazwischen.“ Geplant war vor allem, alle Mitarbeiter an einen Runden Tisch zu bringen und dort den Betrieb während der Vakanz zu besprechen. Das ging dann aber nicht, weil da eben zu viele dabei gewesen wären.

Vor den Sommerferien soll es ein Gespräch mit den Eltern geben

Auch auf die Konfirmationen heuer hat Corona Auswirkung. Der noch „laufende“ Jahrgang wird seinen Gottesdienst erst im Herbst haben, wenn schon der neue in den Startlöchern steht. Das auf die Reihe zu bringen, zu organisieren, werde nicht einfach, befürchtet Cornelia Pfefferle. Es gibt ja Forsters Konfirmanden und ihre eigenen. Man müsse abwarten, wie sich das entwickelt. Die Probleme beträfen ja alle, „da sitzen wir also alle in einem Boot“. Sie will versuchen, noch vor den Sommerferien mit den betreffenden Eltern ein Gespräch zu führen.

Die Corona-Krise hat auch der evangelischen Kirchengemeinde einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Kalender fürs Jahr war von jetzt auf nachher weitgehend Makulatur. Dazu kommt der Abgang von Pfarrer Gerhard Forster und damit die Vakanz seiner Stelle, auf vorerst ungewisse Zeit. Beides hat Folgen. Beispiel Besuch der Altersjubilare: Bislang kamen der Pfarrer oder die Pfarrerin zum 75. Geburtstag und zum 80. sowie zu jedem weiteren, zwischen dem 75. und dem 80. übernahm das bislang der

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