Schwaikheim

Schwaikheim: Wird das Freibad um einen Sand-Bereich erweitert?

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Um diese mögliche Erweiterungsfläche, einen ehemaligen Spielplatz, geht es. © speiser

Das neue Schwimmmeisterteam im Freibad hat einige Ideen, wie dieses „noch“, so PR-Sprech ja meist, attraktiver werden kann. Eine davon, die bereits umgesetzt und sehr gut angenommen wurde von den Badegästen, sind die Liegen auf der Empore neben dem Becken. Weitere Liegen, so ihr Vorschlag, könnten auf einem Beachbereich aufgestellt werden. Der könnte zudem ein erster Schritt in Richtung mittelfristige Erweiterung der Liegewiesen durch ein Beachvolleyballfeld sein. Als Erweiterungsfläche kommt vor allem der alte, ungenutzte, auch verwahrloste Spielplatz bei der Wiesentalhalle infrage. Aber so einfach und schnell, wie sich das Duo das vorstellt, wird es nicht.

Die CDU-FB-Fraktion im Gemeinderat hat diesen Vorschlag zwar aufgegriffen, nämlich dazu einen entsprechenden Haushaltsantrag gestellt. Verbunden mit der Überlegung, die erforderlichen Arbeiten im Rahmen anderer geplanter Maßnahmen durchführen zu lassen, so dass die Kosten geringer werden (Baggerarbeiten, Anlieferung von Material „in einem Zug“). Die Kosten sind aber denn auch das Problem, ja der Knackpunkt.

Bauamt schätzt Kosten auf etwa 100.000 Euro

Technisch sei das Ganze durchaus machbar, sagt das Bauamt. Aus seiner Sicht sollte erst allerdings eine Konzeption erarbeitet werden, durch einen Landschaftsgärtner, im kommenden Jahr, damit würden Planungskosten in Höhe von etwa 20.000 Euro anfallen. Die Kosten für die Umsetzung selbst, vor der Saison 2024, schätzt es auf rund 100.000 Euro, wobei vor allem der benötigte Sand (etwa 50 Euro pro Kubikmeter) je nach Fläche und Schütthöhe zu Buche schlagen wird. Auch Bodenvlies unter dem Sand und Begrenzungssteine werden wohl hinzukommen und die alten Spielgeräte müssen zurückgebaut werden, auch das kostet.

Die Kämmerei sieht das Vorhaben ohnehin kritisch, verweist auf die angespannte Haushaltslage und darauf, dass die Gemeinde anstehende Investitionsmaßnahmen priorisieren müsse, also nach Dringlichkeit unterscheiden und damit Nichtdringliches verschieben. Zum Verschieben rät es auch in diesem Fall, denn für den Weiterbetrieb des Bads brauche es vor allem und dringend eine Erneuerung der Filteranlage.

In der Beratung in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats warb der Fraktionssprecher der CDU-FB Tobias Schneider damit, dass es um eine vom neuen Personal angeregte „Neuprofilierung“ des Freibads gehe, mit neuen, zusätzlichen Sportmöglichkeiten. Der „Strand“ als Vorreiter verlange relativ wenig Aufwand, natürlich fielen Kosten an, aber vielleicht „spendiere“ ja ein dem Freibad wohlgesonnener Bürger den Sand.

Mit dem Sand alleine, und ihn aufzuschütten, werde es nicht getan sein

Robin Netz von den Grünen zweifelte die Kostenschätzung an. Wenn er die erforderliche Menge, berechnet aus Fläche und Höhe, bezogen auf den Kubikmeterpreis hochrechne, komme er bei weitem nicht auf die genannten 100.000 Euro. Mit dem Sand alleine, und ihn aufzuschütten, werde es nicht getan sein, gab Bauamtsleiter Rolf Huber zu bedenken, denn wenn das Ganze später zu einem Beachvolleyballfeld erweitert werden solle, dann brauche es eben auch eine Dränage. Dafür sei einst ein Konzept erstellt worden, daraus ergebe sich die Kostenschätzung.

SPD warnt vor, dass sie nicht zustimmen wird

Der Vorschlag, die Idee sei ja gut, so der Sprecher der SPD Alexander Bauer. Die Erweiterung des Freibads und damit größere Attraktivität sei eh schon länger ein Thema. Die angespannte Haushaltslage lasse aber eine Umsetzung nicht zu, vorerst. Die SPD rate also, diese zurückzustellen, und werde deshalb dem Antrag, wenn er für den Haushalt des kommenden Jahres gestellt werde, nicht zustimmen. „Wir sehen es wie die Kämmerei.“

Schneider verwies dazu darauf, dass man ja einen Vorschlag gemacht habe, mit dem Kosten gesenkt werden könnten, Fraktionskollege Michael Grünert darauf, dass die Gemeinde den verwahrlosten Spielplatz eh auf Dauer so nicht lassen könne, sondern da ohnehin etwas geschehen müsse.

Die Gemeinde wisse sehr gut, was sie am Freibad habe, betonte Bürgermeisterin Dr. Astrid Loff. Angesichts des Klimawandels, dessen, dass die Sommer immer heißer werden, werde die Bedeutung des Bads als Freizeiteinrichtung von Ort noch wachsen. Leider aber treffe sich unglücklich, dass dort eine neue Filteranlage fällig sei, die mit Sicherheit sehr teuer werde.

Idee soll im Zusammenhang mit neuer Filteranlage beraten werden

Einhelliger Tenor war schließlich, ohne darüber abzustimmen, das Thema noch einmal in der Gesamtschau mit den Plänen für eine neue Filteranlage und eine Vergrößerung des Betriebsgebäudes aufzugreifen. Dazu lässt die Verwaltung gerade eine Machbarkeitsstudie erstellen, dabei soll auch eine mögliche Erweiterung des Geländes berücksichtigt werden. Dieses Thema soll in der Sitzung Anfang Dezember noch einmal beraten werden.

Das neue Schwimmmeisterteam im Freibad hat einige Ideen, wie dieses „noch“, so PR-Sprech ja meist, attraktiver werden kann. Eine davon, die bereits umgesetzt und sehr gut angenommen wurde von den Badegästen, sind die Liegen auf der Empore neben dem Becken. Weitere Liegen, so ihr Vorschlag, könnten auf einem Beachbereich aufgestellt werden. Der könnte zudem ein erster Schritt in Richtung mittelfristige Erweiterung der Liegewiesen durch ein Beachvolleyballfeld sein. Als Erweiterungsfläche

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