Schwaikheim

Wie geht es weiter mit dem Edeka in Schwaikheim? Grüne und SPD schlagen Übergabe an Netto vor

Edeka Schwaikheim
Der bestehende Edeka in Schwaikheim. (Archivbild) © Gabriel Habermann

In einem offenen Brief fordern die Gemeinderatsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen von Edeka, endgültig Klarheit zu schaffen, wie es mit dem bisherigen Standort des Lebensmittelmarkts an der Bahnhofstraße weitergeht.

Infolge des Mietvertrags liege es „allein in den Händen von Edeka“, wie es dort weitergehen könne, schreiben die beiden Fraktionssprecher Alexander Bauer und Karl-Heinz Jaworski. Aus „ihrer Sicht“ solle die Entscheidung „zum Wohl der Schwaikheimer Bürger geschehen“. In dem Schreiben wird darauf verwiesen, dass vor allem die Menschen, die im „oberen“ Teil von Schwaikheim wohnen und älter sind, auf einen „nahen Lebensmittelmarkt“ angewiesen seien. Es gehe aber auch um die absehbar sich verschärfende Verkehrssituation in der Ortsmitte.

SPD und Grüne machen in dem Brief zwei Vorschläge: 1. Edeka übergibt den Standort „sozusagen intern“ an den Discounter Netto und schließt dazu mit dem Eigentümer des Markt-Gebäudes hierzu einen neuen Mietvertrag ab. Oder 2: Angesicht dessen, dass Edeka den Standort für nicht zukunftsfähig halte, solle die Kette den Mietvertrag bis spätestens Mitte 2024 kündigen und damit die weiteren zwei Mietoptionen von jeweils fünf Jahren nicht mehr in Anspruch nehmen. Denn „nichts wäre ärgerlicher als ein jahrelanger Leerstand“, so Bauer und Jaworski weiter.

Man bitte Edeka, auch wenn deren „aktuelles Handeln grundsätzlich“ nachvollziehbar sei, „das örtliche Gemeinwohl vor eigene strategische Interessen zu stellen“.