Schwaikheim

Schwaikheimer Kinder bauen Greifvogelständer - Spezialeinsatz gegen Taubenplage

ferienprogramm
Die Stangen wurden zunächst zurechtgesägt, unfallfrei. © gemeinde schwaikheim

Gemeinsam mit Schwaikheimer Kindern hat Bürgermeisterin Astrid Loff beim Ferienprogramm im Wald Greifvogelständer gebaut und an der Linde sowie im Wiesental aufgestellt, um Falken, Milane und Bussarde anzulocken. Die Greife sollen den vielen Tauben dort das Leben ein bisschen ungemütlich machen. Pressesprecherin Carola Fuchs berichtet im Folgenden.

Emilian (9), Matthias (8) und Jakob (11) haben die Nagelprobe bestanden. Bevor Jagdpächter Uwe Kaiser die drei Jungs an die Axt, die Säge und den Bohrer heranlässt, müssen sie erst mal ihre Treffsicherheit im Umgang mit dem Hammer unter Beweis stellen. Kaiser ist zufrieden: „Da stellt sich mancher Erwachsener ungeschickter an.“

Gemeinsam mit Astrid Loff wollen die drei zwei Greifvogelständer bauen und anschließend in der Nähe der Erbachlinde und beim Freizeitzentrum aufstellen. In diesen Bereichen haben Rotmilane und Falken ihre Nistplätze. „Beim Entenbächle hat ein Falkenpaar im Frühjahr fünf Eier ausgebrütet“, berichtet Kaiser. Deren Nachwuchs futtert ganz schön was weg: „Bis zu 80 Mäuse pro Stunde haben die Falkeneltern angeschleppt“, erzählt der Jäger.

Photovoltaikanlage als Rutsche

Die Stangen sollen Greifvögel anlocken. Tauben nutzen Solar- und Photovoltaikanlagen auf Hausdächern gerne als Rutsche. „Wenn ich Taube wäre, würde ich mich hier auch sehr wohlfühlen“, meint Astrid Loff lachend. Das Problem: Den Vögeln rutscht öfter was aus den hinteren Körperregionen. Dieser Taubendreck verschmutzt nicht nur die Dächer und die Solar- oder Photovoltaikanlagen. Der Kot vermindert auch deren Leistung und kann, weil er sehr aggressiv ist, die Module im schlimmsten Fall auch beschädigen. Verschiedene Hausbesitzer haben sich deshalb bei der Bürgermeisterin beschwert.

„Wir können als Gemeinde mit Steuergeld nicht einzelnes privates Wohneigentum schützen“, sagt Astrid Loff. Wenn der Verwaltungsweg nicht geht, was dann? So kam sie auf die Idee, das Nützliche - die Greifvogelständer - mit dem Schönen - als ihrem Beitrag fürs Ferienprogramm - zu verbinden. Dafür suchen die Kinder im Wald zwei passende Stangen aus: 4,50 Meter lang sollen sie sein und einen Durchmesser von sieben Zentimetern haben. Dann wird gesägt, gebohrt, gehämmert und genagelt, jeder darf, jeder muss mal ran. Die Stange, auf der die Raubvögel Platz nehmen sollen, wird L-förmig an der tragenden Stange befestigt und mit einer Querstrebe stabilisiert. Nach zwei Stunden haben es die kleinen Waldarbeiter geschafft, jeder hat noch seine Initialen oder gar den ganzen Namen in die Pfähle geschnitzt und beim Aufladen auf den Traktoranhänger geholfen. Danach geht es hoch an die Linde und anschließend wieder runter ins Wiesental, um die Greifvogelständer zu platzieren. Das ist nicht der leichteste Teil der Aufgabe, der Boden ist bockelhart. Als schließlich auch das vollbracht ist, hat nicht mehr nur der Falkennachwuchs großen Hunger. Emilian, Matthias und Jakob verzichten aber auf Mäuse, sie entscheiden sich lieber für Pizza.

Gemeinsam mit Schwaikheimer Kindern hat Bürgermeisterin Astrid Loff beim Ferienprogramm im Wald Greifvogelständer gebaut und an der Linde sowie im Wiesental aufgestellt, um Falken, Milane und Bussarde anzulocken. Die Greife sollen den vielen Tauben dort das Leben ein bisschen ungemütlich machen. Pressesprecherin Carola Fuchs berichtet im Folgenden.

Emilian (9), Matthias (8) und Jakob (11) haben die Nagelprobe bestanden. Bevor Jagdpächter Uwe Kaiser die drei Jungs an die Axt, die Säge

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