Schwaikheim

Vorerst keine öffentliche Trauerfeier für Bürgermeister Gerhard Häuser in Schwaikheim

Kondolenzbuch Häuser
Im Rathaus lag ein Kondolenzbuch für Gerhard Häuser aus. © Benjamin Büttner

Kann die Bevölkerung von Schwaikheim in den Wochen nach dem Tod des langjährigen und in weiten Kreisen beliebten Bürgermeisters einmal zusammenstehen und öffentlich trauern? Die Gemeinde ist offenbar noch nicht so weit. Auf Anfrage hat der erste stellvertretende Bürgermeister Alexander Bauer, der zurzeit die Amtsgeschäfte führt, erklärt: „In den verbleibenden zwei Wochen bis zu den Sommerferien ist derzeit keine öffentliche Trauerfeier mehr geplant.“

Gemeinde will den Wunsch der Familie respektieren

Das ist ungewöhnlich und erklärungsbedürftig. Alexander Bauer teilt mit: „Für die Gemeinde wäre eine öffentliche Trauerfeier für Gerhard Häuser ohne das Beisein seiner Familie schwerlich vorstellbar. Die Angehörigen haben die Gemeinde aber wissen lassen, dass für sie erst zu einem späteren Zeitpunkt eine solche Teilnahme infrage käme. Diesen Wunsch respektieren wir und hoffen dabei auch auf das Verständnis der Bevölkerung, dass es erst mit einigem Abstand zum Tod des Bürgermeisters ein öffentliches Gedenken geben wird.“

Gerhard Häuser hat ein Ehrengrab auf dem Friedhof erhalten

Bauer sagt weiter: „Dies mindert aber nichts an der Würdigung der 27-jährigen Arbeit von Gerhard Häuser im Dienste der Gemeinde Schwaikheim, weshalb die Fraktionsvorsitzenden und der Ältestenrat auch ohne Zögern und einstimmig zugestimmt haben, dass der verstorbene Bürgermeister ein Ehrengrab auf dem Schwaikheimer Friedhof erhalten hat.“

Wie steht es um den stellvertretenden Bürgermeister selbst? Er ist nach demokratischen Prinzipien in das Amt des Bürgermeisters gewählt worden und hat nun die Pflicht, die ganze Gemeinde zu repräsentieren – das heißt: Eine Trauerfeier ohne ihn, ohne nicht wenigstens seine stille Teilnahme, ist schlecht vorstellbar. Hat er persönlich den Wunsch, einer Trauerfeier beizuwohnen? „Dass Gerhard Häuser und ich oft unterschiedlicher Meinung waren und diese Differenzen über den richtigen Weg für Schwaikheim auch öffentlich ausgetragen haben, ist allgemein bekannt“, sagt er, „selbstverständlich ist sein Tod auch für mich ein Verlust, den es zu betrauern gilt. Deshalb würde ich Gerhard Häuser gerne diese letzte Ehre erweisen.“

Interne Trauerfeier

Die Trauerfeiern für Gerhard Häuser, die bisher stattgefunden haben, waren jeweils für einen begrenzten Kreis zugänglich. Die Familie hatte zur Beisetzung von Gerhard Häuser verständlicherweise die Angehörigen und die engeren Wegbegleiter eingeladen. Eine interne Trauerfeier für Rathausmitarbeiter hatte gleich nach dem Tod des Bürgermeisters stattgefunden. Bei der ersten Gemeinderatssitzung nach dem Tod des Bürgermeisters hatten einige Bürger eine ausführlichere Trauerzeremonie erwartet.

Kann die Bevölkerung von Schwaikheim in den Wochen nach dem Tod des langjährigen und in weiten Kreisen beliebten Bürgermeisters einmal zusammenstehen und öffentlich trauern? Die Gemeinde ist offenbar noch nicht so weit. Auf Anfrage hat der erste stellvertretende Bürgermeister Alexander Bauer, der zurzeit die Amtsgeschäfte führt, erklärt: „In den verbleibenden zwei Wochen bis zu den Sommerferien ist derzeit keine öffentliche Trauerfeier mehr geplant.“

Gemeinde will den Wunsch der

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