Schwaikheim

Schwaches Interesse an Gemeinschaftsschule

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Für die Besucher haben Schüler in einem Klassenzimmer Crêpes gebacken. © Ralph Steinemann Pressefoto

Schwaikheim. Eine Gruppe Jungs stürmt aus einem Zimmer. „Kommt, wir müssen noch in den Computerraum“, sagt der eine zu den anderen. Sie stammen aus Winnenden und nehmen beim Tag der offenen Tür die Ludwig-Uhland-Schule unter die Lupe. Bisher sei der Eindruck „sehr gut“, sagen sie. Blöd sei es natürlich, dass sie morgens früher aufstehen müssten, wenn sie hierher gehen.

Mit der Zusammenlegung der Robert-Boehringer-Schule und der Ludwig-Uhland-Schule müssen die Jungs aus Winnenden einen längeren Schulweg auf sich nehmen, wenn sie auf die Gemeinschaftsschule gehen wollen – eine Entscheidung, über die sie sich noch Gedanken machen müssen. Vielleicht gehen sie auch auf eine der Winnender Realschulen. Den Tag der offenen Türe, bei dem sich die Schwaikheimer Gemeinschaftsschule Eltern und Viertklässlern präsentiert, finden die Jungs „gut“. Sie haben einen Laufzettel in der Hand, auf dem die einzelnen Stationen, die an diesem Nachmittag zum Mitmachen einladen, verzeichnet sind. Ihr Ziel ist, alle in den zwei vorgegebenen Stunden abzugrasen, damit sie einen Preis nach Hause nehmen können.

Blick ins Klassenzimmer

Im Computerraum ist Sebastian Grube, Lehrer für Mathe, Physik und für das Profilfach Natur, Wissenschaft und Technik - kurz NWT. Er und seine neunte Klasse zeigen den Besuchern wie man mit dem Computer eine Platine so programmieren kann, dass ein LED-Lämpchen mit unterschiedlichem, zeitlichen Abstand aufleuchtet.

Ein Stockwerk höher ist Esma. Sie geht in die Lerngruppe 5/1, so die Klassenbezeichnung an der Gemeinschaftsschule. Sie wartet wie so viele andere Schulkameraden auf den Besuch Jüngerer, denen sie etwas zu den englischen Lernspielen auf den Tablets und zum Schulalltag erzählen kann, doch viele sind an dem Nachmittag nicht an die Schwaikheimer Schule gekommen. „Ich mag es, Dinge zu erklären“, sagt sie, „daher bin ich gerne hier an der Schule und Englisch ist mein Lieblingsfach“, betont sie.

Viele wollen lieber nach Winnenden

Es sind zwar einige Viertklässler da, viele von ihnen besuchen die Schwaikheimer Grundschule. Für sie steht schon fest, dass sie nach Winnenden aufs Gymnasium oder auf die Realschule gehen wollen. Der stellvertretende Schulleiter Michael Huy zieht dennoch eine positive Bilanz: „Wir sind zufrieden“, sagt er.

Geboten wurde an diesem Nachmittag sehr viel. Im Klassenzimmer im Pavillon haben Schüler Crêpes gebacken. Im Zimmer der SMV wurden Kinder zu Mäusen, Feen oder Einhörnern geschminkt. Im Hauptgebäude konnten sie im Bereich Kunst ein Feld auf einem Graffiti-Schriftzug ausmalen, das im Flur aufgehängt werden soll. Die Leinwand haben Lehrer mit Rahmen selbst besorgt und zusammengezimmert. Kunstlehrerin Anja Kunkel hat den Schriftzug „Ludwig-Uhland-GMS Schwaikheim“ bereits vorgezeichnet. Und im Klassenzimmer von Leana und Tuana erfährt man aus erster Hand, wie der Schulalltag funktioniert. Dass es Dienste gibt, welche die Fünftklässler erledigen müssen, dass es einen Lernplan gibt und was der Unterschied zum Schulplaner ist. Sie erklären, wie sie problemlos zwischen der Niveaustufe Gymnasium und Hauptschule je nach Fachwissen wechseln können. Wirklich schade, dass der Einladung der Schule nur wenige gefolgt sind. Die Schule hätte etwas mehr Aufmerksamkeit verdient.

Schwaikheim. Eine Gruppe Jungs stürmt aus einem Zimmer. „Kommt, wir müssen noch in den Computerraum“, sagt der eine zu den anderen. Sie stammen aus Winnenden und nehmen beim Tag der offenen Tür die Ludwig-Uhland-Schule unter die Lupe. Bisher sei der Eindruck „sehr gut“, sagen sie. Blöd sei es natürlich, dass sie morgens früher aufstehen müssten, wenn sie hierher gehen.

Mit der Zusammenlegung der Robert-Boehringer-Schule und der

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