Schwaikheim

Schwaikheim: Nach zwei Jahren mit Corona-Ausfällen wieder 1.-Mai-Radausfahrten

Schwaikheim Radsporthalle Der Radsportverein veranstaltet seine Drei-Wälder-Radtour.
Gewusel am Start- und Zielpunkt der Radsporthalle. Das erhofft sich der Veranstalter dieses Jahr wieder. © Habermann

Nach zwei coronabedingten Absagen findet nun wieder die „1. Mai Drei Wälder Radtouren“-Veranstaltung des Schwaikheimer Radsportvereins statt. Nachdem es zunächst nach einer sehr abgespeckten Variante aussah, kann der Verein um Organisator Manfred Bareiß und zahlreiche Helfer mittlerweile den Klassiker weitestgehend unverändert anbieten. Nur die Königsetappe, die über 170 Kilometer bis ins Unterland führt, fällt aus. „Es läuft“, berichtet Bareiß entgegen anfänglichen Befürchtungen freudig.

Start und Ziel ist wie immer an der Radsporthalle. Für Halbprofis oder sagen wir mal ambitionierte Hobbyradler, deren Kondition mit ihrem Ehrgeiz in etwa mithalten kann, gibt es die 125-Kilometer-Tour, die es zudem auf rund 1800 Höhenmeter bringt. Da kann es für den einen oder anderen schon ans Limit (oder drüber hinaus) gehen. Für Freizeitradler mit mittelprächtiger Saisonform oder solche, die noch im Aufbau von dieser sind, bietet sich die 73-Kilometer-Strecke an, die mit ihren über 1000 Höhenmetern aber auch nicht unterschätzt werden sollte. Für die, die mit dem Radfahren am 1. Mai nicht den ganzen Feiertag zubringen oder sich am Morgen einfach eine schnelle Runde Fitness gönnen wollen, ist die 41-Kilometer-Runde geeignet, die mit 500 Höhenmeter zudem ebenfalls keine Flachetappe ist. Ganz klar für Familien gedacht ist die 25-Kilometer-Tour, die auch Kinder, die schon einigermaßen Rad fahren können, bewältigen können sollten.

Verpflegungsstationen in Wüstenrot, beim Trailhof und im Heidenhof

Für die ersten drei Strecken kann zwischen 7 und 10 Uhr losgefahren werden, für die Familienrunde ist dies bis spätestens 12 Uhr empfohlen. Zielschluss ist für alle 15.30 Uhr. Dann rücken die Helfer von den Strecken ab und die Beschilderungen werden entfernt. Unterwegs gibt es wie gewohnt wieder Verpflegungsstationen. Für die 125-Kilometer-Fahrer sogar zwei, eine bei Wüstenrot (wo man bis spätestens 13 Uhr durchgekommen sein sollte), die andere am Trailhof nahe dem Eschelhof oberhalb von Sulzbach/Murr (bis spätestens 14.30 Uhr zu durchfahren). Die ist auch die Stärkungsstelle für die 73-Kilometer-Fahrer. Die Verpflegung für unterwegs gibt es bei der 41- und bei der 25-Kilometer-Runde ebenfalls wieder im Heidenhof.

Weitere Helfer, vor allem für die Markierungen und Ausschilderungen, seien willkommen, so Bareiß. Ideal für die Veranstaltung, wenn auch nicht gerade arbeitnehmerfreundlich, ist, dass dieses Jahr der 1. Mai auf einen Sonntag fällt. Damit sind die Vorarbeiten an der Strecke am Tag vorher an einem Samstag möglich. Stand heute sind rund 30 Helfer auf jeden Fall dabei.

Verpflegung, anderer Art als unterwegs, gibt es auch für alle „Finisher“, nämlich am Ziel, beim Radlertreff, Rigatoni in Tomatensoße mit Gemüse und geriebenem Käse sowie schwäbische Maultaschen geschmelzt mit Kartoffelsalat, Rote vom Grill und sahnige Kuchen, denn welcher Radler würde sich Derartiges auf der Strecke „reinziehen“? Aber Spaß beiseite: Das gilt auch für das von Bareiß ebenfalls versprochene Weizen auf der Getränkekarte nach all den Strapazen und fürs Duschen im Sanitärtrakt der Halle, wo man sich zudem umziehen kann.

Zum Ausfall der Marathonstrecke erklärt Bareiß, dass für deren Ausschildern (der Abzweigungen und Überleitungspunkte) die Zeit fehle. Aber wer die Strecke fahren wolle, und das seien sicher wieder einige, der werde sich davon eh nicht abhalten lassen. Zum einen, weil die Stammfahrer und Liebhaber der Strecke die Route sowieso auswendig im Kopf hätten und die anderen den Track dazu sich aufs Navi herunterladen könnten.

Bareiß berichtet nebenher außerdem, dass die Radbörse, ebenfalls nach zwei Jahren Ausfall, sehr gut gelaufen sei. Mit Hilfe des Vereins INa hätten zudem viele Räder, die nicht verkauft und auch nicht mehr von ihren Besitzern abgeholt wurden, an Flüchtlinge aus der Ukraine, die derzeit in Schwaikheim leben, verschenkt werden können. Knapp 170 Fahrräder seien angeboten worden, 75 davon wurden verkauft, und damit etwas weniger als sonst, 70 seien zurückgegangen, 22 gespendet worden, 19 davon wiederum seien noch fahrtüchtig genug gewesen, um sie zu verschenken.

Nach zwei coronabedingten Absagen findet nun wieder die „1. Mai Drei Wälder Radtouren“-Veranstaltung des Schwaikheimer Radsportvereins statt. Nachdem es zunächst nach einer sehr abgespeckten Variante aussah, kann der Verein um Organisator Manfred Bareiß und zahlreiche Helfer mittlerweile den Klassiker weitestgehend unverändert anbieten. Nur die Königsetappe, die über 170 Kilometer bis ins Unterland führt, fällt aus. „Es läuft“, berichtet Bareiß entgegen anfänglichen Befürchtungen

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