Schwaikheim

Nellmersbacherin Astrid Loff: Schwaikheim hat eine Bürgermeisterkandidatin

BMKandidatinLoff
Dr. Astrid Loff am Freitagmittag auf dem Schwaikheimer Markt. Dort will sie die nächsten Wochen immer mit einem Stand präsent sein. © Gaby Schneider

Eine erste Kandidatin für die Bürgermeisterwahl am 12. September wagt sich aus der Deckung: Sie heißt Dr. Astrid Loff und wohnt in Nellmersbach. Loff ist 50 Jahre alt, geschieden und hat zwei Söhne, 18 und 21 Jahre alt. In der Gegend ist sie als Leutenbacher Gemeinderätin (Junge Liste) keine Unbekannte. Beruflich unterrichtet sie an der Pädagogischen Hochschule (PH) in Ludwigsburg, bildet Wirtschaftslehrer aus. Als Hobbyimkerin kümmert sie sich unter anderem um die Winnender Stadtbienen. Bei Großbottwar hat sie außerdem einen kleinen Wengert.

Mit dem Gedanken, Bürgermeisterin zu werden, spielt sie schon längere Zeit

Weshalb kandidiert sie jetzt in Schwaikheim? „Ich habe den Eindruck, dass es hier unfassbar viele engagierte Bürger gibt. Fast jeder ist in einem Verein. Das ist ein enormes Potenzial, das Schwaikheim hat. Das muss man sichtbar machen und würdigen. So entsteht ein Gemeinschaftsgefühl“, antwortet Loff. Geliebäugelt habe sie schon eine ganze Weile mit dem Bürgermeisteramt. „Seit ich Gemeinderätin bin, habe ich einfach gemerkt, was für ein tolles Amt das ist, wenn man es mit Leidenschaft und Herzblut angeht“, erklärt Loff. Jetzt, da die beiden Söhne erwachsen sind, habe sie sich für diesen Schritt entschieden. Ihre Sätze klingeln wohl überlegt. Manchmal macht sie kleine Pausen, denkt kurz über Formulierungen nach.

Kontakte in die Gemeinde hat sie nicht, Ideen dafür schon

Zu Schwaikheim habe sie keine speziellen Kontakte oder gar Angehörige im Ort. „Ich bin gerne zum Essen hier, im Weingut Escher oder Maier.“ Auch im neuen Edeka-Markt sei sie schon gewesen. Ansonsten habe sie natürlich aufmerksam die kommunalpolitischen Geschehnisse verfolgt, wie sie es als Gemeinderätin in Leutenbach in allen Städten und Gemeinden in der Umgebung tue. „Mir fehlt ein Drogeriemarkt“, sagt sie. Außerdem könne sie es sich sehr gut vorstellen, dass der Wochenmarkt bis in die Abendstunden verlängert werde, die Weingüter dort Stände aufbauen. „Das könnte ein Treffpunkt für die Schwaikheimer nach Feierabend werden“, regt Astrid Loff an.

Die 50-jährige Diplom-Wirtschaftspädagogin sieht es nicht als Nachteil an, keine ausgewiesene Verwaltungsexpertin zu sein. „Es hat schließlich seinen Grund, dass man sich für solch ein Amt auch bewerben kann, wenn man kein Verwaltungsmensch ist. Die Kandidaten sollen aus der Mitte der Gesellschaft kommen.“ Durch ihren Werdegang kenne sie die Arbeit im öffentlichen Dienst nur allzu gut. Im Bürgermeisteramt gebe es auch andere, wichtige Aufgaben. „Zum Beispiel die Mitarbeiterführung oder aber die Gemeinde bei Anlässen in der Öffentlichkeit zu vertreten“, zählt Loff auf. Mitarbeiterführung habe sie selbst schon an der PH unterrichtet.

Mit den Fraktionsvorsitzenden hat sie am Freitagvormittag Kontakt aufgenommen

In Leutenbach hat Astrid Loff die Junge Liste gegründet. Wie sieht es in Schwaikheim aus? „Ich trete parteilos an und will das auch bleiben“, antwortet sie. Kontakt aufgenommen habe sie deshalb auch erst am Freitagvormittag zu den Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat. Zuvor habe sie mit keiner Partei gesprochen. Ihr sei es ganz wichtig, frei und ohne Parteilinie zu entscheiden, sollte sie denn gewählt werden. „Mir geht es um Schwaikheim und ich will im Sinne der Schwaikheimer entscheiden“, erklärt Loff, die im Wahlkampf Unterstützung von einer Agentur bekommt. Dieselbe Agentur hat auch schon Benjamin Treiber im Bürgermeisterwahlkampf in Plüderhausen unterstützt. Erfolgreich, wie man seit geraumer Zeit weiß. „Ich denke, dass da nichts Verwerfliches dabei ist. Ich habe zuvor noch nie Wahlkampf gemacht. Ein Fußballclub, der aufsteigen möchte, holt sich ja auch den passenden Trainer dazu“, erklärt sie mit einem Augenzwinkern.

Wie bewertet Loff die Stimmung in der Gemeinde?

Wie bewertet Astrid Loff als bisher Außenstehende die Stimmung in der Gemeinde? „Wenn ich mit Schwaikheimern spreche, dann sind alle sehr aufgeschlossen und nett“, antwortet sie. Wenn sie aber auf Facebook unterwegs sei und auch die Berichte in der Zeitung verfolge, sei ihr durchaus bewusst, dass es Konflikte gebe. „Ich denke, dass es gut wäre, Ruhe reinzubringen“, sagt die Bürgermeisterkandidatin, die jetzt in den Wahlkampfmodus schaltet und mit Bürgern und Vereinen ins Gespräch kommen will.

Weshalb sie ausgerechnet jetzt kandidiert und nicht etwa bei der Wahl in Berglen? „Schwaikheim ist mir näher“, lautet die Antwort der 50-Jährigen.

Eine erste Kandidatin für die Bürgermeisterwahl am 12. September wagt sich aus der Deckung: Sie heißt Dr. Astrid Loff und wohnt in Nellmersbach. Loff ist 50 Jahre alt, geschieden und hat zwei Söhne, 18 und 21 Jahre alt. In der Gegend ist sie als Leutenbacher Gemeinderätin (Junge Liste) keine Unbekannte. Beruflich unterrichtet sie an der Pädagogischen Hochschule (PH) in Ludwigsburg, bildet Wirtschaftslehrer aus. Als Hobbyimkerin kümmert sie sich unter anderem um die Winnender Stadtbienen. Bei

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