Schwaikheim

Schwaikheim: Wo vorher der Netto war, ist nun ein Orient-Lebensmittelmarkt

Nawras
In der Lücke, die Netto in der Ludwigsburger Straße hinterließ, gibt es seit kurzem einen Nachfolgerlebensmittelladen. © ALEXANDRA PALMIZI

Schwaikheim hat seit kurzem einen dritten Lebensmittelmarkt: „Nawras“, Zusatz „Orient-Markt“. Nachdem der (neue) Edeka-Vollsortimenter in die „Neue Ortsmitte“ umgezogen ist und der Nettomarkt-Discounter nach Umbau/Modernisierung den bisherigen Standort an der oberen Bahnhofstraße übernommen hat, ist „Nawras“ wiederum auf den Netto an dessen vorherigem Standort an der Ludwigsburger Straße gefolgt. Er liegt damit zwar in Sicht- und Rufweite zum Edeka, nur ein paar Schritte entfernt, aber wie dieser eben auch zentral, ist bestens erreichbar und hat andere Läden oder auch Ärzte, Bankfilialen oder Physiotherapiepraxen in der Nachbarschaft.

Betreiberfamilie kommt aus Korb

Betrieben wird er von der Familie Makhalfa aus Korb, oder wie Tamer Makhalfa aufzählt „Bruder, Schwester, Vater, Mutter, meine Frau und ich“. Er, sein Bruder und seine Schwester Malak sind in Deutschland aufgewachsen, sie sprechen tadelloses Deutsch.

Der 32-Jährige ist hauptberuflich in der Lebensmittelbranche tätig, kennt sich also aus. „Ganz okay, wir haben ja bis jetzt keine Werbung gemacht“, ist seine Antwort auf die Frage, wie es bisher läuft. Das Sortiment nennt er „orientalisch-arabisch-türkisch“. Es gibt unter anderem Guava-Saft, Gebäck, Kekse mit Datteln etwa, süßes Halva zum Frühstück, Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Obst und Gemüse, Reis, Bohnen in Konserven, diverse Olivensorten, tiefgekühlt das Blätterteiggericht Börek, Döner, Falafel und Köfte, außerdem eine ganze Tee- und Kaffeeabteilung.

Wobei das, wie gesagt, nur eine Auswahl des Bestands ist, den Tamer Makhalfa beim Schnellrundgang mit einem gewissen Stolz zeigt. Man merkt allerdings auch, dass hinter dem Ganzen System, reifliche Überlegung, steckt. Die Waren sind übersichtlich präsentiert, die Regale großzügig angeordnet, weit auseinander, der Laden wirkt nicht, wie viele andere dieser Kategorie, „vollgestopft“.

Wie schätzt er denn den Markt für ein solches Angebot ein, in Schwaikheim, das durchaus auch immer mehr Einwohner hat, die aus anderen Ländern stammen? Er betont zwar zunächst, dass sie eigentlich keinen großen Umsatz erwarten, aber gleichwohl eine gewisse Konkurrenz zum Edeka und zum Netto sein wollen. Im Durchschnitt hätten sie am Tag so zwischen 30 und 40 Kunden bislang, also eine gewisse Nachfrage sei da. Makhalfa verweist darauf, dass der nächstgelegene Markt mit ähnlichem Sortiment erst in Winnenden ist. Er geht also offenbar davon aus, dass das Einzugsgebiet, der Kreis der Kundschaft, für das Überleben seines Markts ausreicht. Der Markt hat immerhin von 8 bis 21 Uhr geöffnet, da spielt wohl eine Rolle, dass er familiengeführt ist.

Schwaikheim hat seit kurzem einen dritten Lebensmittelmarkt: „Nawras“, Zusatz „Orient-Markt“. Nachdem der (neue) Edeka-Vollsortimenter in die „Neue Ortsmitte“ umgezogen ist und der Nettomarkt-Discounter nach Umbau/Modernisierung den bisherigen Standort an der oberen Bahnhofstraße übernommen hat, ist „Nawras“ wiederum auf den Netto an dessen vorherigem Standort an der Ludwigsburger Straße gefolgt. Er liegt damit zwar in Sicht- und Rufweite zum Edeka, nur ein paar Schritte entfernt, aber wie

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